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Last Updated on 27. September 2022 by Anna-Maria Breil

Blogbanner - Meine Geschichte

Wie bist Du denn zum Pilates gekommen? Hast Du schon immer Sport gemacht? Was hast Du eigentlich gelernt? Und woher kommst du tatsächlich? So und so ähnlich werde ich oft nach meiner Geschichte gefragt. Ich erzähle sie Dir gern.

Ich nehme Dich mit in meine Vergangenheit und in meine Zukunft. Viel Spaß beim Lesen.

Auch wenn ich in Leipzig geboren bin, beginnt meine Geschichte so richtig in Erfurt. Als Tochter einer Leistungssportlerin und eines Kabarettisten wachse ich behütet in der DDR auf. Wobei die Mischung schon brisant war. Pioniertheater, Ballett- und Oboenunterricht in der Musikschule gehören zu meinem Alltag. Ferienlager an der Ostsee oder in der CSSR gehörten in jeden Sommer. Für mich eine tolle Kindheit.

Die Wende war spannend. Ich war erwachsene 14 und weiß noch wie heute wie über Nacht die D-Mark kam. Über Nacht wird aus dem Grau in Grau ein Funkeln und Glitzern. Am Morgen machten die Geschäfte auf und Du bist in einer neuen Welt.

Mit dem Rad oder zu Fuß gehts zum Gutenberg Gymnasium, welches später durch ein dramatisches Attentat berühmt wird. Was für ein dramatisches Ereignis. Viele der Opfer unter den Lehrer*innen kannte selbst.

Ich bin gern zur Schule gegangen. Mathe und Geschichte standen oben auf meiner Rangliste. Zum Glück konnte ich Chemie und Englisch aus dem Weg gehen.

Auch als junge Erwachsene gehe ich zum Ballettunterricht. Mittlerweile in der Ballettschule meiner Mam, welche sie in Erfurt nach der Wende gegründet hat. Aber da gab es dann auch Jazz und Modern Dance, Irish Folk – das ganze Programm. So eine Mischung habe ich später nicht wieder gefunden.

Wer hätte damals gedacht, dass Bewegung mal zum Kern meines Alltags werden würde. Oder war es das einfach schon immer und ich habe es nicht bemerkt? Noch als Teenager und starte ich mit meiner Ausbildung zur „Diplom Aerobic Instructorin“ in eine körperbewusste Welt.

Ich war schon immer aktiv – obwohl ich das Laufen als Teenager noch gehasst habe.

Erfurt hat sich über die Jahre entwickelt. Eine wunderbare Stadt. Verspielt und lebendig. Ich bin so unglaublich gerne da und bummle durch jeden Stadtteil. Manchmal fahre ich einfach mit der Straßenbahn kreuz und quer, steige immer wieder ein und aus. Von der ega bis zum Roten Berg. Von Gispersleben bis zum Wiesenhügel.

Wenn mein Mann und ich heute Erfurt besuchen, dann wohnen wir mit dem Wohnmobil an der Thüringenhalle. Der perfekte Ausgangspunkt für ein paar morgendliche Bahnen in der Schwimmhalle oder eine Laufeinheit im Erfurter Steiger, wo ich in meiner Zeit in Erfurt jeden Baum mit Namen kannte.

 

Ich in Warnemünde

Kind – Lerne was Ordentliches!

In der Weltstadt Paderborn setzt sich meine Geschichte fort. Dort bin ich für 3 Jahre bei der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG zu Hause. Hier bekomme ich meine kaufmännische so wichtige Basis und werde zur Fachberaterin für bertriebswirtschaftliche Organisation ausgebildet.
Das Leben als junge Erwachsene beginnt. Mit meinem knallroten Trabbi durfte und konnte ich nicht jede Woche nach Paderborn fahren. Aber mit meinem Opel Kadett schon, den ich mir mit Aerobicstunden selbst verdient habe schon. WG-Leben, Wochenendpendeln, Berufsschule und die Welt eines großen Unternehmens erweitern meinen Horizont.

Ich habe es geschafft, kein einziges Wochenende in diesen 3 Jahren in Paderborn zu verbringen. Viel zu wichtig war mir das Training in der Dance Company in Erfurt am Freitagabend.

Okay, ich war nicht die ganze Zeit in Paderborn. Es gab ein paar Phasen in Erfurt und in Kassel. Nach Kassel bin ich mit dem Zug gependelt – jeden Tag über 3 Wintermonate. Das war der Hammer. Morgens 2,5h unterwegs und abends nochmal 2,5h nach Hause. Stehen an kalten Bahnhöfen. Immer nur im Dunkeln. Doch damals schon, wollte ich abends am liebsten nach Hause kommen.

Ich im Business

Eines der letzten Diplome

Immer weiter Lernen. Aus innerem Antrieb. Nicht der Abschlüsse wegen, sondern weil mich die Themen interessieren.

