Was macht ein ’normales‘ Jahr außergewöhnlich? Mein Jahresrückblick 2025 als Pilatestrainerin, Studierende und Frau in den Wechseljahren – mit allem, was dazugehört: kleine Siege, große Herausforderungen und Learnings fürs Leben.
Ich teile mit dir meine Reflexion der letzten 12 Monate. Von Entscheidungen, die mein Leben geprägt haben und Veränderungen, die meine Zukunft formen werden, von aufregenden Momenten und Rückschlägen ist alles dabei.
Erwarte bitte keine chronologische Auflistung von Ereignissen, keine Erläuterungen in jedem Detail und auch keine Marketingpräsentation, sondern Einblicke hinter die Kulissen und persönliche Gedanken, hoffentlich unterhaltsam verpackt.
Schnapp dir am besten eine Tasse Tee, heiße Schokolade, Kaffee oder Punsch und mach es dir gemütlich. Lass dich mitnehmen auf eine Reise in mein Jahr 2025 – ein Jahr zwischen großen Herausforderungen und bedeutendem Wachstum. Ein Jahr, das mich gelehrt hat, dass Stärke nicht bedeutet, niemals zu fallen – sondern immer wieder aufzustehen. Und ein Jahr, welches mich schnell noch kurz vor dem Ende gelehrt hat, dass auch meine Kräfte nicht unendlich sind.
Bist du bereit?
Es gibt Orte, die spürt man nicht nur mit den Augen, sondern mit dem Herzen. Mein Pilatesstudio ist so ein Ort. Jeden Tag, wenn ich die Tür aufschließe, wenn ich den Raum betrete, diese besondere Atmosphäre wahrnehme – dann weiß ich: Hier bin ich richtig. Hier gehöre ich hin.
Manchmal bleibe ich noch draußen stehen, schaue in die großen Tannen gegenüber, genieße die Ruhe. In diesen Momenten wird mir bewusst, wie weit der Weg war – und wie sehr es sich gelohnt hat. Dieser Ort ist mehr als ein Raum für Pilates. Er ist das Ergebnis von Träumen, harter Arbeit, Zweifeln, die überwunden wurden, und der Unterstützung so vieler Menschen.
Wertschätzung zeigt sich oft in den kleinen Gesten. Im Januar bekam das Studio seine Fußmatten, die die Teilnehmer liebevoll empfangen. Diese Fußmatte ist eine eine Kleinigkeit – und doch so viel mehr. Du bist nicht irgendwer. Du bist nicht austauschbar. Du wirst gesehen. Und das ist mir wichtig.
Im März folgte die Bepflanzung des Außenbereichs. Das Pilatesstudio Oberhausen sollte nicht nur innen einladend sein, sondern schon beim Ankommen ein Gefühl von „Willkommen“ vermitteln. Grün, Leben, Wachstum – genau das, wofür Pilates steht, wenn auch nur mit kleinen Nuancen in der betonierten Umgebung.
Im April kamen bestickte Handtücher dazu. Jedes mit dem Pilates-Logo. Ein weiteres Symbol fürs WIR-Gefühl, für Zugehörigkeit. Wir sind mehr als eine Gruppe von Menschen, die zur gleichen Zeit Sport machen. Wir sind eine Community.
Und dann, im Oktober, kam etwas ganz Besonderes: die Pilates-Pins. Inspiriert von den FISU World Games 2025, habe ich sie selbst designt. Kleine Anstecknadeln, die einfach Freude machen. An der Tasche gepinnt, am Schlüsselbund, als kleine Erinnerung an die Kraft, die in uns steckt. So manche haben schon ihren Weg an eine Sporttasche gefunden – und jedes Mal, wenn jemand seinen Pin stolz zeigt, geht mir das Herz auf.
Im März entwickelte ich einen neuen Themenbereich, der mir sehr am Herzen liegt: therapeutisches Pilates. Es geht um mehr als Fitness, mehr als Beweglichkeit. Es geht um Menschen, mit Rückenbeschwerden oder nach Verletzungen und der mit der Sorge, dass ihr Körper sie im Stich lässt.
Pilates hat therapeutisches Potential – das wird in immer mehr Studien bestätigt. Es ist möglich, mit gezieltem Training die Haltung zu verbessern, Beschwerden bei Skoliose abzumildern, nach einem Bandscheibenvorfall wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu finden, Arthrose und Fersensporn aufzuhalten, Schmerzen zu lindern.
Ich erstelle individuell abgestimmte Pilates-Trainingspläne – maßgeschneidert auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen. Keine Standardlösung. Kein „Das machen wir immer so“. Sondern: Was brauchst du? Wo drückt der Schuh? Was ist dein Ziel? Jede Baustelle ist anders, und genau so individuell sollte auch das Training sein.
Menschen wieder in Bewegung zu bringen, ihnen zu zeigen, dass ihr Körper nicht ihr Feind ist – das ist eine der erfüllendsten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann.
Im Februar gab es den Pilates Super Flow Workshop. So schön, dass ich zum Glück eine Aufzeichnung davon habe, die man immer wieder genießen kann. Flow – dieses Gefühl, wenn Bewegung mühelos wird, wenn der Kopf zur Ruhe kommt, wenn man einfach nur ist im Kreislauf der Bewegung mit der Atmung – immer wieder von vorn.
