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Pilates ist toll. Pilates ist die Basis für Deinen Alltag und Deine (Rücken-)Gesundheit. Noch mehr ist es ein Lebensgefühl und ein Segen für Deine Seele. Dieser Artikel besteht nicht nur aus Schwärmerei doch klärt vor allem die Frage: Was ist Pilates?

Was ist Pilates?

Erfunden hat es der Deutsche Joseph Hubertus Pilates (1883–1967). Er nannte seine Methode zunächst Contrology. Denn es geht beim Pilates darum, die Muskeln mit Hilfe des Geistes zu steuern also zu kontrollieren. Die entscheidende Person bei der Bewahrung des klassischen Pilates ist jedoch Pilates’ Schülerin Romana Kryzanowska, die mit Pilates und seiner Methode in Berührung kam und mit ihm zusammenarbeitete. Sie unterrichtete bis zu ihrem Tod im Jahr 2013.

1967 starb Pilates im Alter von 84 Jahren, ohne ein Testament zu hinterlassen oder die Nachfolge und Weiterführung seiner Arbeit geregelt zu haben. Zu seiner Lebzeit eröffneten lediglich zwei seiner Schüler eigene Pilates-Studios.

 

Heute ein Trend

 

In den 1990er Jahren wurde Pilates zum Wellness-Trend und von immer mehr Fitnessstudios und anderen Anbietern aufgegriffen. Für das Fortleben seiner Ideen sorgten und sorgen Schüler, die eigene Studios eröffneten und die Methode weiterentwickelten.

Da „Pilates“ kein geschützter Begriff ist, gibt es keine feste Begriffsdefinition auf die Frage: Was ist Pilates? Eine einheitlich festgeschriebene Ausbildung fehlt, gibt es weltweit viele unterschiedlich arbeitende Pilatestrainer. Wie ich persönlich diese Pilates-Methode weiterentwickle und warum Pilates eigentlich für Männer entwickelt wurde, erfährst Du in meinem Blogartikel „Wer ist Joseph Pilates?“.

Was ist Pilates? – Ein Ganzkörpertraining

Auf die Frage „Was ist Pilates?“ muss als Antwort auch gehören: ein Ganzkörpertraining. Es gibt nicht viele Sportarten oder Bewegungsformen, welche so allumfassend den ganzen Körper erfassen. Neben Pilates ist dort noch Ballett, Turnen, Rhythmische Sportgymnastik genannt. Doch sind dies keine Typischen Sportarten des Breitensports.

Die Übungen zielen bewusst auf alle Muskeln des Körpers hin. Zum Beispiel gibt es auch spezifische Übungen für die Füße, die Zehen oder den Hals und die Hände. Dabei betrachten die Übungen aber auch unbedingt die muskulären Zusammenhänge im Körper. Die erlangte Beweglichkeit und Stärke durch das Pilatestraining zieht sich so auch durch den ganzen Körper, was Pilatestrainierende wohlwollend spüren.

Pilates ist aber auch:

  • Ein Körpertrainingssystem, dessen Basis auf dem natürlichen Zustan des menschlichen Körpers beruht: dem Körper in Bewegung
  • Eine Kunstform, ähnlich wie das Ballett, die regelmäßiges Üben erfordert, um Vollendung zu erreichen
  • Eine Naturwissenschaft, eine präzise und konzentrierte Technik, deren Ergebnisse bis zum Lebensende Bestand haben

Entscheidend ist, wie Du selbst Pilates empfindest. Ich möchte Dich daher dazu animieren, diese tolle Trainingsform selbst auszuprobieren.

Was ist Pilates? – Die Philosophie

In endlos wiederholten mechanischen Übungen hatte Pilates keinen Sinn gesehen. Bei seiner Methode liegt der Schwerpunkt auf dem geistigen Erfassen der Übung, weil der Körper so viel schneller und intensiver auf das Training reagiert. Die Übung muss man verinnerlichen, in dem man die geschickt aufeinander abgestimmten Bewegungen konzentriert und sorgfältig ausführt. Ziel ist es, jeden Schritt und jedes Detail zu perfektionieren.

