Pilates Reformer oder Matte? Die ehrliche Antwort aus Wissenschaft und Praxis

Autorin: Anna-Maria Breil (Sportwissenschaftlerin i.A. & zertifizierte Pilatestrainerin)

Aktualisiert am Jan 17, 2026

Als Pilates-Trainerin mit 30 Jahren Erfahrung werde ich häufig gefragt: „Ist Reformer-Pilates nicht viel effektiver als Matten-Pilates?“ Diese Frage ist absolut berechtigt – schließlich sieht man die beeindruckenden Geräte überall in den sozialen Medien, und der Trend boomt regelrecht.

In meinem Studio in Oberhausen biete ich bewusst ausschließlich Matten-Pilates mit und ohne Kleingeräten an, nicht nur weil es deinen Geldbeutel schont, denn Geräte wie der Pilatesreformer sind sehr kostenintensiv, sondern weil ich nach so vielen Jahren Praxis, eigenen Verletzungserfahrungen nach einem Bandscheibenvorfall und dem intensiven wissenschaftlichen Sportstudium zu einer klaren Überzeugung gekommen bin.

Lass mich dir zeigen, was die Wissenschaft – und was die Praxis – wirklich über diese beiden Methoden aussagt. Die Antwort wird dich vielleicht überraschen, denn das Training am Pilatesreformer hat seine Stärke beim Ausbau der Maximalkraft und auch der Explosivkraft. Das Mattentraining dagegen ist Favorit, wenn es um Lebensqualität, Körperwahrnehmung, nachhaltige Tiefenmuskulatur und sanften Kraftaufbau auch im therapeutischen Ansatz geht, denn da steht neuromuskuläre Kontrolle und sensomotorisches Training an erster Stelle.

Die überraschende Wahrheit: Gleichwertig – und teilweise sogar überlegen

Wenn man sich durch die aktuelle Forschung arbeitet, zeigt sich ein sehr klares Bild. Ich habe fünf wissenschaftliche Studien für dich analysiert, die Matten-Pilates und Reformer-Pilates direkt miteinander vergleichen.

Studie 1: Vergleich Reformer-Pilates Training und Pilates Matwork (2017)

Forschende aus der Türkei untersuchten beide Pilates-Methoden über 8 Wochen bei Patienten mit Multipler Sklerose. Sie teilten die Teilnehmer in drei Gruppen auf: eine Gruppe übte auf der Matte, eine zweite Gruppe am Reformer, und eine dritte Gruppe diente als Vergleich ohne Pilates-Training. Die Ergebnisse waren verblüffend eindeutig: Die Teilnehmer am Matten-Pilates und die Teilnehmer am Reformer-Pilates verbesserten sich gleichermaßen bei:

  • Balance und Gleichgewicht ✓
  • Beweglichkeit im Alltag ✓
  • Kraft in der Körpermitte ✓
  • Müdigkeit und Erschöpfung ✓
  • Lebensqualität ✓

Einziger Unterschied: Die Reformer-Gruppe hatte etwas größere Fortschritte bei der Kraft der vorderen Bauchmuskulatur, was aber auch an der Auswahl der Übungen gelegen haben kann. Das Fazit der Forschenden: „Die Teilnehmer haben durch beide Pilates-Methoden ähnliche Vorteile erfahren.“

Studie 3: Direkter Vergleich der Gesamtwirkung (2020)

Deutsche Forschende führten eine besonders sorgfältig kontrollierte Studie durch, bei der sie beide Pilates-Methoden über mehrere Monate hinweg direkt miteinander verglichen. Sie untersuchten gesunde Erwachsene und schauten sich die Gesamtwirkung beider Methoden an.

Das klare Ergebnis: Beide Methoden sind gleich wirksam.

Aber warum ist das so? Die Forschenden erklären es so: Beide Methoden basieren auf denselben Pilates-Prinzipien – Atmung, Kontrolle, Zentrierung, Präzision, Fluss. Der Reformer bietet zusätzlichen Widerstand durch Federn, die Matte nutzt dein Körpergewicht. Die wichtige Botschaft: Der Reformer ist keine „Weiterentwicklung“ oder „bessere Version“ des Matten-Pilates. Es sind zwei Wege zum ähnlichen Ziel – mit unterschiedlichen Mitteln.

Studie 2: Körperhaltung und Aufrichtung (2022)

Eine koreanische Studie aus 2022 untersuchte etwas sehr Alltagsrelevantes, die Links-Rechts-Symmetrie deiner Körperausrichtung. D.h. Wie gut stehst du aufrecht? Hast du eine schiefe Haltung? Ist eine Schulter höher als die andere? Steht dein Becken schief. Stehst du mehr auf einem Bein als auf dem anderen? Die Forschenden wollten wissen: Welche Pilates-Methode hilft besser dabei, solche Ungleichgewichte auszugleichen?