Im Oktober wagte ich ein Experiment: Workshop am Samstag statt unter der Woche. „Pilatesboost für Vielsitzer“ – ein Thema, das so viele betrifft. Ich war lange in dem Glauben, dass Workshops in der Woche stattfinden müssen. Es ist auch für mich organisatorisch ein Unterschied, weil mir dann Zeit für die Vorbereitung anderer Dinge fehlt. Aber ich war positiv überrascht, wie gut das ankam. Manchmal muss man einfach Dinge ausprobieren.
Der Firmenlauf 2025 in Oberhausen war wieder ein Highlight. 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt vor Ort, insgesamt 23 aus der Community, wenn man die mitzählt, die kurzfristig krank wurden oder mit anderen Teams unterwegs waren. Das Schönste? Das Strahlen in den Gesichtern beim Zieleinlauf.
Für einige war es das erste Mal bei so einem Event – ein großer Schritt. Andere waren stolz, konstant durchgelaufen zu sein, sich gut eingeteilt zu haben oder mit ihren Barfußschuhen gut durchgekommen zu sein. Jeder auf seinem Level, jeder in seinem Tempo. Das ist Gemeinschaft. Das ist, was uns trägt. Und genau das motiviert – nicht der Vergleich, nicht die Bestzeit, sondern das gemeinsame Erleben.
Im November führte ich meine große Pilates-Studie für die Bachelorarbeit durch. 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, vier Stunden, ganz viele Messungen und eine tolle Pilatesstunde. Alle waren unglaublich geduldig und haben den Vormittag genossen, obwohl es viel Wartezeit gab.
Die Pilatesstunde selbst war für alle unterschiedlich intensiv – und das wird auch Einfluss auf die Ergebnisse haben. Mittlerweile habe ich die Daten ausgewertet. Das Ergebnis ist „signifikant positiv“, wie es in der Wissenschaft heißt.
Ich hatte es gehofft. Aber ich hatte mich auch darauf eingestellt, dass es nicht so sein könnte. Wissenschaft ist eben keine Wunscherfüllung – sie zeigt die Wahrheit, auch wenn die manchmal unbequem ist. Umso größer war die Freude, als die Zahlen schwarz auf weiß bestätigten, was ich in meiner täglichen Arbeit längst sehe: Pilates wirkt, jede einzelne Stunde.
Ich bereite die Ergebnisse noch für meinen Blog auf. Ihr werdet es im Artikel „Die große Pilates-Studie 2025“ nachlesen können. Danke an alle, die mitgemacht haben – ihr habt einen wichtigen Beitrag zur Pilates-Forschung geleistet!
Der 27. April 2025. Ein Datum, das in keinem Kalender rot markiert ist. Ein Datum, das äußerlich betrachtet völlig unspektakulär war. Mein Alltag danach sah nicht anders aus als vor diesem Tag. Und dennoch: Dieser Tag markiert eine Zäsur. Einen Wendepunkt. Den Moment, in dem aus „nebenbei“ ein „hauptberuflich“ wurde.
„Nebenbei“ – was für ein Wort. Es bedeutet, dass etwas anderes wichtiger ist. Dass etwas anderes die Hauptrolle spielt. Dass man sich anpassen muss, unterordnen, Kompromisse machen. Zeitlich musste ich meinen Nebenjob dem Vollzeitjob unterordnen – dem Job in einem großen IT-Konzern, der jahrzehntelang mein Leben bestimmt hatte. Finanziell war Pilates „nur“ ein Zubrot, kein Fundament.
Und jetzt? Jetzt ist alles anders. Das Pilatesstudio und die ganzen Angebote rund um die Pilateskurse herum waren inoffiziell auch vorher schon im Zentrum meines Bewusstseins. Sie waren das, woran ich dachte, wenn ich morgens aufwachte. Sie waren das, was mich antrieb, was mir Energie gab, was mich lebendig machte. Aber ich konnte es noch nicht so laut sagen. Ich durfte es mir noch nicht ganz erlauben.
Seit der offiziellen Gründung liegt viel mehr Verantwortung hier. Aber auch: viel mehr Freiheit. Viel mehr Selbstbestimmung. Viel mehr Authentizität.
Vor einem Jahr noch habe ich gesagt: „Ich bin Angestellte in einem großen Unternehmen und mache nebenberuflich Pilates.“ Der Satz begann mit der Anstellung. Sie definierte mich.
Heute sage ich mit Stolz: „Ich bin Inhaberin eines Pilatesstudios.“ Punkt. Das ist nicht mehr die Fußnote. Das ist die Überschrift. Und dieser Unterschied – dieser Unterschied ist gewaltig.
Im 5. Semester angekommen. Halbzeit auf dem Weg zum Master in Sportwissenschaften. Zielgerade zum Bachelor an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport. Wenn ich das so schreibe, klingt es nach Plan, nach Struktur, nach einem geraden Weg. Die Realität? Die Realität ist komplizierter.
Ich weiß, dass ich riesige Schritte gemacht habe. Die Zeit bisher war unglaublich spannend – jedes Seminar, jede Klausur, jede Studienarbeit hat mir neue Perspektiven eröffnet, neues Wissen geschenkt. Aber sie war auch sehr, sehr anstrengend. Studium neben einem wachsenden Business, neben den Wechseljahren, neben dem Leben – das ist kein Spaziergang.
Gleichzeitig: Es motiviert mich, weiter zu machen. Weil jedes neue Stück Wissen mich zu einer besseren Trainerin macht. Weil ich verstehe, was ich da tue. Weil ich meinen Teilnehmenden nicht nur Übungen zeigen kann, sondern erklären kann, warum sie wirken. Weil ich helfen kann, dich besser zu fühlen.