Meinen ersten Vollzeitjob bei Siemens in Erfurt mit Firmenwagen, eigenem Handy und vernünftigem Gehalt wollte ich nicht aufgeben, um studieren zu gehen. Mit jungen 21 Jahren war dieser Job schon ein netter Start. Doch sollte das jetzt alles sein? Das mache ich jetzt bis zur Rente? Nein, bitte nicht.

Also musste es ein Fernstudium sein. Gesagt, getan. Die nächsten 4 Jahre heißt es: Stoff erarbeiten und in jeder freien Minute lernen. Abends nach dem Training und am Wochenende. Urlaubstage dienen Seminaren an der Hochschule weit weg in Lahr im Schwarzwald. Zum Glück war ich kein Partygänger und meine Freunde waren geduldig, so konnte ich meine Zeit gut nutzen.

2004 war es soweit. Nach Prüfungen und einer echten Diplomarbeit über die Chancen des Multichannelvertriebs bin ich eine Diplom – Wirtschaftsinformatikerin (FH), so ganz nebenbei. So scheint es zumindest von außen.

Wenn ich heute nochmal studieren würde, dann würde ich eine Fachkombination aus Physiotherapie-Sportwissenschaft-Ernährungswissenschaft und Agrarwirtschaft wählen. Das sind Themen, die mich heute interessieren. Wie würde meine Geschichte wohl aussehen, wenn ich diese Themen studiert hätte?

Ich an der Ostsee - Meine Geschichte

Mehr als 20 Fitnessstudios in Deutschland

Ich habe den besten Nebenjob der Welt. Das war mir als Teenager schon klar. Statt Pommes bei McDrive verkaufen (was zu meiner Zeit sehr beliebt war) oder Zeitungaustragen in den frühen Morgenstunden, treibe ich mich in Fitnessstudios rum und gebe Kurse, seit ich 15 bin. Bauch Beine Po oder Fatburner, wie es später heißt. Step Aerobic habe ich geliebt. Langhanteltraining, Cycling. Hauptsache schwitzen und bewegen. Auspowern. Nach der Schule und später nach der Arbeit bin ich zum Sport gegangen.

Ich habe viele Sport-Studios als Trainerin kennengelernt in Erfurt, Paderborn, Oberhausen, Duisburg und Mülheim an der Ruhr, Ratingen, Gelsenkirchen… . Locker mehr als 20 völlig Verschiedene. Ich habe die unterschiedlichsten Trainingskonzepte kennengelernt, Rückenstraßen gesehen und vor allem hunderte, wenn nicht tausende Menschen kennengelernt, mit Rückenproblemen oder welche die sie vermeiden wollten. Mittlerweile weiß ich ziemlich genau wo das problem liegt, wenn neue Teilnehmer*innen zu mir kommen.

Ich bei der Trainerausbildung

Das Ruhrgebiet eine neue Etappe

Die Liebe bringt mich Mitte der 2000er nach Oberhausen. Mit meinem Mann lebe ich heute in einem tollen kleinen Häuschen in Oberhausen direkt an den Stadtgrenzen zu Duisburg und Mülheim.Ich habe das Ruhrgebiet schätzen gelernt. Und es ist viel Grüner als ich dachte.

Von zu Hause kann ich direkt losjoggen und bin schnell an der Ruhr oder dem Rhein-Herne-Kanal. Ein Halbmarathon nur im Grünen ohne Straßen und Ampeln ist locker drin. Im Sommer radeln wir die vielen tollen Radwege oder buddeln in unserem Gärtchen. Im Winter genießen wir die Sauna im Keller.

Bis ich mich zwischen den vielen Autobahnen zurechtgefunden habe, hat es jedoch etwas gedauert.

Mein Weg als Angestellte in der IT brachte mich von Siemens Nixdorf über Siemens zur Fujitsu Siemens Computers und heute zu Fujitsu. Ich berate als Account Managerin zu Rechenzentrumslösungen, SAP-Infrastrukturen, Digitalisierung oder auch IT Outsourcing. Dieser Hauptjob begleitet mich bis heute.

Meine Jobs in diesen Großunternehmen zeigte mir was Stress im Berufsleben erzeugen kann und welche Auswirkungen eine ungünstige Work Life Balance auf die Rückengesundheit & Vitalität haben. Das musste ich auch selbst erfahren, habe aber daraus gelernt.

Ich im Wohnmobil - Meine Geschichte

Pilates? Ich will richtigen Sport machen.

„Kannst Du die Pilatesstunde vertreten.“ – bat mich vor vielen Jahren die Cheffin eines Studios. Och nöööö. Ausgerechnet Pilates? Ich will doch schwitzen und mit hängender Zunge den Kursraum verlassen. Beim Pilates ist doch alles so ruhig und lahm. Das ist doch kein Sport.