Was bewirkt Pilates?

Dieses Ganzkörpertraining kräftigt gezielt die tiefliegende Rumpfmuskulatur, es fördert Kraft, Flexibilität, Koordination und Eigenwahrnehmung. Durch die Übungen entsteht ein ganz neues Körperbewusstsein für korrekte aufrechte Haltung der Wirbelsäule, einen entspannten Schulter-Nackenbereich und für das Zusammenspiel von Atmung und Bewegung, Anspannung und Entspannung.

Pilates ist berühmt

International hat sich diese Trainingsform als Trainingsmethode etabliert, weil es eine optimale Mischung aus Kräftigung, Stabilität und Beweglichkeit bietet. Ob zum Ausgleich des Büro-Alltags, als Grundlagentraining eines Sportlers, als funktionelles Ganzkörperprogramm im Rehabilitationsbereich, oder der Rückbildung nach einer Schwangerschaft: regelmäßig ausgeübt verbessert Pilates unsere Bewegungs- und Haltungsgewohnheiten und verhilft Ihnen zu einem gesunden Rücken, einem starken Zentrum, der Basis für gesunde Bewegung.

Pilates im Alltag

Das Trainingskonzept wurde in den 1930er Jahren unter dem Begriff „Contrology“ entwickelt und erst viel später nach dem Erfinder Joseph Hubertus Pilates umbenannt. Gerade bei Bewegungsmangel, Verspannungen und Rückenproblemen können Sie mit Pilates einen positiven Ausgleich schaffen. Ein weiterer Vorteil: Viele der Übungen lassen sich gut in den Alltag integrieren!

Pilates gegen Stress

Die Übungen werden auf der Matte durchgeführt. Die Bewegungen sind meist fließend. Während des Trainings konzentrierst Du Dich voll und ganz auf Deinen Körper und die korrekte Ausführung der Übungen. Da bleibt kein Raum für Alltagssorgen. Du baust Stress ab, fühlst Dich nach der Stunde ausgeglichen und entspannt, weil Du Dich für eine Stunde ganz auf Deinen Körper konzentrierst und alles andere außen vorlässt.

Pilates - von Kopf bis Fuß

Pilates ist ein wirkungsvolles Bewegungssystem. Im Stehen, in der Rücken-, Bauch- oder Seitlage werden große Muskelketten funktionell trainiert, mit dem Ziel unsere tragende Mitte – die Wirbelsäule -, aufrecht, stabil und beweglich zu erhalten.

Pilates - eine Art zu Leben

Täglich quälen wir unseren Körper und wir belasten ihn einseitig. Wir schleppen Einkaufstaschen oder üben viele Stunden Sportarten wie Golf, Tennis oder Laufen. Stundenlang sitzen wir mehr oder weniger krumm am Schreibtisch. Kurz gesagt, fast alle unsere täglichen Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, einige Muskelgruppen übermäßig und andere kaum einzusetzen.

Das Pilatestraining schafft hier einen Ausgleich. Es verhilft zu einer Haltung, die den symmetrischen Aufbau des Körpers in Bewusstsein rückt und von einseitiger Belastung fern hält. Du bleibst in Balance.

Grundsätze des Pilatestraining

Auch wenn es keine einheitlichen offiziellen Regeln für das Pilatestraining gibt, gibt es aber doch einige Grundsätze. Was ist Pilates? Pilates sind auf jeden Fall diese Prinzipien. Jedes gute Pilatestraining orientiert sich an genau daran. Und das sind die Pilates-Prinzipien:

Fokussierung und Konzentration

Pilates-Übungen starten in der Regel mit einer Entspannungsphase und geben so dem Trainierenden die Möglichkeit den Alltag abzustreifen. Die Übungen brauchen in ihrer Ausführung Konzentration, Kontrolle und geistige Zuwendung, um optimalen Nutzen für Geist und Körper daraus zu ziehen. Gedanklich und körperlich ist man nur im Moment und geht geistig erfrischt und körperlich angenehm durchgearbeitet aus dem Training.

