0157 / 52 42 32 63 kontakt@annamariabreil.de

Last Updated on 21. November 2021 by Anna Breil

Blogbanner Jahresrückblick 2020

Mein Jahr 2020 – UMBRUCH und AUFBRUCH ins NEUE !!!

Ein Jahr voller emotionaler Momente, meiner persönlichen digitalen Evolution und einer deutlichen Planänderung in meinem Universum als Fitnesstrainer. Mein Jahresrückblick 2020 ist der erste in dieser Art und ganz sicher nicht der Letzte. Danke an Judith Sympatexter Peters für Deine Unterstützung zum Erstellen dieses Artikels.

Erst beim Schreiben ist mir aufgefallen wie viel sich doch ereignet hat. Natürlich passiert jedes Jahr so einiges, denn zwölf Monate sind nun mal lang. Doch dieses Jahr war anders. Ja, auch wegen Corona, aber nicht nur.

Meine größte Planänderung war sicher der Sommerurlaub, welchen ich dieses Jahr nicht wie sonst in Kroatien sondern in der Lausitz verbracht habe und in welchem ich gleichzeitig enorme menschliche Erfahrungen gesammelt habe. Meine Businessveränderungen als Fitnesstrainer dagegen waren wohl die nachhaltigsten Ereignisse dieses Jahr zusammen mit meiner digitalen Evolution.

Doch das ist nicht alles. Aber nehmt Euch einen Kaffee, lehnt Euch zurück, lest selbst und habt Spaß dabei.

Endlich wieder auf die Bühne nach einem emotionalen Tanzloch. Es war noch ganz am Anfang des Jahres. Im Januar findet regelmäßig das UpToDance Festival in Gladbeck statt. Und mit StageLine, der Ballettschule aus Duisburg in welcher ich trainiere, war ich dabei. Man muss dazu sagen, dass ich erst seit Anfang 2019 bei StageLine zu Anna Manyuk zum Training gehe und dort mein Ballettzuhause im Ruhrgebiet endlich gefunden habe.

Auch wenn ich schon von klein auf Ballettunterricht bekomme und nehme, gab es seit meiner Ankunft im Ruhrgebiet vor etwa 15Jahren ein emotionales Tanzloch. Ich hätte nie gedacht, dass es so schwer sein würde, eine Ballettschule zu finden in der alles stimmt. Und so trainierte ich zwar viel, doch entweder musste ich 100km Anfahrtsweg in Kauf nehmen oder englischen Ballettunterricht, statt der russischen Methode nutzen oder ich musste eben auf Auftritte verzichten.

Bei StageLine ist es anders

 

Anna Manyuk bringt russisches Bolschoiflair ins Training und optimiert unsere Tanztechnik soweit es nur geht. So fühlen wir uns tatsächlich wie kleine und große Stars, wenn wir dann auf die Bühne dürfen.

Schwanensee hat sie mit uns als Projekt in 2019 als StageLine Produktion in Duisburg auf die Bühne gebracht. Es war für mich der erste Auftritt seit vielen Jahren. Das war sehr befreiend. Ein halbes Jahr später, im Januar 2020 waren wir mit StageLine dann die einzige Company beim UpToDance Festival in Gladbeck mit klassischen Ballett auf Spitzenschuhen zwischen den vielen anderen Modern Dance-, Funky- und Jazz-Gruppen. Doch es zählt nur eins: zurück auf der Bühne – ist das toll! Und es ist egal wie alt man ist – völlig egal. 

Ich nach dem Schwanenseeauftritt mit StageLine
Ich Backstage vor dem Schwanenseeauftritt mit der Ballettschule StageLine

Vorhang auf

 

Und dann bekamen wir unsere drei bis vier Minuten auf der Bühne. Wir stehen bereits 10-15min früher hinter der Bühne und sind nervös. Ich kann unmöglich nochmal auf die Toilette gehen. Schon drei Mal war ich in den letzten 20 Minuten. Was für eine Aufregung. Und dann ertönt unsere Ansage und unsere Musik beginnt zu spielen. Rampenlicht, volle Konzentration und raus, alles Geübte abzurufen. So ziemlich ohne Patzer und völlig verausgabt, geniessen wir noch den Applaus und wuseln alle aufgedreht wieder hinter die Bühne. Nun heisst es freuen, genießen, abschminken, duschen und auf das nächste Training freuen.

Künstliche Wimpern eine Wissenschaft

 

MakeUp, Styling und Haarspray sind sonst überhaupt nicht mein naturell. Doch auf der Bühne gehört das einfach dazu. Also habe ich mich ausgestattet und das Schminken geübt. Künstliche Wimpern sind echt eine merkwürdige Erfindung und das MakeUp-Auftragen gleicht einer Wissenschaft. Aber nicht umsonst ist man schon viele Stunden vor dem Auftritt vor Ort und das aufkommende Lampenfieber wird so auch bewältigt. 

Das neue Projekt für 2020  

Natürlich arbeitet Anna Manyuk mit uns bereits längst an dem nächsten Projekt. Das Werk im Juni 2020 soll unter dem Stern von 1001Nacht stehen. Orientalisch angehaucht ein spannender Kontrast zum Klassiker Schwanensee. Doch auch für uns StageLiner hat Corona die Aufführung unseres neuen Projektes zunichte gemacht. Das Fotoshooting mit Foto Breil hat im Januar 2020 aber noch stattgefunden. Ja, soviel Eigenwerbung muss hier sein. Hinter Foto Breil steckt mein Mann Norbert. Er ist unter anderem Fotograf und Tontechniker und wie ich unglaublich gern in der Künstler- und Kulturwelt zu Hause.

In dem Shooting fühlt es sich schon fast an wie vor einem Auftritt. Wir steigen das erste Mal in die geplanten Kostüme und stylen die Haare mit dem Kopfschmuck und schminken natürlich passend das Gesicht. Da kann man den Ruf des Orients schon erahnen. Und die Fotoergebnisse sind schon toll. Die Bilder sollten für Plakate und für die Gestaltung der Eintrittskarten genutzt werden. Sehen tut sie jedoch erstmal keiner und daran wird sich auch den rest des Jahres nichts ändern.

Zwischenzeitlich hat uns Anna Manyuk bereits einen neuen Termin für April 2021 für unser Projekt reserviert. Ob es stattfinden wird, werden wir sehen. Ich bin da noch skeptisch. Aber vielleicht klappt es ja und dann darf die Spannung wieder ins unermessliche steigen.

Fotoshooting 1001Nacht

Es fühlt sich schon gut an beim Fotoshooting bei StageLine für „1001Nacht“

offizielles Foto 1001Nacht

Eines der der Ergebnisse aus dem 1001Nacht Shooting auch wenn wir es bisher noch nicht aufführen konnten.