Ich tat es trotzdem und dies immer häufiger. Pilates gesellte sich in meine Kurskonzepte zwischen Fatburner Step, LangHantelTraining und Rückenfit wunderbar ein. Es dauerte jedoch bis ich begriff, welchen Wert Pilates für mich hat. Niemals hätte ich gedacht, das Pilates der Kern meiner Geschichte werden würde.

Der Tiefschlag

Ich hatte geglaubt, durch meine sportlichen Aktivitäten und eine bewusste Ernährung, gesund zu leben. Das war ein Trugschluss. 2018 ereilte mich ein fetter Bandscheibenvorfall, der mein Leben verändert hat.

Hilfe! Der Rückentrainer hat Rücken. Wie peinlich ist das denn! Heute weiß ich, dass Sport am Abend nicht reicht, um das viele Sitzen wett zu machen. Heute weiß ich auch, wieviel Einfluss die Art der Bewegung hat und was zu einer guten Work Life Balance gehört, wie man Energie tankt und das Stresslevel senkt. Heute mache ich es anders – mit Pilates im Zentrum meines Alltags. Aber auch mit dem #FokusWorkflow, sinnvollen Pausen und ausreichend Schlaf.

In meinem Artikel „Pilates für den Rücken“ erfährst Du mehr zu meiner Bandscheibengeschichte.

Ich am Bodensee - Meine Geschichte

Ich will es wissen

Körperbewusstsein, gesunde Ernährung, Bewegung, Stressmanagement. Umso mehr ich als Trainer in meiner Tätigkeit lerne, desto umfassender und klarer wird mein Verständnis über einen fitten und gesunden Körper. Desto klarer erkenne ich, was meine Teilnehmer brauchen. Desto wertvoller wird mein Rat. Also lasse mich immer weiter ausbilden und weiterbilden. Meine Geschichte prägt mein Handeln. Mein Handeln prägt meine Geschichte.

Nach und nach geht es voran. Ich habe jede einzelne Ausbildung genossen: Ernährunsberatung C-Lizenz, B-Lizenz, A-Lizenz, Einkaufs- und Lebensmittelberatung, Sporternährung, Fitness Trainerin, Lauftrainerin, Faszientrainerin, Fachtrainerin für Rückentraining und die Ausbildung zum Pilatescoach.

Ich habe mich sogar dazu entschieden die Pilates A – Lizenz in 2022 noch mal komplett neu zu absolvieren. Viel zu lange sind meine Grundausbildungen her. So komme ich auf einen frischen Wissensstand und bekomme frischen Wind in meine Kurse.

Mit vollem Herzen in eigener Regie

Angefangen hat meine Geschichte als eigenständiger Pilatescoach in 2018. Ich suche mir einen Raum in Mülheim und starte meinen eigenen Pilateskurs, unabhängig von Fitnessstudios. Ich lerne tolle Menschen kennen und schätze die Freiheit als Unternehmerin, eigene Entscheidungen zu treffen. Die Erfahrung hält jedoch nicht lange an. Nach nur wenigen Wochen setzt mich ein Bandscheibenvorfall außer Gefecht.

Meine neuen Teilnehmer*innen warten geduldig auf meine Rückkehr. Diese Erfahrung bringt mich einen noch größeren Fokus auf wertvolle Übungen für einen starken Rücken. Mein Mindset – wie man es heute nennt – hat sich mit dem Bandscheibenvorfall verändert. Ich schätze das Pilatestraining als das aus meiner Sicht beste Training für den Rücken, für eine gesunde Körperhaltung und für eine tolle Ausstrahlung – ja für Lebensqualität und Lebendigkeit. Die 7 Gründe warum ich es liebe, Pilates nicht nur selbst zu machen, sondern auch zu unterrichten habe ich in meinem Artikel „Warum ich es liebe, Pilates zu unterrichten“ zusammengestellt.

Der Corona-LockDown und die Schließung sämtlicher Studios gab mir den Schubser, mich endgültig von allen Fitnessstudios zu trennen, wie ich in meinem Jahresrückblick 2020 ausführlich berichte. Das ist der Startschuß. Ich wurde endlich eine richtige Unternehmerin. Nebenberuflich, aber mit vollem Herzen für meine Teilnehmer.

 

Heute:

Ich am Schreibtisch - Meine Geschichte

Und die Zukunft?

Tja, wer weiß das schon. Meine Vision habe ich formuliert und Träume habe ich auch. Aber manchmal kommt es anders als man denkt.

Vielleicht werde ich irgendwann eine Vollzeitunternehmerin. Vielleicht kommt es auch ganz anders. Die Dinge, die ich unbedingt mal machen möchte habe ich in einer BucketListe zusammen gestellt. Mal schauen was davon als nächstes ansteht.

Ich werde davon berichten. Komm gern in meinen Newsletter und werde Teil meiner Community. Lass uns einen Stück Weg gemeinsam gehen. Ich werde meine Geschichte weiterschreiben. Vielleicht ja mit Dir?

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