Die Ergebnisse:

  • Sowohl die Teilnehmer am Matten-Pilates als auch die Teilnehmer am Pilates-Reformer verbesserten ihre Haltung und Körperaufrichtung deutlich und etwa in gleichem Maße

Anders gesagt: Beide Methoden helfen dir gleich gut dabei, aufrechter zu stehen und Schieflagen auszugleichen. Das gibt dir Sicherheit, dass du mit Mattenpilates, welches viel einfacher in Pilatesstudios zu finden ist und du auch im Onlinetraining machen kannst, absolut nichts verschenkst. Ganz im Gegenteil, du kannst mit Mattenpilates genauso effektiv trainieren, ohne den hohen finanziellen Invest beim gerätegestützten Pilates. Natürlich kommt es auf deinen Trainingsplan an, deine Trainingsintensität, die Auswahl der Übungen und wie gut diese von deinem Trainer angeleitet werden. Dazu kommen wir noch später.

Studie 4: Der Game-Changer – Schmerzen und Lebensqualität (2024)

Diese Studie aus 2024 ist besonders aufschlussreich. Die Forschenden verglichen drei verschiedene Methoden: Matten-Pilates, Reformer-Pilates und Hammock Yoga (Das ist Yoga, das in einem von der Decke hängenden Tuch, ähnlich wie Aerial Yoga oder Flying Yoga).

Die Teilnehmer waren Menschen mit chronischen Beschwerden – also Menschen, denen es im Alltag oft nicht gut geht, die Schmerzen haben, deren Lebensqualität eingeschränkt ist.

Die Ergebnisse nach 8 Wochen Training:

Alle drei Gruppen linderten ihre Schmerzen und verbesserten ihre Ausdauer, ihr Gleichgewicht und ihre Lebensqualität. ABER – und jetzt wird es interessant: Bei den beiden wichtigsten Faktoren für Menschen mit Beschwerden gab es deutliche Unterschiede:

  • Matten-Pilates reduzierte Schmerzen stärker und verbesserte die Lebensqualität mehr als Hammock Yoga und Reformer-Pilates

Was bedeutet das konkret?

Wenn du zu den Menschen gehörst, für die Schmerzreduktion, zum Beispiel wegen Rückenschmerzen oder Verspannungen und Lebensqualität die wichtigsten Ziele sind – und das sind die meisten von uns mit Alltagsbeschwerden – dann zeigt die Forschung: Matten-Pilates liefert die besten Ergebnisse. Nicht gleichwertig. Nicht „auch gut“. Sondern tatsächlich besser.

Studie 5: Reformer steht für athletische Leistung (2025)

Diese brandaktuelle Studie aus 2025 ist wichtig zu verstehen – denn hier sehen wir endlich einen klaren Vorteil für den Reformer. Aber auch, für wen dieser Vorteil relevant ist.

Die Forschenden untersuchten junge Amateur-Fußballspieler, also sportlich aktive Männer um die 20 Jahre, die mehrmals pro Woche Fußball spielen. Diese Gruppe bringt eine völlig andere Grundfitness mit als die meisten, denen ich in meinen Pilateskursen als Teilnehmende begegne.

Was wurde in der Studie untersucht? Die athletischen Leistungsparameter – also Dinge, die im Sport entscheidend sind: Wie hoch springst du mit einem Bein? Wie schnell kannst du die Richtung wechseln? Wie präzise und schnell sind deine Bewegungen?

Die Ergebnisse der Studie: Beide Testgruppen, also die die Matten-Pilates und die, die am PIlatesreformer trainiert haben, verbesserten sich deutlich. Die Sportler, die am Reformer trainiert haben, waren letztlich schneller bei den Richtungswechseln auf dem Fussballfeld und konnten bei plötzlichen Richtungswechseln explosiver sprinten

Warum ist das so? Der Reformer mit seinen Federn bietet spezifischen Widerstand, der explosive Bewegungen trainiert. Für Sportler, die genau solche Bewegungen brauchen, ist das Gold wert.

Aber – und das ist entscheidend – betrifft dich das? Diese „athletische Leistung“ bedeuten aus dem Stand 2 Meter weit springen können, in Sekundenbruchteilen die Richtung wechseln oder mit einem Bein explosiv abspringen.

Jetzt kannst du dich selbst fragen: Brauchst du das im Alltag?

Vielleicht willst und brauchst du genau das. Die meisten von uns jedoch – Berufstätige, Menschen über 40, Menschen mit Rückenbeschwerden, Mütter nach der Schwangerschaft – brauchen keine explosive Sprungkraft. Wir brauchen:

  • Sicheres Gehen auf unebenem Untergrund
  • Kraft zum Einkaufstaschen tragen
  • Einen schmerzfreien Rücken beim Arbeiten
  • Stabilität beim Treppensteigen
  • Und ja, Freude bei unseren sportlichen Freizeitaktivitäten

Und dafür, das zeigen die anderen Studien: Matten-Pilates reicht vollkommen aus. Ja, ist sogar in Bezug auf Schmerzlinderung und Lebensqualität besser geeignet.

Mein Fazit aus der Forschung

Die Studienlage ist eindeutig und differenziert:

  1. Bei grundlegenden Fitness-Parametern (Balance, Mobilität, Core-Stabilität, Körperausrichtung) sind beide Methoden gleichwertig.
  2. Bei athletischen Leistungsparametern (Sprungkraft, Explosivität, Agilität) hat der Reformer Vorteile – relevant für Sportler, nicht für Menschen mit Alltagsbeschwerden.
  3. Bei den Parametern, die für die meisten Menschen, die mitten im Leben stehen, entscheidend sind (Schmerzreduktion, Lebensqualität), zeigt Matten-Pilates stärkere Effekte.