Im November war ich zur Sportphysiotherapie-Fortbildung in Ismaning. Ich habe so viel gelernt wie nie – und brachte das perfekte „Anschauungsmaterial“ mit: ein frisches Supinationstrauma (Bänderdehnung). Beim Joggen umgeknickt, dicker Fuß, Schmerzen. Timing perfekt, könnte man sarkastisch sagen.
Aber es wurde zu einer wertvollen Erfahrung. Wir konnten an meinem Fuß üben, die richtigen Maßnahmen ausprobieren, den Heilungsprozess begleiten. Dank der richtigen Behandlung war ich innerhalb einer Woche wieder fit. Aus diesen Erkenntnissen habe ich einen „Pilates-Crashkurs nach Bänderdehnung“ entwickelt – für all jene, die sich verletzen und nicht wochenlang pausieren wollen.
Die Anatomieklausur habe ich bestanden, die Sportpsychologyklausur ebenfalls. Dann war da noch eine Ausarbeitung für ein Pilatesprogramm zur idealen Sturzprävention von über 60-jährigen und ein Trainingstherapieempfehlungen für Verletzungen im oberen Sprunggelenk. Jeder Schritt zeigt mir: Ich wachse. Nicht nur fachlich. Auch persönlich.
Eine wichtige Erkenntnis aus diesem Jahr: Ich hatte einen sportpsychologischen Auftrag angenommen. Schnell wurde mir klar: Ich bin hier kein Experte. Sportpsychologie ist etwas sehr Wirkungsvolles – beim Bewältigen von Beschwerden nach Unfällen, bei ständig neuen Verletzungen, bei selbstgemachtem Druck oder der Verzweiflung, das Richtige zu tun. Aber es ist ein eigenes Fachgebiet. Ein tiefes. Ein komplexes.
Meine Expertise liegt woanders: bei gesunder Bewegung, bei Pilates, bei allem im physiotherapeutischen Kontext. Die Themen mischen sich oft – das merke ich in Gesprächen mit meinen Teilnehmenden. Körper und Psyche sind nicht zu trennen. Aber genau deshalb ist es so wichtig zu wissen, wo die eigenen Grenzen liegen.
Es ist keine Schande, sich Hilfe zu holen. Im Gegenteil: Es ist ein Zeichen von Stärke, zu erkennen, wann man jemanden braucht, der sich besser auskennt. Diese Lektion habe ich gelernt – und ich hoffe, ich kann sie weitergeben.
Es gibt Dinge im Leben, über die spricht man nicht so gern. Weil sie unangenehm sind. Weil sie einem das Gefühl geben, nicht mehr jung zu sein, nicht mehr attraktiv, nicht mehr leistungsfähig. Weil sie mit Tabus behaftet sind. Die Wechseljahre gehören dazu.
Aber ich möchte darüber sprechen. Weil ich weiß, dass so viele Frauen dasselbe durchmachen. Weil niemand damit allein sein sollte. Weil es wichtig ist zu wissen: Du bist nicht verrückt. Du bildest dir das nicht ein. Das ist real. Und es ist okay, damit zu kämpfen, so wie ich auch.
Meine Wechseljahre werden immer intensiver. Migräne. Kopfschmerzen. Übelkeit. Schlafstörungen – diese seltsame innere Uhr, die mich pünktlich um 4 Uhr morgens wach sein lässt. Manchmal wünsche ich mir wirklich eine WhatsApp-Gruppe: „4-Uhr-Club – auch wach?“
Emotionale Tiefs. Stimmungsschwankungen, die aus dem Nichts kommen. Konzentrationsschwierigkeiten, die mich zweifeln lassen: Haben wir die Übungn schon 3 oder 5x gemacht? Leidet meine Qualität als Trainerin? Verliere ich meine Fähigkeiten? Ich verzichte zeitweise sogar auf mein geliebtes Tanzhobby, weil ich es einfach nicht schaffe. Weil die Energie dazu fehlt. Weil der Körper nicht mitmacht.
Beim Pilates geht es. Die sanfte Bewegung ist das Einzige, was Linderung schafft. Und genau das ist die Erkenntnis, die mich trägt: Bewegung hilft. Nicht die harte, leistungsorientierte Bewegung, bei der man sich auspowert. Sondern die sanfte, moderate Bewegung ohne Leistungsdruck. Pilates hilft so sehr, deine Balance zu finden in dieser neuen Lebensphase.
An Tagen, an denen ich mich sanft und moderat bewegt habe, bin ich besser gelaunt. Ich schlafe besser. Ich fühle mich wie ich selbst. Die Kopfschmerzen lindern sich. Die Theorie aus wissenschaftlichen Studien bewahrheitet sich, zumindest oft – an mir selbst getestet.
Sport und Bewegung sind mein absolutes Geheimrezept. Das Ausschütten der Glückshormone ist nachgewiesen – und teils sogar wirksamer als Antidepressiva. Bewegung reguliert das Hormonchaos. Sie gibt dem Körper Struktur, wenn innen alles durcheinander ist.
Pilates ist für mich in dieser Phase ein Rettungsanker. Ein Ort, an dem ich mich nicht rechtfertigen muss. An dem ich sein darf, wie ich bin. An dem mein Körper nicht mein Feind ist, sondern mein Partner.
Wenn du gerade selbst in den Wechseljahren bist – oder jemanden kennst, der es ist: Bewegung hilft. Nicht als Strafe. Nicht als „Du musst“. Sondern als Geschenk an dich selbst. Als sanftes Versprechen: Ich kümmere mich um dich.
