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Last Updated on 20. Juli 2022 by Anna-Maria Breil

Beitragsbild: Was sind Verspannungen und wo kommen sie her?

Warum bin ich immer so verspannt? Woher kommen Verspannungen? Schmerzen im Rücken oben in der Mitte. Manchmal sind es auch Schmerzen vom Nacken bis in den Kopf. Oder vom Nacken in die Schultern und in die Arme. 

Kommt dir das bekannt vor: Nach dem Schlafen am Morgen drückt und zieht es überall und du hast Schmerzen im Rücken? Du hast das Gefühl, du bist ständig verspannt, die Schultern tun weh, manchmal sind es auch Schmerzen vom Nacken bis in den Kopf.

Nach dem Lesen dieses Artikels kennst du die verschiedenen Ursachen, welche zu Verspannungen führen, weißt woher sie kommen und verstehst wie sie entstehen. Damit hast du eine gute Basis, um Maßnahmen zu ergreifen, Verspannungen zu lösen und langfristig zu vermeiden.

Bevor wir einsteigen und der Frage “Woher kommen Verspannungen?” auf den Grund gehen, lade dir direkt schon mal für 0,00€ die pdf Checkliste mit allen alltagstauglichen Maßnahmen gegen Verspannungen herunter. Sie gibt dir wirksame Tipps bei Verspannungen und Schmerzen im oberen Rücken.

Und dann kann es losgehen. 

Als Verspannung wird ein schmerzhafter Zustand insbesondere der Nacken- oder Schultermuskulatur bezeichnet, bei dem sich der Muskeltonus durch Überanstrengung oder einseitige Haltung dauerhaft verstärkt hat. Verspannungen an anderen Körperstellen treten zwar ebenfalls auf, sind aber wesentlich seltener (Wikipedia).

Diese Schmerzen, meistens im oberen Rücken, Nacken- und Schulterbereich, kommen bereits bei kleinsten Bewegungen, wie ein Beißen in der Muskulatur. Kennst du das? 

Um den Muskelschmerz zu vermeiden, nimmst du unbewusst eine Schonhaltung ein, was die Anspannung einiger Muskeln zusätzlich verstärken kann. du ziehst zum Beispiel die Schultern nach oben. So werden die Verspannungen noch verstärkt. Ein unangenehmer Teufelskreis. Doch diese Schmerzen in den Muskeln sind nicht alles, woran du Verspannungen erkennen kannst.

Wie merkst du Verspannungen?

Die Symptome, die mit Verspannungen einhergehen, sind recht individuell. Die Teilnehmer*innen in meinen Rücken-Pilates-Kursen berichten von ganz unterschiedlichen Merkmalen. 

Daran merkst du Verspannungen:

 

  • Kopfschmerzen
  • Schulter- und Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Druckschmerz
  • Muskelverhärtungen
  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Schlechter Schlaf
  • Hochgezogene Schultern
Infografik Symptome von Verspannungen

Die Schmerzen eines verspannten Nackens ziehen durchaus bis in den Kopf, bis in die Schultern oder in die Arme. Gerade im oberen Rücken sind Schmerzen deutlich. Wenn du versuchst mit den Händen hinein zu greifen, fühlt sich der Nackenbereich auf den Schultern meist richtig fest an.

Der Nacken ist dabei nicht nur die hintere Seite deiner Halswirbelsäule, sondern erstreckt sich über den oberen Rücken zwischen den Schultern entlang.

Wegen dieser vielfältigen Symptome kommen meine Teilnehmer*innen in meinen Rücken-PILATES & Stretch Kurs. Denn da begegnen wir nicht nur den Symptomen, sondern auch den Ursachen. Schließlich wollen sie einfach nur schmerzfrei sein und sich im Alltag wieder fit und wohl fühlen. 

Doch schauen wir uns zuerst an, warum der Nacken und der obere Rücken überhaupt verspannt.

Woher kommen Verspannungen? Warum verspannt der Nacken?

Bei der Frage „Was sind Verspannungen und woher kommen sie?“, möchte ich dich in die Steinzeit entführen.

Damals vor tausenden von Jahren, als wir Menschen noch im Wald gelebt haben, war eine extreme Anspannung der Muskulatur eine Lebensversicherung. Plötzliches Feuer sorgte dafür, dass sich der ganze Körper mit Adrenalin und Cortisol (Stresshormon) auflädt, so dass wir die Flucht ergreifen konnten. 

Auch heute sind wir in extremen Notsituationen zu unmenschlichen Leistungen fähig. Wir retten Menschen und entfachen ungeahnte Kräfte, wenn wir Angst haben und uns in Sicherheit bringen wollen. Wenn du schon einmal vor einem freilaufenden knurrenden Hund davongerannt bist, weißt du was ich meine.

Es ist wichtig, dass unser Körper in der Lage ist, sich auf Knopfdruck anzuspannen. Diese Funktion ist überlebenswichtig. Wenn diese Anspannung inklusive der Ausschüttung von Stresshormonen jedoch länger anhält, wird es zu viel. Dann entstehen Verspannungen.