Atmung

In den Übungen sind die Ein-und Ausatmungphasen genau festgelegt. Somit wird der Körper optimal in der Ausführung der Übungen unterstützt. Richtiges tiefes Ein-und Ausatmen versorgt den Körper mit frischem Sauerstoff, löst Verspannungen und verstärkt die Konzentration. Unser wichtigster Atemmuskel, das Zwerchfell ist bei den meisten Menschen ermüdet. Ihn zu fördern heißt durch seine anatomische Verbindung zur Wirbelsäule, die Haltung und Rumpfstabilität generell zu verbessern.

Grundprinzipien des Pilates - Pin

Zentrierung

Pilates Übungen fokussieren sich auf das Körperzentrum, das sogenannte Powerhouse. Es wird von innen nach außen gearbeitet, d.h. die tiefliegende Muskulatur des Bauches, des Rückens und der Beckenboden werden gezielt angesprochen. Diese Muskeln sind für die Körperhaltung und Ausrichtung der einzelnen Hauptkörperteile zu einander als auch für die Koordination unsere Bewegungen enorm wichtig. Dementsprechend werden alle Bewegungen besonders auch die der Arme und Beine aus der Körpermitte heraus als fließende Bewegung ausgeführt.

Kontrolle

Selbstbeobachtung und Eigenkontrolle während der Ausführung der Übungen sind der Schlüssel zum effektiven Pilates-Training. Während der Körper an der muskulären Herausforderung wächst, wachsen die Fähigkeit der Körperwahrnehmung und Kontrolle. Konsequenterweise wird das Training dadurch immer effektiver, und die erworbenen Fähigkeiten der Selbst- wahrnehmung gehen in den Alltag über und wirken sich dort positiv aus. Egal ob man Basis Pilates oder hoch anspruchsvolles Advanced Pilates macht, der Prozess der präzisen, kontrollierten Ausführung bleibt immer lebendig und offen für den nächsten Schritt.

Präzision

Bewegungspräzision basiert auf Konzentration und Bewegungskontrolle. Es gilt immer „Qualität statt Quantität“. Die Bewegungspräzision ist das Langzeitziel der Pilatesmethode.

Bewegungsfluss

Ein fließender und harmonischer Ablauf der Übungen sowie dynamisch-fließende Übergänge zwischen den Übungen ergeben den erstrebten Bewegungsfluss im Pilates. Bewegungen werden dynamisch aber ohne Schwung ausgeführt. Jeder Teilnehmer einer Pilatesstunde kann und soll sein individuelles Bewegungstempo finden.

Pilates Matten

Geräte oder Matte?

Mat-Pilates

 

Hier sind grundsätzlich zwei verschiedene Mattentypen zu unterscheiden: die sogenannten High Mats und die oft in Studios genutzten „Fußboden“-Matten.

Die von Joseph Pilates im Original genutzten High Mats sind eine aus Holz gefertigte Konstruktion, die mit einem Kunstlederbezug und entsprechender Polsterung versehen wird. Zusätzlich sind Griffe an der Seite befestigt, an denen man sich bei manchen Übungen festhalten kann, wodurch die Übungen noch effektiver werden.

In den Studios und auch für das Training zu Hause eignen sich klassische Fubodenmatten jedoch hervorragend. Je dicker, desto angenehmer sind z.B. Übungen wie „Rolling like a ball“, besonders, wenn man die C-Kurve des Rückens noch nicht sauber hinbekommt. Aber auch je dicker, desto schwieriger, z.B. bei Übungen wie dem „Roll-up“.

Ich persönlich verwende auf jeder Matte aus hygienischen Gründen zusätzlich eine vollflächige Stoff-Auflage.

 

Kleingeräte

 

Kleingeräte im Pilates sind tolle Hilfsmittel, um Übungen zu variieren und oder auch in ihrer Schwierigkeit zu verändern. Das Schöne an Kleingeräten ist, dass diese nicht so viel Platz weg nehmen und dadurch auch für zu Hause gut geeignet sind. Es gibt zahlreiche Kleingeräte für das Pilates. Einige führe ich hier gern auf. Die Liste ist keinesfalls vollständig. Lass mich wissen, wenn Du ein tolles Pilateskleingerät entdeckt hast und begeistert bist.