Die Alternative zum Schnee: Mit dem Wohnmobil in Europa

 

Ich liebe es, mit meinem Mann und unserem Wohnmobil durch Europa zu fahren und viele tolle Gegenden kennenzulernen. Im Winter zieht es uns durchaus in den Schnee. Allerdings nicht in die Skigebiete, sondern eher zum Langlaufen und Schneewandern.

Wir sind gern im Thüringer Wald oder im Erzgebirge. Den Harz sind wir noch nicht durch-loiped, weil Schnee und Urlaubszeit bisher nie zusammengepasst haben. Schneesicherer ist es dann meist in Österreich. Unser Lieblingslanglauftal ist das Zugspitztal bei Ehrwald – Leermos – Biberwir. Doch auch im Tannheimer Tal hatten wir schon eine schöne Zeit und auch am Achensee. Und es gäbe noch so viele Loipen für uns zu entdecken. Mittlerweile nehme ich auch Skatingstrecken, denn das habe ich mir vor ein paar Jahren beibringen lassen.

In diesem Winter ist es mit Schnee in den Hochtälern und erst recht in den deutschen Mittelgebieregen nicht so gut bestellt also entscheiden wir spontan, statt Langlauf eine Städtetour zu machen.

Wien – WoW!

Nach Wien wollte ich schon immer mal. Also los. Wien ist toll. Natürlich musste eine Führung in der Wiener Staatsoper sein und der Besuch des Sisi Museums und der spanischen Hofreitschule. Hängen geblieben ist bei mir aber auch die ziemlich coole Eisbahn am Rathaus, die vielen Fiaker und das schöne Donauufer.

Beim Schreiben dieses Rückblicks fällt auch auf, dass überall Menschenmengen unterwegs sind. Jetzt zum Jahresende ist es unvorstellbar, dass so eine Führung in der Wiener Oper mit hunderten von Leuten stattfindet, die zwar in Gruppen aufgeteilt werden, aber sich erstmal alle im Foyer treffen. Umso mehr lohnt es sich daher, solche Erlebnisse in Erinnerung zu behalten. 

Wien ist wirklich eine Weltstadt mit Flair. Das Wetter war auch noch top und wir hatten einen super Stellplatz. Nach zwei Tagen Fußmarsch durch Wien – okay, ab und an nahmen wir auch die öffentlichen Verkehrsmittel – waren wir ganz schön platt. Aber wir lieben solche Stadtbesichtigungen über viele Stunden. 

Wien ist WoMo freundlich. Wer hätte es gedacht, so einen großen und ruhigen und trotzdem praktisch gelegenen Wohnmobilstellplatz in Wien zu bekommen.

Wien ist sehr WoMo freundlich. Wer hätte gedacht, dass wir so einen großen und ruhigen und trotzdem praktisch gelegenen Stellplatz bekommen. Untypisch für Großstädte. 

Eine ziemlich coole Eisbahn vor dem Rathaus in Wien. Da macht Ringelkratzen Spaß.

Eine ziemlich coole Eisbahn vor dem Rathaus in Wien. Da macht Ringelkratzen Spaß.

Wenn ich nicht gerade Urlaub gehabt hätte, hätte ich in der Wiener Oper natürlich direkt mit geprobt.

In der Wiener Staatsoper. Ich wäre natürlich sofort eingesprungen, wenn man mich gefragt hätte. 🙂

Bratislava bestimmt

Und wenn wir schon in Wien sind, muss man auch den Abstecher nach Bratislava machen. Bei schönstem Wetter tingelten wir zur Burg (Hrad) und blickten über die Dächer der Stadt. Strahlend blauer Himmel – extra für uns. Den Schnee vermissen wir gar nicht. Typischerweise plane ich eine Stadtbesichtigung vor. Ich organisiere uns einen Stadtplan und vermerke alle möglichen Sehenswürdigkeiten oder Fotopunkte oder Stellen die wir uns anschauen sollten. So auch für Bratislava. Und dann geht es im Zickzack los und wir arbeiten diese Punkte ab.  

Muss man gesehen haben, die skurrilen und alternative Szenekneipen im jüdischen Viertel von Budapest

Muss man gesehen haben, die skurrilen und alternativen Szenekneipen im jüdischen Viertel von Budapest.

Ein bleibender Eindruck von Budapest. Atemberaubender Blick von Pest nach Buda rüber zum ungarischen Parlament.

Ein bleibender Eindruck von Budapest. Atemberaubender Blick von Bud nach Pest zum ungarischen Parlament. 

Beeindruckendes Budapest

Wir hatten noch lange nicht genug und auch noch ein paar Tage Zeit. Und nun? Wie weit ist es von Bratislava eigentlich bis Budapest? Schon beim Aussprechen der Frage, auch ohne eine Antwort zu benötigen, war uns klar, dass wir bis Budapest fahren würden. Es war nur noch zu entscheiden ob wir sofort oder gleich oder doch erst am Tag drauf aufbrechen würden.

Das ist das schöne am Wohnmobilfahren. Du kannst einfach so verrückte Entscheidungen treffen. Und diese war eine gute Entscheidung. Budapest ist toll. Gellert Hegy, der Royal Palace und die Fischerbastei in Buda muss man gesehen haben inkl. dem Ausblick nach Pest. Die Bilder sind tief verankert – wirklich schön.

Das U-Bahn-Netz von Budapest kannten wir schnell auswendig und haben so ziemlich jede Linie mitgenommen. Natürlich auch die Milleniums-Bahn. Das ist nach London die älteste U-Bahn der Welt und das hörte und fühlte man auch. Ziemlich cool. Beeindruckend im Gedächtnis bleiben aber auch das Parlament was wir leider nur von außen gesehen haben und die Ruinenkneipen im jüdischen Viertel. Das nenne ich mal echte Szenekneipen.

Während der Anfahrt von Bratislava nach Budapest oblag mir die Planung der Stadttour. Auch in Budapest waren wir zwei volle Tage unterwegs und wir haben lange nicht alles gesehen was ich raus gesucht hatte. Wir müssen also unbedingt nochmal hin. 

Graz – graziös

Damit der Heimweg nicht zu lang wird – von Budapest bis Oberhausen sind es immerhin 1.200Kilometer – machen wir noch einen Zwischenstop in Graz. Auch Graz erleben wir bei schönstem Sonnenschein. Die Hauptstadt der Steiermark ist zwar nicht Budapest, also deutlich kleiner, aber dennoch sehr sympathisch. Der ideale Ausklang nach den großen Orten.