Es geht nicht um „besser“ oder „schlechter“. Es geht um: Was passt zu deinem Leben, deinen Zielen, deinem Körper? Bist du ein 20-jähriger Fußballer, der seine Sprungkraft steigern will? Oder möchtest du den nächsten Liegestützwettbewerb gewinnen? Dann kann der Reformer sinnvoll sein. Bist du eine 45-jährige Büroangestellte mit Rückenschmerzen? Eine 55-jährige Frau, die nach der Menopause Kraft aufbauen möchte? Ein 60-jähriger Mann, der sicher und schmerzfrei durchs Leben gehen will? Dann sagt die Wissenschaft klar: Matten-Pilates ist nicht nur ausreichend – es ist optimal.

    Plank am Pilates reformer

    Der kritische Punkt: Sicherheit und Überforderung

    Wovor der Sportmediziner warnt

    Im NDR Schleswig-Holstein Magazin (2024) wurde ein kritischer Aspekt beleuchtet, der in der Diskussion um Reformer-Pilates oft untergeht: die Sicherheit für Anfänger.

    Der Sportmediziner in dem Beitrag bringt es deutlich auf den Punkt: „Reformer-Pilates ist eher etwas für Fortgeschrittene. Menschen sind bereits in die Geräte gefallen, weil die grundlegende Kraft oft nicht vorhanden ist.“ Das wird dir in keinem Prospekt gesagt. Das ist keine theoretische Warnung – das passiert tatsächlich in der Praxis. Der Reformer mit seiner beweglichen Plattform, den Federn und Gurten stellt koordinative und krafttechnische Anforderungen, die Anfänger häufig überfordern.

    Und diese Einschätzung teilen erfahrene Pilates-Experten weltweit: Mari Winsor, eine der bekanntesten Pilates-Instruktorinnen international, betont: Mattenarbeit ist gerade für Anfänger die bessere Wahl, weil der Fokus klar auf dem Erlernen von Muskelkontrolle liegt. Am Reformer hingegen brauchen Anfänger intensive Einzelbetreuung, weil so viel schiefgehen kann – die Koordination ist einfach zu komplex, wenn die Grundlagen fehlen.

    Die Qualität des Trainers ist entscheidend – bei beiden Methoden

    Egal ob Matte oder Reformer: Die Ausbildung und Erfahrung deines Trainers macht den entscheidenden Unterschied. Ein guter Pilatestrainer erkennt körperliche Besonderheiten, passt Übungen individuell an und greift korrigierend ein, bevor Fehler zu Beschwerden führen. Das gilt für beide Methoden.

    Beim Reformer ist diese Qualifikation noch kritischer. Mari Winsor spricht von „hawk-like supervision“ – also einer Betreuung mit Adleraugen. Am Gerät können Fehler durch den mechanischen Widerstand schneller zu Überlastung oder Fehlbelastung führen. Ein Trainer braucht nicht nur Pilates-Kenntnisse, sondern auch biomechanisches Verständnis, therapeutische Kompetenz und die Fähigkeit, Bewegungsmuster präzise zu analysieren.

    Bei Mattenpilates hast du eine größere Fehlertoleranz. Wenn du eine Übung nicht ganz korrekt ausführst, merkst du es meist selbst – dein Körper gibt dir direktes Feedback. Am Reformer kann das Gerät Fehler kompensieren oder sogar verstärken, ohne dass du es bemerkst. Deshalb: Achte bei der Wahl deines Studios nicht nur auf die Methode, sondern mindestens genauso auf die Qualifikation deiner Trainer. Frage nach Ausbildung, Zusatzqualifikationen und Erfahrung – besonders im therapeutischen Bereich. 

    Was ich in meinen Kursen täglich beobachte

    Diese Warnung bestätigt exakt, was ich in meinen Matten-Pilates-Kursen erlebe: Die „normalen Menschen von nebenan“ – Mütter mit Kleinkindern, Menschen im stressigen Bürojob, Personen über 40 mit jahrelanger Schreibtischarbeit – kommen bei Matten-Pilates bereits an ihre Kraftgrenzen, gerade wenn die Belastungen des Alltags schon genug auf den Schultern lasten.

    Auf der Matte, können genau diese Menschen in einem sicheren Rahmen, ohne Sturzgefahr, ohne bewegliche Plattform, ihre fundamentale Kraft aufbauen. Schritt für Schritt. Kontrolliert. Sicher. Die Matte „zieht“ nicht am Körper. Du bestimmst das Tempo, die Intensität, die Pausenlänge. Es gibt keine Federn, die dich zurückziehen, keine bewegliche Plattform, die deine Balance herausfordert, während du gleichzeitig eine komplexe Bewegung mit Gegengewichten ausführst. Wenn diese Menschen als Anfänger direkt auf den Reformer gehen würden – mit der zusätzlichen Koordinationsanforderung, der beweglichen Plattform, den Federn, die ihre eigene Dynamik haben – wäre das Risiko der Überforderung enorm. Genau das, wovor der Sportmediziner warnt.