Der Pilates Redondo Ball
Der Redondo-Ball

Der Redondo-Ball ist ein superweicher recht kleiner Gymnastikball und vielseitig einsetzbar. Ob Muskeln kräftigen oder die Wirbelsäule entlasten, er ist ideal für viele Übungen. Ihn gibt es in verschiedenen Größen (18cm, 20cm, 26cm) und wird für das Training nicht komplett aufgeblasen.

Persönlich mag ich das Training mit dem Redondoball sehr gern. Denn der Ball eignet sich besonders für das Bauchmuskeltraining und das Beckenbodentraining. Aber auch die Kräftigung der Wirbelsäulenmuskulatur und Mobilisierung der Wirbelgelenke sind mit den Redondo Ball® Übungen realisierbar.

 

Der Gymnastik-Sitzball

Der große Sitzball ist ein tolles Pilatesgerät, aber auch eine super Ergänzung für Dein Homeoffice. Du kannst ihn als Sitzmöglichkeit in Dein Konzept für mobiles Sitzen am Schreibtisch einbauen. Wie das geht, erzähle ich Dir in diesem Artikel:

Aber auch für das Pilatestraining eignet sich der Sitzball sehr gut. Der große Ball eignet sich also perfekt für Übungen zum Kräftigen des Rückens, Rumpfs, aber auch des Oberkörpers und der Beine. Es gibt auch den Ball in verschiedenen Größen. Welche Du wählst, hängt von Deiner persönlichen Körpergröße ab.

 

Körpergröße

Ballgröße

bis 140 Zentimeter

45 Zentimeter

141 – 154 Zentimeter

55 Zentimeter

155 – 175 Zentimeter

65 Zentimeter

176 – 185 Zentimeter

75 Zentimeter

186 – 200 Zentimeter

85 Zentimeter

201 – 215 Zentimeter

95 Zentimeter

 

Das Pilates-Band

Pilates-Bänder gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Genauso vielfältig sind die Übungen, welche sich mit den Bändern gestalten lassen. Je nach Art des Bandes sind die auch unterschiedlich in ihrer Intensität und Ausführung. Für fast alle Bänder gibt es verschiedene Stärken, so dass Du zwischen leichtem und schwereren Widerstand variieren kannst.

Bekannt ist vor allem das Theraband. Außerdem gibt es aber auch derberer und waschbare Widerstandsbänder in unterschiedlichen Längen mit und ohne Schlaufen.

Das Schöne an einem Theraband ist, dass es ein sanftes Trainingsgerät ist. Das Theraband ermöglicht ein Gelenk schonendes Training für straffere Muskeln und fördert die Durchblutung der Haut. Das Theraband ist das perfekte Übungsgerät für daheim und unterwegs. Mit entsprechenden Übungen werden vor allem die kleinen Rumpfmuskeln gestärkt und die Körperspannung trainiert.

Die bekannteste Bezeichnung Theraband ist eigentlich ein Markenname (wobei die richtige Schreibweise der Marke Thera-Band lautet), man kennt es aber auch als Flexaband, Latexband oder Therapieband. Und weil das Gummiband so klein und handlich ist, wird es auch als „Fitnessstudio im Taschenformat“ bezeichnet. 

Mit dem Theraband trainierst Du überall intensiv und effektiv – egal wo! So praktisch wie das Theraband ist kaum ein anderes Fitnessgerät: Es kostet nicht viel, ist leicht und kommt sogar mit in den Urlaub. Kraftausdauer, Muskelaufbau und Körperformung lassen sich damit ideal verbinden.

Die Pilates Rolle

Kurze Pilates Rollen von 45 cm oder 60 cm eignen sich besonders gut für das Faszientraining und der gezielten Massage und Lockerung schmerzender Körperregionen. Lange Pilates Rollen sind standardmäßig in den Größen 90 cm oder 100 cm erhältlich.