Im Februar: Meine erste Klavierstunde mit Anka. „Freude schöner Götterfunken“ nach einer halben Stunde zweihändig – stolpernd, aber erkennbar. Es war ein kleiner Moment der Magie. Ein Moment, in dem ich gespürt habe: Ich kann noch so viel lernen. Das Leben ist noch lange nicht zu Ende.
Mit 6 oder 7 hatte ich Klavierunterricht. Das ist verdammt lange her. Wenn ich mit dem Studium fertig bin, freue ich mich darauf, Klavier regelmäßig zu üben und zu lernen. Einfache Noten sammle ich jetzt schon – für später, für die Zeit, die kommen wird. Für den Moment, in dem ich mir endlich die Zeit nehmen kann, diesen Traum zu leben.
Im Mai passierte etwas, womit ich nie gerechnet hätte: Wir kauften uns E-Bikes. Mein erstes „Firmenfahrzeug“ wird ein Fahrrad. Jetzt erst recht gilt für mich: #AllesMitdemRad, wovon ich dir in meinem Rückblick 2024 schon erzählt habe.
Ich war immer dagegen. E-Bikes – das war doch Schummeln, oder? Ich wollte ja „in echt“ Fahrrad fahren, mit eigener Muskelkraft, ohne Motor. Aber dann habe ich es ausprobiert. Und siehe da: Mit dem E-Bike schaffe ich plötzlich auch längere Strecken, die ich sonst vielleicht nicht gemacht hätte. Ich komme weiter. Ich sehe mehr. Ich erlebe mehr.
Und wenn ich mal nicht ganz so durchgeschwitzt ankommen will – bei einem wichtigen Termin, bei Hitze, nach einer anstrengenden Woche – dann schalte ich die Motorunterstützung einfach ein. Kein schlechtes Gewissen. Keine Scham. Nur Freiheit.
Manchmal ist es gut, die eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Manchmal öffnet sich genau dort eine Tür, wo man sie am wenigsten erwartet.
Im Juli bin ich Volunteer bei den FISU World Games in Essen und Duisburg. 151 Nationen. 8500 Athletinnen und Athleten. Ein Schmelztiegel aus Sport, Kulturen und Emotionen. Ich war mittendrin: zwischen Waschmaschinen im Laundry Service, zwischen Weltklasseleistungen an der Regattabahn, zwischen kleinen, stillen Momenten bei der Closing Ceremony.
Diese Tage haben mich geprägt. Ich habe gelernt, kulturelle Unterschiede zu respektieren und gleichzeitig mir selbst treu zu bleiben. Ich habe verstanden, dass Achtsamkeit bei einem selbst beginnt – nur wer gut für sich sorgt, kann auch für andere da sein. Ich habe erlebt, wie Gemeinschaft motiviert, wie das Pin-Game Verbindungen schafft und Erinnerungen bewahrt. Und ich habe gelernt: Wer etwas erreichen will, muss selbst aktiv werden.
Diese Erfahrung hat mich so bewegt, dass ich einen eigenen ausführlichen Artikel darüber geschrieben habe. Wenn du mehr über die fünf wichtigsten Learnings erfahren möchtest, die ich von der FISU mitgenommen habe – und wie sie auch dein Pilates-Training und dein Leben bereichern können – dann lies gerne meinen Blogartikel „FISU World Games 2025 – Fünf Lektionen zwischen Weltklasse und Pilatesmatte“.
Was ich auf jeden Fall sagen kann: Diese Pins, die ich dort sammeln durfte, haben mich so inspiriert, dass ich eigene Pilates-Pins gestaltet habe. Kleine Symbole der Zugehörigkeit. Kleine Erinnerungen an die Kraft, die in uns steckt. Und jedes Mal, wenn jemand stolz seinen Pin zeigt, weiß ich: Diese Idee war richtig.
Unser Camper war dieses Jahr unser treuer Begleiter. Nicht New York, Malediven oder Sydney – sondern Schätze, die über die Straße erreichbar sind. Und genau die haben uns oft die schönsten Momente geschenkt.
Im Januar: Zum ersten Mal an der polnischen Ostsee, von Danzig bis Usedom. Die Insel hat unser Herz erobert. Obwohl ich mein Leben lang an der Ostsee bin, ist Usedom immer hinten runter gefallen. Stundenlang an den Kaiserbädern spazieren, diese Idylle, diese Ostseeatmosphäre – ist das toll dort.
Im März: Wochenendausflug nach Noordwijk in Holland. Sooo schön! Manchmal braucht es nicht viel – nur das Meer, die Weite, die Ruhe – dort wo die Dünen unendlich zu sein scheinen.
Im Mai: Globe Treffen in Friedrichroda. Globe Traveller ist ein Campervan-Hersteller mit nur sehr wenigen Stückzahlen im Jahr, weshalb man sie unterwegs fast nie sieht. Doch bei dem Treffen waren plötzlich 50 auf einem Haufen. Durch diese Exklusivität entsteht eine besondere Familyatmosphäre. Wir wollen nächstes Frühjahr unbedingt wieder dabei sein.
Im Juni: Erholungsurlaub auf Euronat in Frankreich. Genuss. Schlafen. Zweisamkeit genießen. Einfach mal nichts müssen.