    Meine persönliche Geschichte: Der schmerzhafte Lernprozess

    Ich spreche hier aus eigener, schmerzhafter Erfahrung – in einem anderen Kontext, aber mit derselben Lektion. 2018 hatte ich einen Bandscheibenvorfall. Als Pilates-Trainerin war ich hochmotiviert, schnell wieder fit zu werden. Ich dachte: „Ich weiß, was ich tue. Ich kann das schneller angehen.“ Ich habe einen klassischen Fehler gemacht: Ich habe zu früh an Geräten mit Widerständen trainiert.

    Das Ergebnis? Schmerzhafte Rückschläge, die meinen Heilungsprozess um Monate verzögert haben. Jeder Versuch, zu schnell zu viel zu wollen, warf mich zurück. Die Schmerzen flammten wieder auf. Die Frustration wuchs.

    Mehr zu meinem Heilungsweg und was mir wirklich geholfen hat, kannst du in meinem ausführlichen Artikel „Pilates bei Bandscheibenvorfall“ nachlesen.

    Anna liegt auf dem Gynmnastikball in der REHA nach dem Bandscheibenvorfall

    Die Lektion, die ich lernen musste

    Was ich bitter lernen musste: Der sanfte Weg ist der nachhaltige Weg. Sanft im Sinne von kleinschrittig und anfangs ohne zusätzliche Gewichte oder Widerstände. Der Boden und das eigene Körpergewicht reicht völlig aus, um sich nach Beschwerden zu erholen. Der Reformer ist da schlicht einfach zu viel.

    Und genau das zeigt auch die Wissenschaft: Die Cifti-Studie aus Kanada von 2024 belegt, dass Matten-Pilates bei Schmerzreduktion bessere Ergebnisse liefert als der Reformer. Das bestätigt, was ich am eigenen Körper erfahren habe.

    Bei Rückenbeschwerden oder anderen körperlichen Herausforderungen – und die haben viele meiner Kursteilnehmer – brauchst du keinen zusätzlichen Widerstand, der dich „pusht“. Du brauchst kontrollierten, sanften Aufbau. Dein eigenes Körpergewicht, vielleicht einen leichten Ball oder Ring – das reicht vollkommen aus, um tiefgreifende, heilende Veränderungen zu bewirken. Der Reformer mit seinen Federn kann verlockend sein. „Mehr Widerstand = bessere Ergebnisse“, denkt man. Aber er birgt auch die Gefahr, dass wir zu früh zu viel wollen – und uns damit selbst schaden.

    Diese Erfahrung hat meine Überzeugung geprägt: In der Therapie, beim Aufbau, bei Schmerzen, bei der Basis im Alltag ist weniger oft mehr.

    Die unterschätzte Stärke von Mattenpilates: Propriozeption ohne externe Unterstützung durch Geräte

    Was ist Propriozeption und warum ist sie so wichtig?

    Propriozeption ist deine Fähigkeit, deinen Körper im Raum wahrzunehmen – jederzeit zu spüren, wo sich deine Arme, Beine, dein Rumpf befinden, ohne hinschauen zu müssen. Diese unbewusste Körperwahrnehmung ist fundamental für jede Bewegung, die du im Alltag machst.

    Wenn du eine Treppe hinuntergehst, muss dein Körper präzise wissen, wo dein Fuß ist und wie weit der nächste Treppenabsatz entfernt ist. Wenn du dich bückst, um etwas vom Boden aufzuheben, muss dein Rücken genau spüren, in welcher Position er sich befindet. Wenn du auf unebenem Untergrund – Kopfsteinpflaster, Waldboden, nassem Laub – gehst, passt dein Körper ständig seine Balance an, ohne dass du bewusst darüber nachdenkst. Wenn du stolperst, reagiert dein Körper in Sekundenbruchteilen, um einen Sturz zu verhindern.

    All das funktioniert nur, wenn deine Propriozeption (auch Sensomotorik genannt) gut trainiert ist. Sie ist das unsichtbare System, das dich sicher und koordiniert durch den Alltag bringt.

    Und hier ist das Problem: Mit zunehmendem Alter nimmt diese Fähigkeit natürlicherweise ab. Durch Alterungsprozesse, durch Verletzungen aber auch durch zu viel. Die Folgen sind konkret spürbar: Du fühlst dich wackeliger, hast ein schlechteres Gleichgewicht, fühlst dich unsicherer beim Gehen, hast Angst zu stolpern, vertraust deinem Körper weniger, bewegst dich vorsichtiger und steifer.

    Deshalb ist es so wichtig, Propriozeption gezielt zu trainieren. Ein gut funktionierendes propriozeptives System bedeutet: Du bewegst dich sicher, koordiniert und selbstbewusst. Du reagierst schnell, wenn etwas Unerwartetes passiert. Du verhinderst Stürze, bevor sie passieren. Du vertraust deinem Körper – und das gibt dir Freiheit in der Bewegung.

    Standing Pilates Flamingo

    Warum Matten-Pilates Propriozeption besonders intensiv trainiert

    Und genau hier liegt die große, oft übersehene Stärke von Matten-Pilates: Es trainiert deine Propriozeption auf eine Weise, die gerätegestütztes Training nicht leisten kann.

    Der Grund liegt im fundamentalen Unterschied der Trainingsmethode:

    Beim Matten-Pilates trägt und stabilisiert dein Körper sich vollständig selbst. Deine tiefen Stabilisatoren – die kleinen Muskeln entlang der Wirbelsäule, rund um die Gelenke, in der Tiefe deines Rumpfes – müssen konstant arbeiten, um jede Position zu halten und jede Bewegung zu kontrollieren. Sie bekommen kein Feedback von außen, keine mechanische Unterstützung, keine Korrektur durch ein Gerät. Dein neuromuskuläres System muss die gesamte Arbeit selbst leisten. Und das ist immens wichtig.