Du kannst bei den meisten Herstellern zwischen einer weichen, einer mittleren und einer harten Rolle wählen. Welcher Härtegrad für dich der richtige ist, hängt von deinem Schmerzempfinden und der Stärke deines Bindegewebes ab. Umso schmerzempfindlicher Du bist und umso schwächer Dein Bindegewebe ist, desto weicher darf Deine Rolle sein.

Die kurzen Rollen werden somit gern für ein Faszien-Workout genutzt und die längeren Rollen eher für das Pilatestraining. Die lange Pilates-Rolle ist für jeden geeignet, der seinen Körper kräftigen oder massieren möchte, um mögliche Verspannungen oder Verhärtungen zu lösen. Oder einfach nur, um seine Balance zu verbessern. Zahlreiche Übungen werden auf einer Rolle intensiver oder schwieriger oder einfach anders.

Der Pilates Allegro-Reformer

Pilates Allegro ist eine ganz besondere und exklusive Form des Pilates Training, bei dem spezielle Geräte für ein noch effektiveres Training nach den bekannten Prinzipien des Fitnessklassikers sorgen.

Als besonders anspruchsvoll gilt das Krafttraining am sogenannten Pilates Reformer, einem Trainingsgerät mit Seilzügen und Federn, das optisch an einen Mix aus Streckbank und Rudergerät erinnert und eigens von Joseph Pilates entwickelt wurde.

Dieser war eindeutig das Haupttrainingsgerät von Joseph Pilates. Für dieses Gerät entwickelte er die meisten Übungen und es war auch das Gerät, welches er zum Haupttraining für alle seine Kunden einsetzte.

Joseph Pilates ließ ihn sich noch in seiner Hamburger Zeit 1924 patentieren, also sogar bevor er in die USA auswanderte.

Pilates am Allegro-Reformer trainiert auf ganz besondere Weise die tieferliegende Bauch- und Rückenmuskulatur, während die Schulter- und Nackenmuskeln gezielt entspannen können. Die Arbeit mit den Federwiderständen ist herausfordernd, ausgleichend und strafft Bauch, Beine, Po und Arme auf besondere Weise.

Weitere Pilates Geräte sind Reformer, Combo Chair, Exo Chair, Ladder Barrel, Reformer Trapeze Comination und vieles mehr.

Leider sind diese Geräte zu groß, um sie mal eben zu Hause zu nutzen. Doch unmöglich ist das nicht. Denn diese Geräte kannst Du an verschiedenen Stellen käuflich erwerben.

 

Der Pilates Allegro-Reformer

Unterschied zwischen Pilates und Yoga

Pilates und Yoga haben viele Gemeinsamkeiten aber auch zahlreiche Unterschiede. Während Yoga eine spirituelle Praxis ist, ist Pilates mehr ein ganzheitliches Ganzkörpertraining. Der Ursprung und die Stile weichen voneinander ab. Allerdings gibt es zwischenzeitlich so viele Stilrichtingen, dass die Konzepte fließend ineinander übergehen.

Da ich die Frage doch häufiger bekomme, habe ich die Antwort etwas ausführlicher in einem anderen Blogartikel ausgearbeitet. Hier kannst Du es nachlesen: „Unterschied zwischen Pilates und Yoga“

Was ist Pilates? – meine Trainingsformen

Wie schon erwähnt, gibt es keine einheitliche Regelung für Pilatesausbildungen und Kursformen. So habe auch ich meine Pilatestrainingsformen entwickelt und freue mich, auf diese Weise die Pilates-Idee weiter zu leben.

Ich unterrichte zwei von mir entwickelte Kurskonzepte:

  • Rücken-PILATES & Stretch
  • PILATES für Läufer

Rücken-PILATES & Stretch

 

Rücken-PILATES & Stretch ist ein von mir entwickeltes Kursformat auf Basis der 6 PILATES Prinzipien. Der Kurs hat zudem einen Fokus auf unseren Rücken und dessen Stabilität und Schmerzfreiheit, eine aufrechte und gesunde Haltung und eine Verbesserung unserer Beweglichkeit und Mobilität.