Vielleicht sagst du dir jetzt, dass du doch gar nicht ständig vor einem Hund davon läufst oder Menschen aus einem Großbrand rettest. Ich hoffe für dich, dass du das nicht ständig tun musst. 

Heutzutage versetzen wir unseren Körper bereits mit anderen Dingen unter Anspannungsstress. Das sind viel kleinere Dinge, die so alltäglich geworden sind, dass du sie vermutlich kaum noch wahrnimmst. 

Ein paar Beispiele:

 

  • du stehst unter Strom, weil du zu spät zu einem Termin kommen könntest.
  • Streitigkeiten mit Bekannten, Kollegen oder dem Chef zu Themen, die dir wichtig sind, bringen dich förmlich in Wallung. 
  • deine ToDo Liste ist voll mit wirklich wichtigen Dingen.
  • du kannst deinen Plänen nicht nachkommen, weil ständig etwas dazwischen kommt.
  • Ein aufgebrachter Kunde beschwert sich bei dir und du brauchst richtig Kraft, um ihn zu beruhigen. 
  • Dein letzter richtiger Urlaub ist schon viel zu lange her.
  • Nachts schläfst du nicht gut oder zu wenig.

Kommen dir solche Momente bekannter vor? Alles das sind Situationen, welche deinem Körper eine Notlage signalisieren. Der Fluchtmechanismus wird vorbereitet. Dagegen kannst du dich gar nicht wehren.

Schaffst du es nicht, immer wieder für Entspannung zu sorgen, sind dir Verspannungsschmerzen sicher. Ob als Kopfschmerzen oder im Nacken und Rücken. An dieser Stelle lege ich dir nochmal die Checkliste mit den 36 Maßnahmen gegen Verspannungen ans Herz, welche du dir herunterladen kannst. 

Die Auswirkungen von Stress sind vielfältig. Und auch hier besteht ein Teufelskreis. Verspannungen sind sehr häufig eine Ursache von Stress. Stress ist eine häufige Ursache von Verspannungen. Jedoch nicht die Einzige. 

Ursachen für Verspannungen im Alltag

Eine Antwort auf die Frage „Was sind Verspannungen“ hast Du nun schon bekommen. Wir haben uns auch angeschaut, wie du Verspannungen erkennen kannst und ich habe dir verschiedene Beispielsituationen geschildert, die zu Verspannungen im Nacken führen können. 

Nun sind wir also bei den Ursachen von Verspannungen angekommen. Häufig lassen sich mehrere Ursachen ausmachen. Schaue in deinen eigenen Alltag. Manche Alltagssituationen sind schon so normal, dass du sie als Ursache für Verspannungen gar nicht mehr ausmachst. 

Vielleicht erkennst du einige Ursachen so oder so ähnlich auch in deinem Alltag wieder:

Infografik Ursachen von Verspannungen
  • Der Geierhals: Er entsteht, wenn der Rücken beim Sitzen rund ist, die Schultern nach vorne fallen und so den Kopf in den Nacken kippen lassen. Der Körper versucht so, eine ungünstige Statik im Nackenbereich auszugleichen.
  • Zu wenig Muskeln im oberen Rücken und den Schultern durch zu wenig Beanspruchung der Schultermuskulatur v.a. am Schreibtisch, beim Autofahren oder im Haushalt.
  • Dysbalance im Schultergürtel: Dauerbeanspruchung des Trapezmuskels und Verkürzung des Brustmuskels, wie es für einen Rundrücken typisch ist.
  • Selten, aber möglich: Ein verspannter Beckenboden durch dauerhaftes Baucheinziehen und Po fest anspannen.
  • Dauerstress im Alltag durch Termindruck, Konflikte und zu viele Herausforderungen.
  • Körperliche Überlastung durch zu viel/einseitigen Sport.
  • Bewegungsmangel und mangelnde körperliche Aktivität
  • Schwache Rücken- und Bauchmuskeln
  • Langes Sitzen in starrer Haltung am Schreibtisch, beim Lesen, beim Spielen von Videospielen und dem Sitzen auf der Couch.
  • Ungünstige Schlafpositionen.
  • Seelische Belastungen und Überforderungen.
  • Magnesiummangel.
  • Einseitige Belastungen zum Beispiel in körperlich anstrengenden Jobs, wie in der Pflege aber auch in der Gastronomie.
  • Übergewicht und auch ein Schwangerschaftsbauch.

Ertappst du dich beim Lesen? Die gute Nachricht ist: Du bist den möglichen Ursachen nicht ausgeliefert.

Um es dir einfach zu machen, habe ich dir in meiner “Entspann-dich-Checkliste – 36 Tipps und Maßnahmen gegen Verspannungen zusammengestellt.

 

Du hast es in der Hand, den ersten Schritt zu gehen.

Welche Maßnahmen wirst du als Erstes ergreifen?

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