    Beim Reformer-Pilates, ähnlich wie beim Krafttraining an Geräten im Fitnessstudio,  übernehmen die Geräte einen Teil dieser Stabilisierungsarbeit. Die Führungsschienen im Fitnessstudio geben die Bewegungsrichtung vor. Die Federn und Gurte des Reformers unterstützen bestimmte Bewegungen. Die feste Konstruktion der Geräte gibt deinem Körper konstantes externes Feedback: „Hier ist oben, hier ist unten, das ist die Bewegungsrichtung.“

    Das klingt zunächst hilfreich – und für manche Situationen ist es das auch. Aber für das Training deiner Propriozeption ist es nicht hilfreich.

    Dennis Clark, der ein renommiertes Pilates-Studio in Italien leitet, erklärt das Problem so: Anfänger am Reformer lernen oft, sich auf die großen, äußeren Muskeln zu verlassen, um mit der Bewegung des Geräts zurechtzukommen. Dabei verfehlen sie genau das, was Pilates ausmacht – die Aktivierung der tiefen Stabilisatoren. Der Körper wird durch die externe Mechanik verwirrt und entwickelt falsche Bewegungsmuster.

    Dein Körper lernt, sich auf diese externe Unterstützung zu verlassen. Er aktiviert bevorzugt die großen, globalen Muskeln – die „Bewegungsmuskeln“ – weil die für die kraftvolle Bewegung gegen den Widerstand zuständig sind. Die kleinen, tiefen Stabilisatoren werden weniger gefordert, weil das Gerät einen Teil ihrer Arbeit übernimmt.

    Das Problem dabei: Im Alltag gibt es keine Geräte, die dich unterstützen. Wenn du auf der Straße stolperst, gibt es keine Führungsschiene. Wenn du eine schwere Einkaufstasche trägst, gibt es keine Federn, die dir helfen. Wenn du dich bückst, um dein Kind hochzuheben, gibt es kein Gerät, das deine Wirbelsäule stabilisiert.

    In meinem Artikel „Pilates oder Krafttraining“ – gehe ich darauf ein, warum klassisches Krafttraining an Geräten zwar die großen Muskeln stärkt, aber die tiefe, stabilisierende Muskulatur und die Propriozeption vernachlässigt.

    Beim Matten-Pilates trainierst du genau das, was du im echten Leben brauchst: Dein Körper lernt, sich selbst zu stabilisieren, zu kontrollieren, zu koordinieren – ohne externe Hilfe. Deine tiefen Stabilisatoren werden aktiviert und gekräftigt. Dein propriozeptives System wird geschult, weil es konstant arbeiten muss. Das ist funktionelles Training im wahrsten Sinne.

    Was das konkret für dich bedeutet

    Wenn du regelmäßig Matten-Pilates praktizierst, baust du eine fundamentale Körperkontrolle auf, die sich direkt in deinen Alltag übersetzt. Du gehst sicherer auf unebenem Untergrund. Beim Treppensteigen entwickelst du mehr Sicherheit und Vertrauen. Wenn du Einkaufstaschen oder andere Lasten trägst, stabilisierst du deinen Rumpf automatisch richtig. Du entwickelst eine natürliche, gesunde Haltung unter Last, ohne bewusst darüber nachdenken zu müssen. Deine Propriozeption ist so gut geschult, dass dein Nervensystem in Millisekunden die richtige Bewegung einleitet – meist, bevor du überhaupt bewusst merkst, was passiert ist.

    Bei allen Alltagsbewegungen entwickelst du ein besseres Körpergefühl. Du spürst, wie du sitzt, stehst, dich bewegst. Du merkst früher, wenn eine Haltung ungünstig ist, und korrigierst sie automatisch. Diese ständige, unbewusste Selbstkorrektur ist der Schlüssel zu langfristiger Gesundheit. Reformer-Pilates und Krafttraining an Geräten können großartig für spezifische Ziele, wie athletische Kraft sein – aber für die fundamentale Körperkompetenz, die du jeden Tag brauchst, ist die Matte unschlagbar.

    Auch für Powersportler: Mattenpilates als intelligenter Ausgleich

    Du joggst regelmäßig? Trainierst im Gym mit schweren Gewichten? Spielst Fußball oder boxt? Dann kennst du das Prinzip: höher, schneller, weiter. Noch mehr Kraft entwickeln, noch mehr Tempo aufbauen. Doch genau hier liegt oft das Problem – denn dein Körper kann nicht dauerhaft nur in eine Richtung arbeiten, ohne dass irgendwann das System kippt.