Stress, Rückenbeschwerden und Verspannungen sind ein Kernproblem unseres Alltags. Muskeln sind zu schwach, verkürzt, unbeweglich und verspannt. Zudem ist der Kopf mit Dingen des Alltags was die Beschwerden noch verstärkt. Diese Spirale durchbreche ich mit meinem PILATES-Konzept Rücken-Pilates & Stretch.

 

Die Säulen

 

Auf Basis der Pilatesgrundprinzipien optimiere ich die Körperhaltung meiner Teilnehmer durch die gezielte Nutzung von sanfter Kraft und Gegenkraft, so dass immer mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht werden. Das Kraft-Gegenkraft-Prizip nutze ich vor allem für die Aufrichtung des Oberkörpers und des Beckens. Meine Teilnehmer spüren das Ergebnis durch eine bessere Haltung und deutlich weniger Beschwerden im oberen Rücken.

Eine weitere Säule liegt in der Erhöhung der Beweglichkeit. Gerade in den Beinen, der Hüfte und im Rumpf sind viele in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt, weil die Muskeln und Gelenke es einfach nicht gewohnt sind, sich in ihrem theoretisch möglichen Radius zu bewegen. In meinen Pilateskursen fördere ich diese Mobilität, so dass jeder Teilnehmer im Alltag eine deutlich größere Bewegungsfreiheit erreicht, was sich äußerst angenehm anfühlt. Dieses mehr an Beweglichkeit sorgt zudem für deutlich weniger Verspannungen und damit weniger Beschwerden.

Möchtest Du mehr zu dem Trainingskonzept erfahren, dann kannst Du das hier nachlesen:
das Konzept „Rücken-Pilates & Stretch“

 

Stretching Position herabschauender Hund

PILATES für Läufer

 

Pilates für Läufer ist ideal als Ausgleichs- und Stabilisationstraining. Die läuferspezifischen Übungen betrachten nicht nur aber vorrangig die Beine und den Rumpf. Der Schwerpunkt liegt in Übungen für die Balance und für die Oberkörperrotation.

 

der Fokus des Konzepts

 

Auf den Grundprinzipien des Pilatestrainings werden die Fußgelenke über viele Balanceübungen auf einem Bein gekräftigt. Diese Balanceübungen sind so konzipiert, dass sie außerdem die Tiefenmuskulatur im Rumpf adressieren, um u.a. auch das Becken wieder aufzurichten. Das Becken ist oft und erst recht durch einen Fersenlaufstil und zu schwache Po- und Bauchmuskeln gekippt, was Du durch Schmerzen in der Lendenwirbelsäule zu spüren bekommst.

Ein nächster Aspekt meines Trainingskonzeptes ist die Adressierung und Stärkung der Bauchmuskeln, vor allem der schrägen Bauchmuskeln. Ein typische Laufbewegung kreuzt immer die Arme und Beine. Das heisst, wenn der rechte Fuß vorn ist, dann auch der linke Arm und umgekehrt. Wir können gar nicht anders. Umso intensiver wir also Gehen und erst recht Laufen wird diese Überkreuzung beansprucht. Fehlt die Muskulatur, muss das wieder die Wirbelsäule ausgleichen. Sehr häufig sind auch die Knie die Leid tragenden  dieser fehlenden Kreuzkraft. Also bauen wir diese in meinem Trainingskonzept „Pilates für Läufer“ durch regelmäßige Bauchkraftübungen mit Rotation auf.

Die dritte und sehr wichtige Säule meines Trainingskonzeptes ist das Stretchen der verkürzten Muskulatur. Ich denke jeder Läufer und erst recht die Nordic Walker stretchen viel zu wenig. Beispiel Wadenmuskulatur und Achillessehne: Umso mehr die Wadenmuskeln verkürzen, desto größer die Beschwerden in den Füßen und der Achillessehne und teils sogar im Knie. Da reicht es leider auch nicht, nach dem Lauf die Waden ein wenig an einer Stufe zu stretchen.