Im August: Spontaner Atlantiktrip nach Frankreich. Freitag morgens los, Freitag abends an der Küste. Montag morgen wieder zurück. Total schräg, weil wir das Gefühl hatten, die Urlauber dort zu besuchen und gar nicht selbst Urlaub zu machen. Im Nachgang mussten wir zugeben: zu anstrengend wegen der langen Fahrt. Die Lektion gelernt – das nächste Mal besser wieder Holland.
Im September: Drei-in-eins-Urlaub. Eine Woche Euronat in Frankreich, eine Woche Arnarchout am französischen Atlantik und eine Woche Costa Dorada in Spanien. Jede Woche hat ihren eigenen Charme. Es fühlt sich an wie sechs Wochen. Mega.
Diese Reisen waren keine spektakulären Weltreisen. Aber sie waren genau das, was wir gebraucht haben: Auszeiten. Momente der Zweisamkeit. Pausen vom Alltag. Und die Erkenntnis, dass Glück oft ganz nah liegt.
Ich finde es so unendlich wichtig, sich an den Orten, an denen man sich viel aufhält, rundum wohl zu fühlen. Zuhause sollte nicht nur ein Ort sein, an dem man schläft und isst. Zuhause sollte ein Ort sein, an dem die Seele aufatmen kann.
Über Feng Shui habe ich gelernt, dass winzige Kleinigkeiten so eine große Wirkung haben können. So wie der Körper gute Bewegung braucht zum Sich-Wohlfühlen, braucht die Seele auch so manche Elemente. Ordnung. Schönheit. Raum zum Atmen.
Im Mai startete ich eine Aufräum- und Putzchallenge. Jeden Tag etwas entsorgen und tiefenreinigen. Heizkörper putzen, Lampen, hinter Schränken. Ausmisten Schublade für Schublade, Zimmer für Zimmer. Ich hielt drei Wochen durch. Die Mülltonnen waren schneller voll als mir lieb war – aber mit jedem Gegenstand, von dem ich mich trennte, wurde es leichter.
Ich beschäftigte mich mit Feng Shui und schaffte es, so einiges zu Hause zu verschönern. Von neuen Türschildern an der Haustür über Umräumen im Badezimmer. Die größten Hebel waren aber Ausmisten und sich von Dingen trennen, die man nicht braucht oder die kaputt sind.
Manchmal hält man an Dingen fest, nicht weil man sie braucht, sondern aus Gewohnheit. Aus Angst, man könnte sie irgendwann doch noch brauchen. Aber Loslassen ist befreiend. Es schafft Raum – nicht nur physisch, sondern auch mental.
Im November passierte etwas Großes: Die riesige Kellersanierung. Mein Mann hatte das schon sooo lange geplant, immer wieder verschoben – schliesslich hat er quasi alleine 2023 und 2024 unser Pilatesstudio gebaut. Doch dann setzte er es um. Neuer Boden, Wände neu gestrichen und tapeziert, ausgemistet. Nach sechs Wochen Bauphase gab es Mitte November den ersten Saunasonntag im Keller.
Wir haben einen Raum geschaffen, in dem jetzt Saunaliegen zum Chillen stehen, mit toller Beleuchtung und Wellnessambiente. Allein die frische Farbe überall und der neue Vinylboden in Holzoptik machen es unglaublich warm und liebevoll. Weg mit den kalten, zermackten Fliesen. Unsere alt und neue Tradition von Oktober bis Ostern: jeden Sonntagabend Sauna.
In der Vorweihnachtswoche klemme ich mir so heftig den Nerv im unteren Rücken ein, dass ich kurzzeitig echte Angst hatte. Angst, dass alles, was ich mir aufgebaut hatte, jetzt zusammenfallen würde. Angst, dass es wieder ein Bandscheibenvorfall ist. Angst, dass ich mich trotz all meiner Bemühungen, trotz verbessertem Lebensstil, nicht schützen kann – vor Rückenschäden.
Aber war mein Lebensstil wirklich verbessert? Oder bilde ich mir das nur ein? Ich mache doch so viel Pilates? Die Fragen kamen schnell, schmerzhaft, unerbittlich. Ich sitze 50 Stunden pro Woche. Ich lade mir selbst unfassbar viele Herausforderungen auf. Studium, Business, Wechseljahre. Und dann kam Unvorhergesehenes dazu – der Tod meiner Oma.
Ich hatte die Herausforderung der Menopause unterschätzt. Ein sowieso schon erhöhter Stresslevel, weniger Energieressourcen als bisher. Und dann noch das alles obendrauf. Mein Körper hat mir die Quittung präsentiert.
Aber das allein war nicht der Grund. Von kleinauf habe ich immer mal mit einem verklemmten ISG Gelenk und darauffolgend mit einer Beinlängendifferenz zu kämpfen. Die Folge sind Schmerzen im unteren Rücken. Eigentlich erkenne ich, wenn es passiert und lasse mich vom Chiropraktiker wieder gerade rücken. Doch diesmal war es anders. Die Warnzeichen waren anders. Ich habe sie nicht richtig eingeordnet, ihnen nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Eine Dysbalance im Becken führt irgendwann zu Verspannung gebündelt mit hoher Belastung kollabiert das System irgendwann: Meine Folge diesmal: Ein eingeklemmter Femorisnerv – Autsch! Es ist meistens nicht die eine Ursache, sondern eine Verkettung von Umständen und Stress bringt das Fass zum Überlaufen.
Eine Woche lang kann ich kaum kriechen. Die Schmerzen sind höllisch. Jede Bewegung eine Qual. Nach einer Woche stehe ich zumindest wieder und kann auf allen Vieren robben. Klingt nicht nach viel – aber es fühlt sich an wie ein Sieg.