Wir bummeln durch Graz und lassen uns hier von den touristischen Wegweisern führen. Und die führen uns hoch zum Uhrenturm, dem Wahrzeichen der Stadt, wie wir gelernt haben. Und obwohl ich doch so viel Sport mache, komme ich nass geschwitzt da oben an. Vielleicht lag es aber auch einfach an der wärmenden Sonne. 🙂

Wanderung hoch zum Uhrenturm, dem Wahrzeichen von Graz und Blick über die Stadt.

Wanderung hoch zum Uhrenturm, dem Wahrzeichen von Graz mit tollem Blick über die Stadt – inkl. Frühlingsgefühlen bei der tollen Sonne. 

Tourenrückblick 2020

Es war unsere einzige große Wohnmobiltour in 2020. Wir sind sonst häufiger im Jahr unterwegs. Ich bin froh, dass wir diese Städtetour gemacht haben, unsere bisher letzte große Tour. Auch wenn wir im Sommer 2020 nochmal in Deutschland unterwegs waren – Corona sei „Dank“. Das Leben als Camper ist so schön ungezwungen, unabhängig und frei und mit unserem WoMo haben wir alles was wir brauchen immer dabei. Noch ist völlig unklar wann und wohin es in 2021 gehen wird. Aber ganz bestimmt werden wir wieder unterwegs sein. 

So hat Corona mein Leben und mein Business beeinflusst

Toi, toi, toi – es gab mit Corona bisher keine direkten Berührungspunkte. Weder ich selbst noch in meinem persönlichen Umfeld. Doch beeinflusst hat mich dieses Thema dennoch mehr als ich zu Beginn erahnt hätte. 

Wie es bisher war

Normalerweise ist mein Arbeitsalltag durch Dienstreisen im Rahmen meines Hauptjobs als Account Managerin bei Fujitsu geprägt, durch Fahrten ins Büro nach Düsseldorf und ab und an durch das Arbeiten im Homeoffice. Viele Kilometer auf der Autobahn und oft auch im Stau oder Stunden mit der Deutschen Bahn sind Alltag. Genauso aber auch Hotelübernachtungen oder Termine die morgens zeitig beginnen oder abends lange dauern oder beides.

An vielen Tagen ruft der Sport. Wenn es nicht das Balletttraining ist, dann bin ich in verschiedenen Fitnessstudios und gebe dort Kurse oder gebe meinen Pilateskurs im Vereinsheim des Mülheimer Carnevals Club (MCC) in Mülheim-Dümpten in Eigenregie. Morgens findet man mich ab und an in der Schwimmhalle zum Frühschwimmen oder joggend an der Ruhr, wie auch am Wochenende. Genauso wie ich, ist auch mein Mann privat aktiv. Er spielt in einer Altherrenmannschaft Fußball und ist Musiker in einer Coverrockband. Naja und mehrere freie Tage am Stück verbringen wir so oft wie es geht im Wohnmobil – irgendwo.

Der Keller wurde zumindest für eine kurze Zeit der neue Proberaum für die Band meines Mannes. Ich fand das cool. So gab es ganz individuelle Kellerkonzerte. Hat auch nicht jeder. Leider dauerte es nicht lange bis auch diese Aktivitäten so untersagt wurden.

Der Partykeller wurde zumindest für kurze Zeit der Proberaum für die Band meines Mannes. 

Und dann war es so – der erste Lockdown

Der erste Lockdown bedeutet für mich: Keine Dienstreisen mehr, keine Meetings bei Kunden oder Schulungen irgendwo in Deutschland, jeden Tag Homeoffice, kein Frühschwimmen, kein Ballett, keine Fitnessstudios, keine Termin mehr.

Die Band meines Mannes zog zumindest fürs Erste zu uns in den Keller. Das ich das so cool finden würde, zeigte sich schnell. Allerdings gab es nur wenige Proben, da das Singen und Musizieren mit mehreren Haushalten nicht lange vertretbar war. 

Die Konsequenzen dieses ersten Lockdowns waren merkwürdig und entspannend zugleich. Zumindest zu Beginn.

Ich habe jeden Tag etwas länger geschlafen. Schliesslich ist die viele Zeit im Auto als Reisezeit weg gefallen und in die Schwimmhalle konnte ich morgens um 6:30Uhr auch nicht. Fast täglich habe ich nun die Laufschuhe an. Plötzlich hatte ich unendlich viel Zeit und nahm diese Phase als sehr erholsam wahr.

Ich musste nicht von einem Termin zum anderen von A nach B und wurde auch nicht durch eine Vollsperrung auf der Autobahn in zeitliche Panik versetzt. Auch musste ich keine Blusen bügeln, Hotels buchen, Mahlzeiten für Dienstreisen vorkochen. Selbst weniger Wäsche musste gewaschen werden. So eine Jogginghose trägt man doch häufiger als ein Businessoutfit.

Sehnsucht

Doch dieses entspannende Gefühl war nach etwa zwei Wochen vorbei. Das nicht mehr stattfindende Balletttraining fehlte mir ziemlich schnell. Immer nur Laufen macht die Muskeln echt steif und der Ausgleich des Schwimmens fehlte auch. Stattdessen sitze ich nun unendliche Stunden vor dem Rechner. Mein Schrittzähler in meiner Uhr war nicht mehr zufrieden zu stellen. Ich verspürte das schnell. Verspannungen und Kraftlosigkeit. Ich war plötzlich fix und foxi am Abend. Warum das so war, erkannte ich bald. Videokonferenzen und Onlineschulungen zwangen mich quasi zu stundenlangem Fernsehen tagsüber. Die Kommunikation über Kopfhörer dringt viel direkter ins Gehirn. Das ist echt was anderes als mit Menschen normal in einem Raum zu kommunizieren. So stelle ich mir das vor, wenn man pausenlos Videospiele spielt. Ausstieg in eine andere Welt. Und die deutlich reduzierte Bewegung lässt den Stoffwechsel völlig einschlafen.

Das ist nicht wirklich gesünder als im Auto sitzen und zu Dienstreisen unterwegs sein. Wir hatten im Vergleich zu vielen anderen sicher wenige Sorgen in diesem Lockdown, dennoch fühlte ich mich gar nicht mehr wohl. Coronakoller? Es musste etwas geschehen.

Neue Wege: Pilates, Ballett, Radtouren & Rockmusik @ Home 

Pilates machte ich ein wenig für mich selbst. Natürlich viel weniger als sonst. Im Keller haben wir ein paar Sportgeräte und dazwischen passte auch eine Matte. In meinem Arbeitszimmer habe ich schon vor einem Jahr eine Ballettstange mit Spiegel von meinem Mann installiert bekommen, damit ich in den Ferien etwas üben kann und keine schlechte Laune wegen Ballettbewegungsmangel bekomme, wenn mal länger kein Training ist.