    Das gilt übrigens genauso, wenn dein Hauptziel nicht sportliche Leistung ist, sondern Körperformung – der knackige Po, Sixpack, schlanke Taille. Viele junge Menschen, geprägt von Instagram und Fitness-Trends, glauben: Ein knackiger, definierter Körper entsteht nur durch intensives Krafttraining an Geräten – wie auch der Pilates-Reformer. Und ja, Krafttraining formt den Körper. Kurzfristig funktioniert das auch und sieht gut aus. Langfristig aber ist das ein Trugschluss. Wenn du nur auf Power setzt, nur die großen, sichtbaren Muskeln trainierst und die tiefen Strukturen vernachlässigst, baust du auf wackligem Fundament. Die äußere Form hält nicht, wenn im Laufe des Lebens innen die Stabilität fehlt. Und irgendwann zahlt dein Körper die Rechnung – mit Dysbalancen, Verletzungen, Überlastung.

    Krafttraining am Pilatesreformer

    Wer viel joggt, braucht Stabilisationstraining. Wer große Muskeln aufbaut, muss auch die kleinen, tiefen Muskeln trainieren. Wer Powersport macht – sei es Boxen, Fußball, intensives Tanzen oder Crossfit – braucht starke Tiefenmuskulatur und eine trainierte Propriozeption als Fundament. Sonst fehlt die Basis, auf der die große Kraft sicher arbeiten kann.

    Hier kommt ein wichtiger Gedanke: Reformer-Pilates gehört in die gleiche Kategorie wie Kraftsport – es ist kraftorientiertes Training mit externem Widerstand. Mattenpilates hingegen ist der Ausgleich dazu. Es ist nicht entweder Matte oder Reformer, sondern: Wenn du leistungsorientiert trainierst, brauchst du beides. Du brauchst die Power – und du brauchst das Gegengewicht. Das Training, das dich erdet, stabilisiert und deine tiefen Strukturen aktiviert.

    Aus meiner eigenen Geschichte als Fitnesstrainerin kann ich sagen: Ich habe jahrelang nur auf Power gesetzt – Laufen, Langhanteltraining, Aerobic. Pilates fand ich zu ruhig. Bis mich 2018 der Bandscheibenvorfall zwang, umzudenken. Heute weiß ich: Der Ausgleich ist nicht optional. Er ist notwendig, wenn du langfristig gesund und leistungsfähig bleiben willst.

    Icon Tipp

    Der Schlüssel: Pilates von Grund auf lernen. Starte mit der Checkliste der Pilates Grundlagen. Kostenfrei als Basis für dein effektives Pilatestraining.

    Für wen ist was geeignet? Die ehrliche Empfehlung

    Mit mehr als 30 Jahren Praxiserfahrung als Trainerin, einem sportwissenschaftlichen Studium, der aktuellen Forschung als Basis und meiner eigenen Verletzungserfahrung habe ich eine klare Einschätzung:

    Matten-Pilates ist ideal für:

    Menschen, die Pilates als therapeutischen Ansatz nutzen möchten

    • Bei Rückenbeschwerden oder nach Bandscheibenvorfall
    • Bei chronischen Schmerzen
    • Nach Verletzungen
    • Zur Prävention von Beschwerden
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    Anfänger ohne Vorerfahrung

    • Die erst einmal Grundkraft aufbauen müssen
    • Die Körperkontrolle erlernen wollen
    • Die koordinativ noch unsicher sind
    • Die das Verletzungsrisiko minimieren möchten
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    Wiedereinsteiger nach langer Pause

    • Die ihre Kraft neu aufbauen
    • Die vorsichtig starten möchten
    • Die erst die Grundlagen reaktivieren sollten
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    Menschen mit hoher Alltagsbelastung

    • Berufstätige mit Schreibtischjob und Verspannungen
    • Mütter mit Kleinkindern und Rückenbeschwerden
    • Menschen über 40, die nachhaltig aufbauen möchten
    • Alle, die kein zusätzliches Verletzungsrisiko eingehen wollen
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    Alle, die tiefe, propriozeptive Arbeit schätzen

    • Die fundamentale Körperkontrolle aufbauen wollen
    • Die Alltagsbewegungen verbessern möchten
    • Die nachhaltigen Aufbau über schnelle Erfolge stellen
    • Die Körperwahrnehmung schulen wollen
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    Leistungssportler und Fitnessenthusiasten als intelligenten Ausgleich

    • Zu kraftorientiertem Training (Gym, Reformer, Crossfit)
    • Zu Ausdauersport (Joggen, Fußball, Boxen, intensives Tanzen)
    • Für Regeneration und Verletzungsprävention
    • Zum Training der tiefen Stabilisatoren, die beim Powersport vernachlässigt werden
    • Weil langfristige Gesundheit nur mit Ausgleich funktioniert
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    Budget-bewusste Menschen mit Wunsch nach Flexibilität

    • Kostengünstigere Kurse bei hoher wissenschaftlich nachgewiesener Effektivität
    • Training zu Hause möglich
    • Kleingeräte für 5-70€

    Reformer-Pilates kann geeignet sein für:

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    Fortgeschrittene mit stabiler Grundkraft

    • Die bereits regelmäßig und intensiv 6-12 Monate Matten-Pilates praktiziert haben
    • Die sicher kontrollierte Bewegungen ausführen können
    • Die koordinativ stabil und sicher sind
    • Die das körperliche Fundament gelegt haben
    Favicon Webseite Pilates mit Anna

    Athleten mit spezifischen Leistungszielen

    • Die gezielt explosive und maximale Kraft aufbauen möchten
    • Die Sprungkraft für ihren Sport verbessern wollen
    • Die an athletischen Parametern arbeiten (siehe Fußball-Studie)
    • Die bereits eine solide Kraftbasis haben
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    Menschen, die zusätzliche Herausforderungen suchen