Ich habe Glück, dass mir das vor Weihnachten passiert. So habe ich zwei weitere Wochen Zeit, um mich wieder fit zu bekommen, ohne dass alles ausfallen muss. Langsam, Schritt für Schritt, komme ich zurück.
Diese Erfahrung hat mich gelehrt: Grenzen zu respektieren ist nicht optional. Es ist lebensnotwendig. Und noch etwas: Die Frühwarnzeichen besser verstehen lernen. Ich habe es wahrgenommen und dann doch nichts getan, weil andere Dinge immer wieder dazwischen kamen, denen ich mehr Priorität geschenkt habe. Früher den Körper geraderücken, Pausen machen, bewusster hinspüren – das hätte helfen können.
Mein Rat an alle da draußen – den ich mir selbst auch mehr zu Herzen nehmen sollte: Hör auf deinen Körper. Nicht erst, wenn er schreit. Sondern schon, wenn er flüstert.
Im Dezember schreibe ich Weihnachtspost für meine Pilates-Community – an alle aktiven Pilatesteilnehmenden. Nicht komplett handgeschrieben, das würde den Rahmen sprengen. Aber jeder der 219 Briefe bekommt eine handgeschriebene persönliche Botschaft. Und jeder bekommt einen der kleinen Pilates-Pins dazu. Es ist mir wichtig, diese Verbindung zu pflegen. Zu zeigen: Du bist nicht nur eine Nummer. Du bist nicht austauschbar. Du bist Teil von etwas. Teil einer Community, die mehr ist als eine Gruppe von Menschen, die zur gleichen Zeit Sport machen.
Beim Schreiben dieser Briefe denke ich auch an meine Oma. Sie verstarb mit 105 Jahren am 1. Dezember 2025 und war ein bemerkenswerter Mensch. Ich denke an ihre Werte. An das, was sie mir mitgegeben hat. Und ich denke an ihr Rezept, welches sie uns hinterlassen hat. Ein Rezept von ihr – ein Lebensrezept, das zum Motto werden sollte:
ein Lebensrezept
Jeden Tag den anderen eine Freude machen.
Jeden Tag mal herzlich lachen.
Jeden Tag stets gut gestimmt.
Ist ein Rezept das Sorgen nimmt.
Das hatte ich mir Ende 2024 für 2025 vorgenommen:
das Pilates-ABC - der Selbstlernkurs
Ja, er ist da, der Selbstlernkurs „das Pilates-ABC“. Mit dem kannst du die Grundlagen von Pilates bequem von zu Hause auslernen – Schritt für Schritt und ganz in deinem Tempo.
#PilatesMitAnna - Laufteam beim Firmenlauf in Oberhausen
Ja, wir haben den Firmenlauf wieder gerockt. Mit noch mehr Teilnehmern als zuvor. Hier bekommst du Impressionen vom Oberhausener Lauf 2025
Pilates-Workshops
Ja, zwei tolle Workshops gab es in 2025. Beide kannst du als Video-Aufzeichnung nachholen. Es lohnt sich
Volunteer bei der FISU 2025
Was für eine Erfahrung. So viele, dass ich meinen eigenen FISU-Bericht geschrieben habe, mit Bildern und Learnings fürs Leben.
Fahrradplätze vor dem Pilatesstudio
Ja, wir haben welche gebaut. Doch was soll ich sagen. Ihr seid so aktiv, dass sie nicht reichen. Da müssen wir wohl in 2026 noch mal anbauen 🙂
Webseiten-Upgrade
Es sind Kleinigkeiten, die entstanden sind, die dir dabei helfen, die Dinge auf meiner Webseite besser zu finden. Zum Beispiel kannst du im Shop bei den Video-Workouts filtern, um das passende Workout für dich zu finden. Und du kannst dich auch per SMS benachrichtigen lassen, wenn ein Kursplatz freigeworden ist (nicht nur per E-Mail).
Pilates-Fotoshooting
Das habe ich leider nicht geschafft. Zu voll war das Jahr. Doch aufgehoben ist nicht aufgeschoben.
Adventskalender
Leider war das nicht drin. Sehr schade, weil ich diese Aktion sehr mag. Ich versuche es 2026 wieder einzuplanen, spätestens aber, wenn ich mit dem Studium fertig bin, dann wird es so was wieder geben.
2025 kurz, knackig und spontan
Worauf bin ich 2025 stolz?
Dass ich mich von meinen Wechseljahren habe nicht unterkriegen lassen.
Die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?
Mein E-Bike und die Schwerpunktwahl in meinem Studium (ich habe den aufwändigeren Weg genommen, bei dem ich so viel mehr lernen darf).
Was waren die wichtigsten Themen und Momente?
Die FISU, mein gefühlt 6-wöchiger Urlaub und die große Pilatesstudie.
Was habe ich in 2025 über mich selbst gelernt?
Auch ich bin nicht grenzenlos belastbar.
Das habe ich in 2025 zum ersten Mal gemacht
Ich habe mich an einen Handstand ran gewagt – hat aber noch nicht geklappt. Als Volounteer Mülltonnen leeren.
Welche wichtige Lektion hat mir 2025 mitgegeben?
Das Leben ist endlich. Jede Lebensphase hat ihre Herausforderung.
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar
Über die Werte, die mir meine Familie mit gegeben hat. Für den starken Band innerhalb meiner kleinen Familie. Für den besten Mann der Welt!