Von meiner Ballettlehrerin Anna Manyuk bekam ich ein Stück Tanzteppich, den ich vor der Spiegelfläche auf mein Laminat klebte. Tanzteppich fühlt sich etwa an wie Linolium und bietet die perfekte Glätte bzw. die perfekte Rutschfestigkeit, damit man mit Spitzenschuhen nicht ausrutscht, was auf Laminat sehr schnell passieren kann. Das diese Fläche vor meinem Ballettspiegel auf dem Tanzteppich die von mir meist genutzte Stelle in unserem Haus werden sollte, habe ich da noch lange nicht geahnt. 

Richtig schön fand ich es, wenn mein Mann mit seiner Band im Keller geprobt hat, während ich oben Ballett übte, denn durchs Haus hallte mein persönliches Homekonzert. Diese Mischung aus Live-Rockmusik mit dem Klaviergeklimper für die Ballettübungen machten unser Haus zu einem Künstlerdomizil und so etwas liebe ich total.

Morgens stand ich auch wieder zeitig auf und nahm das Fahrrad statt der Schwimmbrille. Wir haben Sommer und die Luft morgens um sechs oder sieben Uhr ist ein Traum. Also rauf aufs Rad. Ich lernte das Radnetz im Ruhrpott kennen und entdeckte tolle Strecken. Hoch zum Tetraeder, zur Zeche Zollverein nach Essen oder entlang dem Rhein in Duisburg war ich besonders gern unterwegs. Manchmal war ich tatsächlich drei Stunden unterwegs und das VOR dem Frühstück.

mit dem Rad am Tetraeder

Hoch oben am Tetraeder in Bottrop. Morgens 7Uhr, klare Luft, herrliche Aussicht. 30km vor dem Frühstück.

Fahren nach Wegweisern. Manchmal ist das echt schwierig, wenn man nicht einschätzen kann, was als nächstes für Abzweigungen kommen.

Der Corona – Online Modus

Es dauerte etwa vier Wochen bis ich den Einstieg ins Onlinetraining gefunden habe. So lange dauerte der Prozess, um zu erkennen, dass Onlinetraining eine neue Option für mich als Trainer sein könnte. Im Nachgang betrachtet eine echt kurze Zeitspanne. In diesen Wochen habe ich mich mit Skype, Zoom und Webex beschäftigt und mich letztlich für Zoom entschieden. Nach den ersten vier Wochen Lockdown gebe ich mein erstes Pilates – Onlinetraining im Corona-Modus kostenfrei von zu Hause aus – von dieser Fläche vor meinem Ballettspiegel mit dem Tanzteppich.

Die Resonanz war irre und ich habe nicht nur mir, sondern auch meinen Teilnehmern und vielen Freunden einen großen Gefallen getan. Meine Bewegungsintensität steigt wieder, wenn auch noch nicht für den Alltagsschrittzähler, aber definitiv für meine Seele und mein Wohlbefinden. Feste Termine in der Woche waren eine Wohltat. Meine Pilatesteilnehmer und ich wurden eine Gemeinschaft, die ich lieben gelernt habe.

Es dauerte nicht lange, dann gab es auch mein Balletttraining von StageLine online. So komme ich aus meinem Homestudio bald nicht mehr raus. Ich wechsle nur die Position zwischen Schreibtisch und Tanzteppich. Immerhin nutze ich meinen Schreibtisch jetzt öfter als Stehtisch oder sitze auf einem Gymnastikball. Ich sollte also den Bogen für mein eigenes Wohlbefinden bekommen haben.

Meine Anfänge des Onlinetrainings von zu Hause aus aus meinem Arbeitszimmer. Ein Fernsehr, ein Notebook, ein Mikro und eine Kamera und los.

Meine Anfänge des Onlinetrainings von zu Hause au, aus meinem Arbeitszimmer. Ein Fernseher, ein Notebook, Kamera und Mikro und los.

Langsam entsteht ein neuer Denkansatz 

In der ersten Coronawelle im Frühjahr verspürte ich bezogen auf die neue Situation Aufregung und Unbehagen. Es war ein Festhalten an alten Zöpfen. Ständig fragte ich mich, wann ich wieder in die Fitnessstudios gehen könnte. Nicht wegen der Geräte sondern, weil ich da als Trainerin meine Kurse gegeben habe.

Ich gab Kurse in Studios seit über 20 Jahren!!! Egal wo ich lebte, in Erfurt, in Paderborn oder eben in Oberhausen, Duisburg und Mülheim. Es fühlte sich schmerzlich an, loszulassen. Diese Nebenbeschäftigung wurde mir von einem Tag auf den anderen unter den Füßen weg gezogen. Ja, vielleicht hätte ich das sowieso nicht ewig gemacht und wirtschaftliche abhängig war ich von dieser Tätigkeit zum Glück auch nicht. Doch wenn Andere  die Entscheidung für Dich treffen und nicht Du selbst, dann fühlt sich das nicht gut an.

Noch war mein Kopf aber nicht bereit, komplett neu zu denken. Ich bin zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf die Idee gekommen alles anders zu machen. Es war zu diesem Zeitpunkt auch noch anstrengend die viele neue Technik zu Lernen. Wie gestalte ich vernünftige Onlinetrainings, wie kommen die Teilnehmer sinnvoll zu den Zoomlinks und wie bekomme ich eine große Leinwand in mein Homestudio und wie geht das mit dem Mikro und dem Ton? Tausend Fragen.

Ich testete verschiedene Onlinebuchungstools. Schliesslich müssen die Onlinekurse ja auch verwaltet werden können, wenn ich es doch dauerhaft tue? Da begann ganz schleichend und heimlich die Metarmorphose. Das gefundene Tool ist auch jetzt noch nicht perfekt, aber schon sehr hilfreich und auf meiner Homepage verankert. Im Nachgang betrachtet, ist dieses Tool die Backofficebasis für mein heutiges Onlinebusiness. Ohne dem ginge nichts.

 

100% Herzblut

Die zweite Welle und der anstehende zweite Lockdown im Herbst war nicht mehr so überraschend. Ich hatte über den Sommer einen Plan entwickelt. Meinen einen Pilates Onlinekurse behielt ich bei obwohl die Präsenzkurse wieder stattfinden konnten. Ein Chef, den ich überhaupt nicht mochte, sagte einmal: Du musst das eine tun ohne das andere zu lassen – und das war der richtige Weg. An einem Tag in der Woche war ich zum Präsenzkurs in Mülheim und an einem anderen Tag gab es einen Onlinekurs über Zoom. Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich wußte, jeder Zeit wieder auf 100% Onlinetraining umstellen zu können, was ich ab November dann auch tat. Diese zweite Welle wurde meine Chance, noch mehr zu Lernen und weiter zu verbessern. Das Offenhalten dieser Optionen öffnete meinen Kopf zum neuen Denken.