 

die besonderen Läuferanforderungen

 

Die Verkürzung entsteht bei den Vorfußläufern schlichtweg durch die Beanspruchung beim Laufen und bei den Fersenläufern und Nordic Walkern durch eine zu hohe Sprengung (Fersenhöhe) in Deinem Laufschuh. Absätze im Alltagsschuh tun ihr übriges. Da reichen schon 2-3cm als regelmäßige Erhöhung.

In meinem Trainingskonzept lege ich einen Fokus auf die Flexibilität unserer Wadenmuskulatur.  Aber auch die seitliche Muskulatur an den Beinen entlang – innen und außen – und der Pomuskel.

Der letzte Schwerpunkt liegt nun auf der Kräftigung weiterer wichtiger Muskelgruppen, welche im Gesamtkonzept zu wenig beansprucht aber für einen starken Körper mehr als nötig gebraucht werden. Dazu gehört die Tiefenmuskulatur in Rücken, Schulter und Po. Allein das ist auch ein Grund warum auch Nicht-Läufer diesen Kurs besuchen können.

Auch zu diesem Konzept kannst Du noch mehr lesen. Klicke hier: das Konzept „Pilates für Läufer“

Der Nutzen von Pilates

 

Pilates kräftigt gezielt die tiefliegende Rumpfmuskulatur, es fördert Kraft, Flexibilität, Koordination und Eigenwahrnehmung. Durch die Übungen entsteht ein ganz neues Körperbewusstsein für korrekte aufrechte Haltung der Wirbelsäule, einen entspannten Schulter-Nackenbereich und für das Zusammenspiel von Atmung und Bewegung, Anspannung und Entspannung. Pilates ist Deine perfekte Quality Time. Warum? Das kannst Du in diesem Blogartikel nachlesen: „Quality Time im Alltag – mit Pilates“

Für wen ist Pilates geeignet?

Pilates richtet sich an alle. Auch an die, die bisher wenig Sport gemacht haben und ihre Fitness, Beweglichkeit und Körperhaltung verbessern möchten. Es ist zudem als Krafttraining eine sinnvolle Ergänzung für Ausdauersportler. Denn Pilates kräftigt nicht nur die Muskeln, es erhöht dabei auch die Beweglichkeit und verbessert die Koordinatio

Bei Rückenproblemen. Bei Verspannungen. Bei sportlicher Überlastung. Wenn Du viel sitzt oder Dich einseitig bewegst. Wenn Du fit und beweglich werden und bleiben möchtest. Wenn Du Deine Körperhaltung und Ausstrahlung verbessern möchtest. Wenn Du bisher nur wenig oder keinen Sport gemacht hast. Wenn Du einen Ausgleichssport suchst (z.B. zum Schwimmen, Laufen, Radfahren, Fußball, Tennis). Als Ergänzungstraining für Tänzer.

Für Schwangere steht die Tür zum PILATES Training ebenfall ganz weit offen. Jedoch solltest Du ein paar Punkte beachten, je nachdem wie weit die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist. Nicht jede Übung ist auch in den letzten Monaten geeignet. Auch für den Wiedereinstieg nach der Geburt gibt es einiges zu beachten.

Alles was Schwangere wissen müssen, habe ich einer Checkliste zusammengestellt, welche Du Dir kostenfrei herunterladen kannst. Hier ist der Link dort hin: „Checkliste für Pilates in und nach der Schwangerschaft“

Was ist Pilates?

Fazit

Was ist Pilates? Pilates ist das gesunde Bewegungskonzept für jede Lebenslage, für so ziemlich jeden geeignet und extrem wirkungsvoll für einen starken Körper, eine tolle Ausstrahlung und einen gesunden Rücken. Mit einer einfachen Fußbodenmatte kannst Du Dir Dein Pilatestraining nach Hause holen.

Ich kann Dir nur anraten, es auszuprobieren. Das kannst Du bei mir im Online-Training natürlich sehr gern kostenfrei tun. Über diesen Link kannst Du Dich zum Onlinetraining anmelden:

https://www.annamariabreil.de/fitundberuehmt-das-probetraining/

 

Ich freue mich, Dich kennenzulernen.

Dein Pilatescoach Anna