Was waren meine größten Herausforderungen
Meine Wechseljahre und das Studium „nebenbei“.
Was lasse ich in 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2025?
Das nochmehr und nochmehr und nochmehr. Ich möchte wieder Pausen machen.
Projekte und Ziele in 2026
Mehr Fahrradständer am Pilatesstudio. Tolle Pilatesworkshops. Teilnahme am Pilates Research Forum und meinen Bachelorabschluss in Sportwissenschaften.
Mein Motto für 2026?
Pausen machen!
Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, sehe ich kein geradliniges Bild. Ich sehe keine perfekte Erfolgsgeschichte. Ich sehe Höhen und Tiefen, Siege und Niederlagen, Momente großer Freude und Momente tiefer Verzweiflung.
Aber genau das macht es echt. Genau das macht es menschlich. Und genau da liegen die wichtigsten Learnings:
Dankbarkeit trägt.
Dankbar für das, was meine Oma mir gelehrt hat. Für ihre Werte und ihre Liebe. Für das Lebensrezept, das sie mir hinterlassen hat. Dankbarkeit ist keine Verpflichtung – sie ist ein Geschenk, das wir uns selbst machen können. Ich tue dies mit meiner ständig länger werdenden Dankbarkeitsliste.
Experimente lohnen sich.
Der Samstags-Workshop war ein Experiment. Ich war unsicher, ob das funktioniert. Aber es hat funktioniert – und wie! Manchmal muss man einfach Dinge ausprobieren, ohne zu wissen, ob sie klappen. Der einzige Weg herauszufinden, ob etwas funktioniert, ist es zu tun.
Pausen sind nicht optional.
Sie sind lebensnotwendig. Mein Körper hat mir das im Dezember schmerzhaft vor Augen geführt. Wochenendtrips sind dabei so wertvoll – nicht die 1000km-Spontantrips, die zu anstrengend sind, sondern die kurzen Auszeiten in der Nähe. Holland statt Atlantik. Ruhe statt Raserei.
Gemeinschaft motiviert.
Die FISU-Learnings haben es gezeigt: Kulturelle Unterschiede respektieren, gleichzeitig sich selbst treu bleiben. Gemeinschaft trägt – beim Sport, im Leben, überall. Und manchmal ist es wichtig, selbst aktiv zu werden, statt zu warten, dass etwas passiert.
Identität verändert sich.
Die Gründung hat meine Identität verändert. „Ich bin Inhaberin eines Pilatesstudios“ – das klingt ganz anders als „Ich mache Pilates nebenbei“. Es ist nicht nur eine berufliche Veränderung. Es ist eine innere Verschiebung. Ein Ankommen bei mir selbst.
Vorurteile hinterfragen lohnt sich.
E-Bikes? War ich anfangs dagegen. Heute liebe ich meins. Manchmal öffnen sich genau dort Türen, wo man sie am wenigsten erwartet.
Studium und Business – es geht.
Mit Anstrengung, mit Durchhaltevermögen, mit der Bereitschaft, an die eigenen Grenzen zu gehen – nur bitte nicht überschreiten. Und jedes neue Stück Wissen macht mich zu einer besseren Trainerin.
Bewegung ist Medizin.
Bewegung hilft bei Wechseljahresbeschwerden. Wissenschaftlich belegt, an mir selbst getestet. Nicht die harte, leistungsorientierte Bewegung – sondern die sanfte, moderate, liebevolle Bewegung ohne Druck.
Wohlfühlen hat viele Facetten.
Feng Shui, Ausmisten, ein Wellnesskeller, neue Türschilder, Ordnung schaffen – all das trägt dazu bei. So wie der Körper Bewegung braucht, braucht die Seele Räume, in denen sie aufatmen kann.
Grenzen respektieren ist überlebenswichtig.
Und die Frühwarnzeichen des Körpers besser verstehen lernen. Nicht erst reagieren, wenn er schreit – sondern schon, wenn er flüstert. Das ist die Lektion, die ich mir selbst immer wieder neu vor Augen führen muss.
2025 hat mich gelehrt: Es ist okay, nicht immer eine Antwort zu haben. Zweifel sind nicht das Ende der Reise, sondern oft der Beginn von etwas Neuem. Das Jahr hat mir gezeigt, wie viel möglich wird, wenn man sich traut – Entscheidungen zu treffen, sich selbst zu vertrauen, die Herausforderungen anzunehmen, die auf dem Weg auftauchen.
Es hat mir auch gezeigt, dass Stärke nicht bedeutet, niemals zu fallen. Stärke bedeutet, immer wieder aufzustehen. Auch wenn es weh tut. Auch wenn man nicht weiß, ob man es schafft. Einfach aufstehen. Weitermachen. Vertrauen.
Für mich bedeutet das Jahr 2025 vor allem eines: Glaube an dich. Sei mutig. Gestalte das Leben, das du dir wünschst. Es ist nicht immer einfach, aber es ist immer möglich.
Ich wünsche dir für 2026, dass du Mut findest, deine Träume in die Realität umzusetzen. Und vor allem, dass du nie aufhörst zu glauben, dass alles möglich ist – wenn du es nur wirklich willst.
Vergiss nie:
Du kannst stark sein wie ein Baum,
strahlend wie die Sonne und
lebendig wie das Meer.