    • Als Ergänzung zur etablierten Mattenpraxis
    • Für neue Bewegungsreize nach solidem Aufbau
    • Mit einem guten Körpergefühl und Bewegungskontrolle
    • Für sportlich sehr fitte Menschen, die eine hohe Belastungsintensität suchen

    Wichtige Sicherheitshinweise für Reformer:

    Wenn du Reformer ausprobieren möchtest, beachte bitte:

    • Erst NACH Aufbau der Basiskraft auf der Matte
    • In kleinen Gruppen oder Einzelunterricht
    • Trainiere bei erfahrenen und gut ausgebildeten Trainern
    • besonderer Vorsicht bei Rückenbeschwerden oder Verletzungshistorie
    • Höre auf die Warnung des Sportmediziners: Grundkraft muss vorhanden sein

    Reformer oder Matte: Deine Entscheidungshilfe

    Die folgende Übersicht fasst die Kernaspekte im Vergleich von Pilates am Reformer und Matwork Pilates auf der Matte noch mal zusammen:

    Icon Tipp

    Der Schlüssel: Pilates von Grund auf lernen. Starte mit der Checkliste der Pilates Grundlagen. Kostenfrei als Basis für dein effektives Pilatestraining.

    Warum ich in meinem Pilatesstudio den Weg der Matte gehe

    Die Wissenschaft bestätigt, was ich in 30 Jahren Pilates-Praxis erlebt und am eigenen Körper erfahren habe: Matten-Pilates ist nicht die „einfachere“ oder „schlechtere“ Alternative zum Reformer – es ist eine gleichwertige, in vielen Aspekten sogar überlegene Methode.

     

    • Was die Forschung eindeutig belegt: Studien belegen, dass beide Methoden bei Kraft, Balance und Körperausrichtung gleichwertig sind, der Reformer Vorteile bei athletischen Parametern hat, Matten-Pilates aber bei Schmerzreduktion und Lebensqualität – den Faktoren, die für die meisten Menschen entscheidend sind – bessere Ergebnisse liefert.
    • Was die Praxis unmissverständlich zeigt: Sportmediziner warnen vor Überforderung am Reformer bei Anfängern. Ich erlebe täglich, dass normale Menschen mit Alltagsbelastung bei Matten-Pilates bereits an gesunde Kraftgrenzen kommen. Und Matten-Pilates trainiert Körperwahrnehmung ohne maschinelle Hilfe intensiver – genau das, was du im Alltag brauchst.
    • Was meine eigene Geschichte mich gelehrt hat: Nach meinem Bandscheibenvorfall habe ich den schmerzhaften Fehler gemacht, zu früh mit Widerständen zu trainieren, und musste lernen, dass der sanfte Weg der nachhaltige Weg ist – was auch für viele andere Verletzungen und Beschwerden gilt.

    Meine tiefe Überzeugung:

    Ich biete bewusst Matten-Pilates an, weil es:

     

    1. Wissenschaftlich fundiert ist – mit nachweislich besseren Ergebnissen bei Schmerz und Lebensqualität
    2. Sicher ist – kein Risiko der Überforderung, kein „In-Geräte-Fallen“, keine bewegliche Plattform, die koordinativ überfordert
    3. Therapeutisch hochwirksam ist – ideal für Rückenbeschwerden, chronische Schmerzen und sanften, kontrollierten Aufbau ohne Rückschläge
    4. Propriozeptiv tiefgreifend ist – trainiert fundamentale Körperkontrolle ohne maschinelle Hilfe, die Basis für sicheres Bewegen im Alltag
    5. Alltagsrelevant ist – die erlernte Kontrolle überträgt sich direkt in dein Leben, beim Treppensteigen, Einkaufstaschen und Kinder tragen, auf unebenem Untergrund
    6. Und weil es kostengünstiger und auch zu Hause umsetzbar ist
    Pilates Workshops

    Der Reformer hat definitiv seine Berechtigung – für Fortgeschrittene mit solidem Fundament, und für spezifische athletische Ziele. Aber für die meisten Menschen, die zu mir kommen – mit Rückenbeschwerden, Alltagsstress, Schreibtischjob-Verspannungen, dem Wunsch nach nachhaltigem Kraftaufbau ohne Verletzungsrisiko und dem Ziel, Schmerzen zu reduzieren und Lebensqualität zu verbessern – ist Matten-Pilates nicht der Kompromiss. Es ist die optimale, wissenschaftlich fundierte, sichere Wahl.

    Und das sage ich nicht, weil ich kein Reformer-Studio betreibe. Ich sage es, weil die Wissenschaft es mit Studien belegt, die Praxis es bestätigt, meine 30-jährige Erfahrung es lehrt, und ich es am eigenen Körper schmerzhaft gelernt habe.

    Die Matte ist kein Kompromiss. Sie ist eine bewusste, ehrliche, wissenschaftlich fundierte Wahl für nachhaltiges Training – und zum Glück auch die günstigere und flexibler nutzbare Möglichkeit für dein Training.