Fokusveränderung

Die veränderte Welt hat seit dem Frühjahr etwas mit mir gemacht. Über den Sommer hat eine Mindset- und Fokusveränderung bei mir stattgefunden, an welche noch zu Beginn des Jahres nicht zu denken gewesen wäre. Mein Hauptaugenmerk als Trainer lag bisher bei den Kursen in den Fitnessstudios, welche ich sowohl in Oberhausen als auch in Mülheim gegeben habe. Die Teilnehmer dort liegen mir echt am Herzen und ich war ziemlich gerne und teils über 10 Jahre bei ihnen.

Natürlich unterlagen die Studios den neuen Hygieneregeln und dennoch hatte ich den Eindruck, dass doch für die Teilnehmer mehr hätte drin sein können. Auf der anderen Seite hatte ich als Trainer natürlich keinen Einfluß auf die Umsetzung der neuen Hygieneregeln.

Ich hätte aus meiner Sicht einiges anders gemacht. Aber ich konnte mich nur den vorgegebenen Bedingungen unterwerfen (oder es lassen). Mehr Flexibilität und sinnvollere Studiokonzepte – waren meine Wünsche. Ich spürte einen Drang, sogar eine extreme Motivation, es anders zu machen. Es war für mich nicht möglich, mich hinzusetzen, und zu warten, was und ob sich das in den Fitnessstudios wieder ruckelt. Und zum Teil widerstrebten mir auch die neuen Konzepte und Strategien.  

Dieser innere Widerstand entstand bereits im Sommer, als die Studios zum Teil mit neuen Auflagen wieder öffneten und noch nicht daran zu denken war, dass die Freizeit- und Sporteinrichtungen im Herbst als erstes wieder schliessen würden.

Eine Option wäre gewesen abzuwarten. Abzuwarten wie es weiter geht und sich anzupassen. Doch das bin nicht ich.  Über diesen inneren positiven Wunsch sich neu zu erfinden, bin ich jetzt zum Jahresende sehr dankbar.

Viele Stunden mit Kaffee in den zeitigen Morgenstunden, beim Ideenfinden und Neuausrichten.

Viele Stunden mit Lupinenkaffee in den ziemlich frühen Morgenstunden beim Ideenfinden und Neuausrichten.

Ein Moment im Juli 2020. Mittendrin im Veränderungsprozess.

Ein Moment im Juli 2020. Mittendrin im Veränderungsprozess.

Tschüss Fitnessstudio

Eines der Studios in dem ich lange aktiv war, wollte und konnte sich im Sommer keine bezahlten Trainer leisten und auch auf mehrfaches Kontaktaufnehmen, wie es denn weiter gehen konnte, wurde ich vertröstet. Interesse an meinen Ideen bestand da nicht. Ein anderes Studio kürzte die Honorare drastisch und schränkte meine Kursinhalte deutlich ein. Pilates- und Rückenfitkurse seien durch Honortrainer nicht mehr gewünscht. Langhanteltraining oder Total Body Workout oder so was hätte ich übernehmen können.

Im Fazit hiess das: Bei einem Studio wußte ich nicht ob und wann ich dort überhaupt wieder Kurse geben würde und Honorarsenkungen hätten mich dort ganz sicher auch noch erwartet und im anderen Studio hätte ich Kursinhalte unterrichten können, die ich nicht so gern mache und dann für reduzierte Gage.

Ich habe mich von einer Stunde auf die andere von den Studios verabschiedet. Das war aufregend und befreiend zugleich. Mit diesem Gefühl habe ich nicht gerechnet. Meiner Trainertätigkeit in den Fitnessstudios weine ich mittlerweile nicht mehr nach. Diesmal habe ich selbst entschieden.

Aufbruch in Neues – eine neue Epoche

Es tut mir zwar für die Studios und noch mehr für die Teilnehmer leid, dass sie nicht öffnen können, doch nahm ich sowohl die großen als auch die kleinen Studios als sehr unflexibel wahr. Alleine würde ich freier sein, könnte selbst Entscheidungen treffen. Das Angewiesen sein auf andere schnürte mich regelrecht zu wie ein Korsett. Dabei hatte ich alle Voraussetzungen, um mein eigenes Ding zu machen. Eine Zoom-Lizenz, etwas Platz zu Hause – vor meiner Ballettstange mit Tanzteppich -, ein paar Teilnehmer die gern zu mir kommen und ein vernünftiges Pilates-Kurskonzept.

Ab Oktober starte ich einen weiteren Onlinekurs. Pilates für Läufer. Doch dazu später mehr. Bis zum Jahresende gebe ich nun drei Kurse pro Woche. Dienstags Rücken-Pilates & Stretch als Ersatz zum Präsenztraining und Donnerstags sowohl einen Kurs Pilates für Läufer und einen Kurs Rücken-Pilates & Stretch. Natürlich fehlt mir mein Präsenzkurs durch den neuen Lockdown sehr. Auch da möchte ich gern einen zweiten Kurs pro Woche haben. Aber erst, wenn das stabil möglich sein wird, ohne dass ständig neue Lockdowns drohen, so meine eigene Entscheidung.

Ich bin sehr gespannt wohin die Reise noch gehen wird. Ich freue mich auf diese Reise und den Beginn einer neuen Epoche in meinem Trainerdasein. 

My Home is my Castle: Hasenalarm, blutiges Salz und Nüsse fürs Eichhörnchen

Das ist die Familie Hasi, Hase und Hasenkind entstanden aus Tontöpfen zu Ostern 2020.

Darf ich vorstellen: Hase, Hasi und Hasenkind – entstanden aus Tontöpfen zu Ostern 2020.

Frühlingslaune im Haus. Sehr pflegearm diese Dauerblüher.

Frühlingslaune im Haus. Sehr pflegearm diese Dauerblüher.

rosa Weihnachtssalzgebäck

Diese Salzsterne sind absolute Unikate. Auch ich könnte sie nicht nochmal so hinbekommen.

Hasen soweit das Auge schaut

Ab und an bekomme ich Bastellaune. Nicht ständig aber eben ab und zu. Hier verfalle ich in absolute Details, lasse mich von Musik berieseln und muss weder reden noch präsent sein. Ab und an tut mir das sehr gut. Und somit gehört auch das zu meinem Jahresrückblick 2020. Am liebsten bastle ich mit Papier, Klebstoff, kleinen Teilchen, Farbe und Schleifen und dann werden Schachteln, Karten und Saisonales zum Dekorieren gezaubert. Youtube bietet da unendliche Vorlagen und Ideen zum Nachmachen.