Hab ein gesundes und lebendiges Jahr 2026 – am besten mit Pilates!
deine
Pilates-Anna








Hallo Anna,
in einer bestimmten Art und Weise habe ich mich in deinem Artikel wiedergesehen. Mir ging es in diesem Jahr auch so. Die Wechseljahre haben mich mittlerweile seit 10 Jahren fest im Griff mit den unterschiedlichsten Herausforderungen. Schlaf- und Durchschlafstörungen in Verbindung mit Hitzewallungen fühlten sich an wie Folter, die in die Erschöpfung führt und ich kann sehr gut nachempfinden, was du gerade durch machst. Und wie du schon sagst: Man muss es nicht alleine tun.
Im diesem Jahr habe ich den Grundstein für meine Selbständigkeit als Ernährungs- Gesundheits- Lifestyle-Beraterin gelegt. Ich unterrichtete nebenberuflich Yoga, Pilates und war im Rehasport (Orthopädie) unterwegs und weiß aus eigener Erfahrung wie wertvoll sanfte Bewegungen sind. Ich wünsche dir viel Kraft, die herausfordernde Zeit durchzustehen und das wichtigste daran ist, eine hohe Achtsamkeit sich selbst gegenüber.
Liebe Grüße
Reina
Hallo Reina, dann haben wir tatsächlich viele Gemeinsamkeiten. Ich wünsche Dir alles alles Gute für Deine Selbstständigkeit und natürlich beim Pilates. Dann meistert sich irgendwie alles. Herzlichste Grüße, die Pilates-Anna
Liebe Anna,
Du schreibst, Du siehst kein geradliniges Bild. Ich sehe aber einen ganz klar dicken roten Faden in Deinen Zeilen, der Dich stets getragen hat.
Ich schrecke als mehrfach chronisch kranke Schmerzpatientin mit dem sehr anderen Leben und vom Schulsport traumatisiert noch immer vor „du mußt Dich nur mehr bewegen“ zurück und Pilates verbinde ich mit gruseligen Aufbauten und sehnig-durchtrainierten Menschen. In Deinem Blogartikel finde ich Worte, die zumindest die Möglichkeit in mir wachsen lassen, dass das nicht so sein muss. Ich glaube Deinen, für mich sehr gehaltvollen Blogeintrag, werde ich noch öfter lesen und ihn in mir nach klingen lassen. Vielleicht versöhnt mich das mit dem Begriff des Sports und der Vorstellung von Pilates.
Herzliche Grüße
SAM
Hallo Sam, Danke für Deine berührenden Zeilen. Schau Dir doch einfach mal einen „normalen“ Pilateskurs an, nicht die gestylten von Instagram. Vielleicht kannst Du da etwas für Dich entdecken. Für meine Pilateskurse kann ich auf jeden Fall sprechen und sicherstellen, dass dort ganz normale Menschen unterwegs sind und bei weitem nicht alle sehnig-durchtrainiert. Was sie aber gemeinsam haben: sie fühlen sich mit Pilates besser. Und darum geht es doch. Probiere es aus, liebe Sam.
Viele Grüße
Anna
Liebe Anna,
ein wunderbarer Rückblick voller Bewegung, Klarheit und persönlicher Entwicklung. Deine Reise durch Pilates, Achtsamkeit und Selbstfürsorge zeigt, wie wichtig es ist, Körper und Geist in Einklang zu bringen, und genau dieser Ansatz macht deinen Weg so inspirierend. Um ehrlich zu sein, habe ich mich an vielen Stellen wiedergefunden. Und Pilates habe ich tatsächlich 2025 zum ersten Mal ausprobiert und für gut (wenn auch echt anstrengend) befunden. 😉
Ich finde es großartig, wie du 2025 genutzt hast, um dich zu auszutesten und gleichzeitig andere auf ihrem Weg zu mehr Balance zu begleiten.
Ich wünsche dir für 2026 ganz viel Kraft, Freude und ausreichend Ruhepausen. Die sind in der Tat nicht optional, sondern notwendig.
Liebe Grüße
Stefanie
Hallo Stefanie, vielen Dank für Deine wertschätzenden Worte und für Deine Wünsche. Ja, Pilates darf auch anstrengend sein. Ich finde es großartig dass Du es ausprobiert hast und vielleicht ja auch dabei bleibst. die Pilates-Anna
Liebe Anna,
vielen Dank für deine Einblicke in dein Jahr! Ich gratuliere dir zum Studio! Ja, das glaub ich dir, dass dich das unheimlich stolz und glücklich macht! Ich ziehe den Hut, dass du das alles samt Studium und Wechseljahren (die kenn ich auch) geschafft hast.
Ich habe Pilates bereits in den 90ern ausprobiert und jetzt, während einer Mutterkur, wiederentdeckt. Ich hab Long Covid und ich merke, dass Pilates mir guttut und wieder Kraft gibt (dosiert natürlich).
Für 2026 wünsche ich dir weiter viel Erfolg und dass du deine Pausen gut einhalten kannst.
Liebe Grüße, Anke
Liebe Anke, vielen Dank für Deine Rückmeldung und Dein Gratulation. Ich habe gerade mal nachgeschaut. Dass Du Pilates bei Long Covid als Kraftgebend empfindest ist kein Zufall. Es wurde in Studien schon erkannt, dass sich die Gesamt-, körperliche und mentale Fatigue mit Pilates verbessert. Danke, dass Du mir den Schubs gegeben hast, danach mal zu recherchieren. Ganz sicher lohnt es sich, dazu mal einen Ratgeber zu schreiben. Herzliche Grüße und auch Dir alles Gute, die Pilates-Anna