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Last Updated on 21. November 2021 by Anna Breil

Blogbanner Was ist die Tiefenmuskulatur?

Du sollst Deine Tiefenmuskulatur stärken! Das findest Du in vielen Rückenratgebern und Gesundheitstipps. Doch was genau ist die Tiefenmuskulatur? Wozu brauche ich Tiefenmuskultur? Und wie trainierst Du Deine Tiefenmuskulatur? Hier erfährst Du es. Wir starten mit einer Tiefenmuskulatur Definition.

Tiefenmuskulatur Definition

 

Bei der Tiefenmuskulatur handelt es sich um Muskeln, welche sehr tief in unserem Körper liegen. Typischerweise können wir sie mit den Augen von außen nicht sehen und mit den Händen selbst eher nicht greifen.

Es gibt für die Tiefenmuskulatur ganz aufregende Fachbegriffe:

  • Authochthone Muskulatur
  • Erector Spinae
  • Genuine Rückenmuskeln
  • Epaxonische Rückenmuskeln

 

Wikipedia gibt uns diese fachlich korrekte Tiefenmuskulatur Definition:

Die autochthone Rückenmuskulatur („ortsständige Rückenmuskulatur“) bildet den wichtigsten Teil des aktiven Bewegungsapparates des Rückens bei Wirbeltieren und liegt als ursprüngliche tiefe Muskelschicht unmittelbar dem Achsenskelett auf.

Gemeint ist die Tiefenmuskulur. Diese Muskeln liegen also in unserem Rücken ganz nah der Wirbelsäule. Sie spannen sich vom Hinterhaupt des Schädels bis in die Lenden-Becken-Kreuzbein-Region. Es gehören also auch die Beckenbodenmuskulatur und die queren Bauchmuskeln dazu.

Aufgaben der Tiefenmuskulatur

 

Ohne die Tiefenmuskulatur in unserem Rücken sehe es schlecht um unsere körperliche Statik aus. Sie bietet Stabilität für unsere Wirbelsäule. Rückenmark und Organe werden durch die Tiefenmuskulatur umhüllt und geschützt. Und ohne diese Tiefenmuskeln wäre eine aktive Bewegung unserer Wirbelsäule zur Seite, nach vorn und hinten und auch drehend undenkbar. Aufrecht stehen könntest Du ohne Tiefenmuskeln nicht.

Unterschied Tiefenmuskultur zur Oberflächenmuskultur

 

Auch hier deutet der Name schon einen deutlichen Unterschied an. Nämlich die Lage. Die Tiefenmuskultur liegt tief im Inneren nah an der Wirbelsäule. Während sich die oberflächliche Muskultur eher an der Oberfläche unseres Körpers befindet.  Die oberflächlich gelegenen Rückenmuskeln lassen sich in drei Gruppen einteilen, die:

  • Rumpf-Arm-Muskeln
  • Rumpfgürtelmuskeln
  • Wirbelsäulen-Rippen-Muskeln

Mit den Händen kannst Du die oberflächlich liegenden Muskeln auch greifen und je nach persönlicher Ausprägung auch an der Körperoberfläche sehen. Ganz deutlich kannst Du das bei den Bodybuildern beobachten.

Ein weiterer wichtiger Unterschied ist die Art und Weise wie Du die Muskeln ansprechen kannst. Das heisst wie Du sie aktiveren und damit auch trainieren kannst. Bei oberflächlich liegenden Muskeln können wir das sehr gut. Den aufliegenden Schultermuskel trainierst Du zum Beispiel, in dem Du den Arm seitlich anhebst und wieder senkst.

Die Tiefenmuskulatur kannst Du nicht direkt ansprechen. Es ist nicht möglich sie bewusst anzuspannen. Für das Training brauchst Du quasi einen Umweg. Ein einfacher Umweg sind Balanceübungen. Stell Dich am besten ohne Schuhe auf einen weichen Untergrund und hebe ein Bein. Durch das Halten der Balance wird die Tiefenmuskulatur trainiert.  

Tiefenmuskulatur Definition

Warum Du die Tiefenmuskulatur trainieren solltest

 

Wenn Du Dich bewegst, spannst Du deine Tiefenmuskulatur reflexartig schon bereits vor der eigentlichen Bewegung an. Du merkst es nur nicht. Wenn Du deinen Oberkörper rotierst, nach hinten beugst oder zur Seite neigst, sorgen die kleinen Muskeln um Deine Wirbel dafür, dass Dein Körper in Balance bleibt. Und das sowohl im Alltag als auch beim Sport.

Wenn Du viel sitzt und wenig aktiv bist, verkümmert Deine Muskulatur. Ist Deine tiefe Rückenmuskulatur zu schwach ausgebildet, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Verspannungen oder Rückenschmerzen. Fehlhaltung oder vorzeitige Abnutzungserscheinungen als Folge einer untrainierten Wirbelsäulenmuskulatur treten bei vielen daher schon in jungen Jahren auf.  

So trainierst Du Deine Tiefenmuskulatur

 

Mit Tiefenmuskulatur Übungen kannst Du Deine sonstige Trainingsroutine gut ergänzen. Sie unterscheiden sich jedoch von gewöhnlichem Workouts, da du deine inneren Muskeln nicht bewusst anspannen kannst. Bei diesen Übungen geht es vor allem um Deine:

  • Stabilität,
  • Körperspannung und
  • Konzentrationsfähigkeit

Wann hast Du das letzte Mal Deine Wirbelsäule so richtig durchbewegt? Deinen Oberkörper einmal rotiert, gestreckt oder nach hinten gebeugt? Tu das regelmäßig. Deine Wirbelsäule und die Bandscheiben werden Dir dankbar sein!

Damit Du Deine innere Muskulatur stärken kannst, bieten sich vor allem Übungen an, die Deine Balance fördern. Hierfür sind Tiefenmuskulatur Übungen auf einer instabilen Unterlage sowie Einbeinstand gut geeignet. Durch zusätzliche Seit- und Drehbewegungen aktivierst Du Deine Wirbelsäule. 

Mit Core-Training forderst du deine gesamte Rumpfmuskulatur und somit auch die tief liegenden Muskeln heraus. Ein gutes Tiefenmuskulatur Training stellt außerdem Pilates dar. Pilates hilft Dir Deine Körpermitte, das sogenannte “Powerhouse”, zu aktivieren. 

Aber auch zu Hause kannst Du einiges tun. Und das ganz nebenbei im Alltag. Wie das geht habe ich Dir mit konkreten Beispielen in meinem Artikel „Tiefenmuskulatur trainieren leicht gemacht – im Alltag ganz nebenbei“ zusammengestellt.

 

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