Diesmal wurde Ostern zu einer Bastelhochphase. Die ersten Lockdowneinschränkungen greifen, die Hobbies sind eingeschränkt, Dienstreisen sind auf ein Minimum reduziert und so entstanden durchaus angenehme Zeitfenster. In diesen  Zeitfenstern entstanden unzählige Osterhasen und Frühjahrsblüher aus Tontöpfen. Es wurden so viele, dass ich sie in der Familie verteilt und verschenkt habe. In vielen Küchen und Wohnzimmern bereiten diese kleine Corona-Hasen zumindest zu Ostern kleine Freuden.

Salzgebäck mit Acryl

Die Vorweihnachtesphase läd auch gern zum Basteln ein. Draußen ist es zeitig dunkel und manchmal bleibt es auch tagsüber extrem trüb. Allerdings hab ich schon so viel Weihnachtsdeko, so dass es irgendwie mal was anderes sein musste. Ich stolperte beim Inspirationen finden über Salzgebäck. Na dann, mal los. Mehl, Salz und Wasser zusammenschütten und kneten. Ausrollen, Sterne ausstechen, Verzieren und trocknen lassen. Cool. Mal was anderes.

Ich hatte im Sommer schon einmal Seesterne aus Salzgebäck gebastelt, warum dann nicht jetzt auch Weihnachtssterne. Verziert habe ich diese dann mit Glitzersteinen. Der Versuch sie mit Zuckerfarbe zu garnieren scheiterte. Das Zuckerzeug zerfloss als ich die Sterne zum Trocknen in den 45Grad heissen Ofen schob. Da hätte ich auch vorher drauf kommen können.

Der neue Versuch mit Acrylfarbe klappte besser. Einfach eine Ladung Acrylfarbe in den Teig kneten. Puhh, das sah krass aus, die Hände und Handgelenke blutrot gefärbt. Bis sich der Teig von hellrosa wenigstens dunkelrosa färbte, brauchte ich verdammt viel Farbe. So viel hatte ich nicht. Aber egal.

Ich hatte nun tonnenweise rosa Salzteig und später unendlich viele rosa mit Glitzersteinen verzierte, extrem kitschige Weihnachtssterne. Das hielt mich jedoch nicht davon ab, sie wieder in kleine Päckchen zu verteilen und meiner Familie und Freunden als Weihnachtsgeste zu schicken.

Zum Glück Garten – alles wächst trotzdem

Gerade dieses Frühjahr habe ich es enorm schätzen gelernt, einen eigenen Garten zu haben. Und der wird natürlich gepflegt soweit das die Zeit und das Wetter zulässt. Und während des ersten Lockdowns war mehr Zeit als sonst. Ich liebe meine riesen Hortensien, eine echt schöne und große Rose und den Oleander. Die Vogelfutterstationen werden regelmäßig aufgefüllt, so dass die Vögelchen immer satt werden. Doch besonders war, dass ich dieses Jahr nun endlich mal den Gartenzaun und die Gartenmöbel gestrichen habe, nachdem ich doch schon mit Mühe Farbe dafür bekommen habe. Vermutlich waren wohl viele in dieser Zeit auf eine ähnliche Idee gekommen. Holzlasuren waren Mangelware. 

Mein Mann meint ja, von unten müsse man so einen Tisch nicht streichen.

Mein Mann meint ja, von unten müsse man so einen Tisch nicht streichen – sieht doch keiner.

Mein Werk: der frisch lasierte Gartenzaun. Das ist ganz schön viel Arbeit.

Mein Werk: Der frisch lasierte Gartenzaun. Das ist ganz schön viel Arbeit.

Eichhörnchen Fotoshooting

Zum Jahresende entstand noch eine weitere sehr schöne Nebenbeschäftigung. Was sich so alles ergibt in einem Lockdown, in dem man verdammt viel Zeit zu Hause verbringt. Es ist Herbst aber das Wetter wirkt wie Frühling. Also haben wir unsere Tür zum Garten öfter offen. Das ist nichts Ungewöhnliches.

Ungewöhnlich war jedoch als ich im Augenwinkel in einem meiner großen Blumentöpfe in meinem Wohnzimmer – ich betone IN meinem Wohnzimmer etwas dunkles Wuscheliges sah. Beim genaueren Hinsehen war das ein zuckersüßes Eichhörnchen, welches sich verlaufen hat und nun in meinem Blumentopf wühlt. Ob es Nüsse suchte oder verstecken wollte, konnte ich auf die Schnelle nicht erfassen. Aber es war zuckersüß und leider viel zu schnell wieder weg. Doch es war seit dem um uns und vor allem um meinen Mann geschehen.

Seit dem liegt er quasi täglich auf der Lauer, die Eichhörnchen in unserem Garten zu beobachten. Wir wissen, dass es mittlerweile drei Stück sind, die in unserer riesen Konifere zu wohnen scheinen. Und sie durchstöbern jeden Vormittag jeden Blumentopf. Sie turnen galant am Zaun entlang. Sobald sie auftauchen, schnappt sich mein Mann die Kamera, um sie fotografisch einzufangen. Das ging soweit, dass auf unserem wöchentlichen Einkaufszettel „Nüsse fürs Eichhörnchen“ steht, damit die kleinen immer etwas finden und wir sie beobachten können. Meinem Mann ist es ziemlich schwer gefallen, mir seine schönsten Eichhörnchenbilder hier zur Verfügung zu stellen. Es sind einfach zu viele.

ein süßes Kerlchen dieses Eichhörnchen

Ich glaube Du kannst Nüsse riechen.

Eichhörnchen beim Nüsse suchen

Mit der Balance hat der kleine Kerl kein Problem. Ein Kletterkünstler.

Eichhörnchen mit Nuss

Nuss gefunden und sicher gestellt. Nun schnell weg damit. 

Anstrengende Erfahrungen und wundervolle Orte: Familienreise durch den wilden Osten 

Urlaub im Jahresrückblick 2020 – mit unterschiedlichen Perspektiven   

Es war zum Urlaubsbeginn gedanklich kein richtiger Urlaub der da anstand und am Ende irgendwie doch. Aber eben ganz anders. Planen konnte man dieses Jahr sowieso schlecht, doch diesen Sommer haben wir fast täglich umgeplant.  

Mein Mann und ich sind gerne mit dem Wohnmobil unterwegs und auch gerne in Deutschland und auch sehr gerne im Osten des Landes – schliesslich komme ich aus Leipzig.