    Fazit: Lerne Pilates richtig: Egal ob auf der Matte oder für den Reformer

    So oder so lohnt es sich also, Pilates von Grund auf zu lernen. Nur wenn du die Pilatesprinzipien verinnerlichst, wirst du die Effekte von Pilates voll ausschöpfen können. Das gilt sowohl für Mattenpilates als auch für Pilates an Geräten wie den Reformer. Deshalb lege ich dir meine kostenfreie Checkliste der Pilates-Grundlagen ans Herz. Wenn du mit Pilates neu einsteigst, hilft sie dir, die wichtigsten Grundlagen zu erfassen und wenn du schon eine Weile Pilates machst, kannst du den Selbstcheck für dich machen, ob du alle Prinzipien auf dem Schirm hast oder sie im Zweifelsfall auffrischen. Hohle dir also jetzt und hier die Pilates-Grundlagen.

     

    deine

    Pilates-Anna

    Anna-Maria Breil - Tipps für mentale Stärke

    Wissenschaftliche Quellen und weiterführende Links:

    Studien:

    1. Küçük F, Kara B, Poyraz EÇ, İdiman E (2017): The effects of Mat Pilates and Reformer Pilates in patients with Multiple Sclerosis: A randomized controlled study. NeuroRehabilitation 2017;41(2):413-422.
    2. Sim YJ, Kim H, Shin MS, Jee YS (2022): Effects of Mat Pilates and Reformer Pilates on Body Alignment and Muscular Activity. Physical Therapy Korea, 29(4):282-289.
    3. Mueller J, Weinschenk S, Müller J (2020): Pilates Training in Comparison – Mat vs. Reformer: A Randomized Controlled Trial. Journal of Bodywork and Movement Therapies, 25:35-40.
    4. Cifti E, Ozkan S, Portakl D (2024): Comparison of Mat Pilates, Reformer Pilates and Hammock Yoga on Pain, Endurance, Balance and Quality of Life. Korean Journal of Health Science, 23(2):45-56.
    5. Yılmaz O, Kaplan T, Batalik L (2025): Randomised controlled study on the effects of pilates exercises in soccer: Comparing mat and reformer methods on physical and technical performance. PLOS One.

    Medienberichte und Expertenaussagen:

    1. NDR Schleswig-Holstein Magazin (2024): Reformer-Pilates: Wie effektiv ist der Fitnesstrend? – Sportmediziner warnt vor Überforderung bei Anfängern.
    2. Gaiam (2022): Should You Do Pilates on a Mat or on a Reformer? – Experteninterviews mit Dennis Clark und Mari Winsor.

    Weitere wissenschaftliche Hintergründe:

    1. Effect of mat Pilates on postural control in breast cancer survivors (2025): Studie zu Propriozeption und neuromuskulärer Koordination.
    2. Functional training versus Mat Pilates in Parkinson’s disease (2022): Studie zur Stimulation von Propriozeption durch Mat Pilates.
    3. Journal of Bodywork and Movement Therapies (2021): Enhanced core activation with Pilates Ring – zitiert via Peloton Blog.

    Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei Beschwerden oder Verletzungen konsultiere bitte einen Arzt oder Physiotherapeuten, bevor du mit einem Trainingsprogramm beginnst.

    Anna-Maria Breil / die Pilates-Anna

    Anna-Maria Breil / die Pilates-Anna

    Sportwissenschaftlerin i.A. / Inhaberin Pilatesstudio

    Leidenschaft, Motivation und unglaubliche Freude an Bewegung zeichnen mich aus. In diesem  einzigartigen Pilates-Onlineratgeber bekommst du von mir alles rundum Pilates und einen rückengesunden Körper – leicht verständlich und nützlich verpackt. Ich wünsche mir für dich, ein aktives Leben voller Energie und Gesundheit. Pilates kann dir dabei helfen. Mehr über mich …

    4 Kommentare

    1. Bettina Kittel

      Hallo Anna, danke für die fundierte, unparteiische und hilfreiche Gegenüberstellung der beiden Trainingsansätze! VG und auf bald auf der Matte in deinem wunderschönen Studio Bettina

      Antworten
      • Anna-Maria Breil

        Danke Bettina, es hat alles seine Vorteile. Es ist mir wichtig, da genauer hinzuschauen, um für sich das ideale zu finden. Bis bald auf der Matte 🙂

        Antworten
        • Karin

          Auch von mir ein großes Dankeschön, Anna, für diesen Artikel. Du stellst den Menschen mit seinen Bedürfnissen stets vor die sportliche Leistung.

          Deine Erklärungen, dein technisches Know-how und deine Fähigkeit, auf unterschiedliche Level einzugehen, machen dich zu einer außergewöhnlichen Trainerin. Du bist immer ansprechbar und motivierend – auch dann, wenn es mal nicht so gut läuft.
          Wenn man schon länger im Fitnessbereich unterwegs ist, hat man das eine oder andere gesehen und ausprobiert. Bei dir und deiner Methode fühle ich mich stets sehr gut aufgehoben.

          Antworten
          • Anna-Maria Breil

            Danke liebe Karin für das Kompliment, was natürlich gut tut. Du bringst es auf den Punkt. In der Fitnessbranche gibt es ganz unterschiedliche Qualitäten und nicht alles ist für jeden geeignet. Deswegen versuche ich immer wieder aufzuklären. Danke fürs Lesen und Dein Feedback. Die Pilates-Anna

            Antworten

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