Bei „normalen“ Wohnmobiltouren werden unsere Reisen eher Aktivurlaube. Ich plane dann die Stationen der Tour, so dass wir alle Highlights der Gegend erkunden – egal ob das die Wanderung durch eine Schlucht oder ein Sighseeingtrip in einer Stadt ist.

Die freie Zeit im Sommer – unseren Haupturlaub über typischerweise etwa drei Wochen – verbringen wir dagegen immer in Kroatien an der Adria. Und damit meine ich wirklich immer. Jedes Jahr im Sommer sind wir dort, seit dem mein Mann und ich zusammen gehören. Wir spannen dann richtig aus und lassen die Seele baumeln, machen viel Sport und schlafen viel, sind aber sonst recht unproduktiv.  Mitte August sollte es wieder soweit sein. Doch bereits im Juli hatten wir so eine Vorahnung, dass das dieses Jahr wahrhaftig nichts werden könnte.  

Pflegeurlaub bei Papa

 

Erstens kommt es anders. Zweitens als man denkt. Noch vor dem eigentlichen Urlaubsstart galt meine Zeit meinem kranken und pflegebedürftigem Papa. Er ist aus genau diesen gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurück gekehrt. Er lebte vorher im Ausland was nun aber nicht mehr geht. Dafür musste noch viel organisiert werden und er hätte alleine bleiben müssen. Also war ich eine Zeitlang für ihn da und zog bei ihm in das große neue Haus ein.

Eine ziemlich neue Erfahrung für mich. Ich habe schon immer unglaublichen Respekt vor der Leistung von Pflegekräften gehabt. Doch habe ich die Beanspruchung für einen Familienangehörigen rund um die Uhr da zu sein, echt unterschätzt. Wow war ich k.O. Nebenbei noch einem Job gerecht werden.

Ich dachte wirklich, dass ich Homeoffice und Pflege unter einen Hut bekomme. Das ging an die Substanz. Meine Pilates-Online-Kurse wurden in der Zeit aus der Lausitz von Papas zu Hause aus gestreamt. Das war meine wöchentliche Auszeit und mal wieder eine Erkenntnis, welche Vorteile Online-Training hat – auch für mich als Trainer. 

Fahrradtour durch Erfurt mit meinem Mann und Mama. Der Partnerlook war tatsächlich Zufall.

Fahrradtour von Erfurt nach Gispersleben zum Eis essen. Der Partnerlook war tatsächlich Zufall. 

Eis essen mit Papa.

Der Sommer 2020 ist streckenweise verdamt heiss. Zum Glück gibt es Eis für Papa im Schatten am Partwitzer See.

Onlinepilates aus der Lausitz

Ich liebe unser Leben auf 12 qm.

Auszeit bei Mama

Es entschied sich schnell, dass wir bei Papa in der Lausitz noch länger gebraucht werden und wir nicht nach Kroatien fahren werden. Mein Mann hat zwischenzeitlich das Wohnmobil von zu Hause geholt, so dass wir unsere vier Wände hatten und so auch etwas Urlaubsatmosphäre schaffen konnten. Außerdem glaubten wir ja immer noch ein paar Tage tatsächlich in den Urlaub fahren zu können.  

Wir konnten tatsächlich zwischendurch drei Tage fahren und wählten bei tollem Wetter die Ostsee. Nicht nur weil ich die sooooo liebe, sondern weil auch meine Mama dort gerade Urlaub machte. 

Wunderbar. Zwei Tage an die See an den Strand und bummeln in Ahrenshoop. Tja und was soll ich sagen. Diesmal streamte ich meinen Online-Pilateskurs aus der Ferienwohnung meiner Mam. Das nenne ich Flexibilität.

Pilates am Strand

Wie die Tochter so die Mutter. Oder wie lautet das Sprichwort? 🙂

Onlinepilates aus der Ferienwohnung

Pilates-Onlinetraining diesmal aus der Ferienwohnung. 

Und jetzt doch noch Urlaub?

 

Es zeichnet sich ab, dass wir nun in der Lausitz nicht mehr gebraucht werden. Noch ein paar Tage hätten wir Luft bis wir wieder nach Hause müssen. Mein Mann findet einen Campingplatz an einem See ganz in der Nähe – am Habendorfer See in der tiefsten Lausitz. Da fahren wir hin. Sollten wir jetzt wirklich noch Urlaub machen? Natürlich musste es jetzt erstmal regnen. Aber das war egal.

Einfach nichts tun und spazieren gehen war eine ziemlich gute Sache und wenn der Regen aufs WoMo-Dach plätschert, kann das sehr beruhigend sein. Ganze zwei Tage sind wir da. Wir gehen Laufen und Spazieren. Besonders schön ist der Fahrradausflug nach Bad Muskau zum Schloß und durch den riesigen Fürst Pückler Park. Schwups radeln wir fast unbemerkt über die Grenze nach Polen und wieder zurück entlang des unglaublichen Braunkohletagebaus Nochten bei Weißwasser. Es waren tatsächlich zwei ganz normale Urlaubstage, wenn uns nicht ungeplante Verpflichtungen vorzeitig nach Hause zogen. Aber was verlief diesen Sommer schon nach Plan.

Campingplatz am Halbendorfer See in der Lausitz

Campingplatz am Halbendorfer See. Das tut gut.

chillige Atmosphäre am Halbendorfer See

chillige Atmosphäre am Halbendorfer See. 

Der hohe Berg bei Weißwasser mit Blick auf den mächtigen Braunkohletagebau Nochten. Der Radweg entlang dem Baggerrevier ist allerdings echt toll.

Mit dem Fahrrad fahren wir von Halberndorfer See nach Bad Muskau an die polnische Grenze.

Mit dem Fahrrad fahren wir vom Halberndorfer See (Lausitz) nach Bad Muskau zum Schloss und in den riesigen Pücklerpark an der polnischen Grenze. 

Entdeckungen im wilden Osten

Mein Mann hat mich die ganze anstrengende Zeit bei meinem Papa und den ständigen Herausforderungen unterstützt und dafür gesorgt, dass es  immer wieder kleine Auszeiten gab. Und so blieben im Nachgang die vielen schönen Momente dieser Tour in Erinnerung. Wäre hätte gedacht, welche Kleinode wir entdecken würden. 

Wir waren zwei Tage in Lübben im Spreewald, drei Tage in Ahrenshoop an der Ostsee, zwei Tage in Laucha an der Unstrut und in Braunsbedra am Geiseltalsee, am Geierswaldersee und am Halbersdorfer See, in Leipzig, in Meißen, in Riesa, in Erfurt, am Plauer See an der Mecklenburgischen Seenplatte, mit dem Fahrrad in Bad Muskau und über 3 Wochen in der Lausitz bei Papa.

Und wer aufgepasst hat: es sind alles Orte im wilden Osten von Deutschland – alles super schöne Gegenden die ich allesamt empfehlen kann.

I love Ostsee. Es muss jedoch die Ost-Ostsee in McPomm sein. Ich liebe den Moment über die Dünen zu kommen, den Wind zu spüren und die See schon zu riechen und dann auch zu sehen. Diesmal war es das hohe Ufer in Ahrenshoop.

Ein Mini-Stellplatz in Laucha an der Unstrut in Thüringen. Der Ort an dem tags darauf ein Krokodil gesichtet sein soll und Badeverbot ausgesprochen wurde.

Ein Mini-Stellplatz in Laucha an der Unstrut in Sachsen-Anhalt. Der kleine Ort an dem tags drauf, ein Krokodil gesichtet sein soll und Badeverbot ausgesprochen wurde.

Immer aktiv. Einmal rum um den Geiseltalsee.

Immer aktiv. Einmal rum um den Geiseltalsee bei Braunsbedra in Sachsen-Anhalt. Orte gibts! 

Ein Mini-Stellplatz in Laucha an der Unstrut in Thüringen. Der Ort an dem tags darauf ein Krokodil gesichtet sein soll und Badeverbot ausgesprochen wurde.

Auf dem idyllischen Stellplatz in Lauch an der Unstrut. Die Stelle mit dem Krokodil.

I love Ostsee. Es muss jedoch die Ostsee in McPomm sein. Ich liebe diesen Moment über die Dünen zu kommen. Diesmal war es das hohe Ufer in Ahrenshoop.

In Lübben im Spreewald war ich nun schon zum zweiten Mal. ich liebe so viel Grün.

Omas 100.!!!

Etwas später im Jahr. Aber nicht weniger bedeutungsvoll und zwischen den Lockdowns noch ein echtes Jubiläum. Meine Omi wurde 100! Sie lebt noch in ihren eigenen vier Wänden und ist ziemlich gut drauf. Meine Mam und ich hoffen sehr, dass wir ihre Gene geerbt haben. So alt zu werden und selbstbestimmt Leben zu können und zudem so fit zu sein, ist ein echter Traum.

So ein Tag in Familie wird mit Kaffeklatsch und Kuchen gewürdigt und die Gratulanten singen vor dem Fenster – die Corona-Abstandsregeln halten wir ein. Happy Birthday liebe Omi.

 

Omis 100. geburtstag

Liebe Omi. Wenn man mit dem Handy ein Selfi macht sieht man sich selbst wie im Spiegel.

Mein Rüstzeug für 2021: Fachausbildungen und Marketing Mentoring 

Bei der Lauftrainerausbildung im September 2020. Wow, hatte ich nach dem Wochenende Muskelkater.

Bei der Lauftrainerausbildung im September 2020. Wow, hatte ich nach dem Wochenende Muskelkater.

 

Ein richtig schönes Kapitel in meinem Jahresrückblick 2020

Zwischen den Lockdowns habe ich es tatsächlich geschafft, ein paar Weiterbildungen zu besuchen. Da war eine Ausbildung zum Pilatestrainer, zum Faszientrainer und zum Lauftrainer. Die haben richtig viel Spaß gemacht. Den tollen Coaches bei der Akademie für Sport und Gesundheit sei Dank.

Ja, bei soviel Distanz im Alltag war es wirklich erfrischend mit anderen zusammen aktiv zu sein. Ich habe tolle Leute kennengelernt, viel Neues gelernt und tolle Inspirationen mitgenommen, die in meine Pilateskurs eingeflossen sind.

Nach der tollen Pilatesausbildung bei einer tollen Dozentin. Hier habe ich so viel Inspiration mitgenommen.

Nach der tollen Pilatesausbildung bei einer super Dozentin. Ich habe hier so viel Inspiration mitgenommen.

Die Entstehung des PILATES für Läufer Konzeptes

In der Zeit ist auch die Entscheidung gereift, nicht wieder in die Fitnessstudios zurück zu kehren, sondern meine eigenen Trainerentscheidungen zu treffen und zwar für alle meine Kurse. Ich habe entschieden mich auf Pilates, Laufen und Ernährung zu fokussieren.

Außerdem ist jetzt die Entscheidung geboren, neben meinem Kurs Rücken-PILATES & Stretch auch PILATES für Läufer anzubieten. Die Läufer brauchen das – auch wenn es noch nicht alle wissen. Es ist mir leicht gefallen ein Pilates für Läufer Trainingskonzept zu entwickeln, genauso wie ich mein Konzept für Rücken-Pilates & Stretch entwickelt habe. 

Update: Aus PILATES für Läufer wird „Stability-PILATES für Füße, Beine & Rumpf

Business Mentoring der Extraklasse

Erst zum Jahresende hin allerdings, habe ich ein tolles Marketing Mentoring bei Marlis Schorcht genossen und gelernt wie ich mein Branding und meine Sichtbarkeit auf Social Media verbessern kann. Das wird mir bestimmt helfen, viele weitere Teilnehmer für meine Pilates-Onlinekurse zu gewinnen. Rückwirkend betrachtet, habe ich in 2020 ziemlich viel Handwerkszeug an die Hand bekommen, um in 2021 ganz viel richtig zu machen.

Exclusives Fotoshooting für die neue Homepage

Der Zahn der Zeit nagt doch irgendwie an uns allen und da müssen eben ab und an neue Fotos fürs Business her. Nein, natürlich war das nicht der Grund für zwei große Fotoshootings dieses Jahr. Das erste Shooting stand im Frühjahr an. Mit der Überarbeitung meiner Homepage mussten auch passende Pilatesfotos her. Das ist doch klar. Mein Mann ist der Fotograf und wenn dann schon die komplette Überarbeitung der Webseite ansteht, dann liegen vernünftige Shootings ja absolut nahe. Und mit der Entscheidung im Herbst, Pilates für Läufer anzubieten, musste auch noch ein zweites Shooting stattfinden. Laufen, Nordic Walking und Pilates für Läufer waren nun die Themen. Wir haben dafür einen richtig schönen Herbsttag für die Outdoorfotos erwischt. 

Das perfekte Bild

Das schöne an einem Fotoshootings ist, dass man zig Versuche für das perfekte Bild hat. Der Nachteil an Fotoshootings ist aber auch, dass diese zig Versuche auch sehr anstrengend sein können und man nachher die tausenden Bilder auswählen und sortieren muss. Aber das ist ein wirkliches Luxusproblem. Viel aufregender ist es, dass zum Zeitpunkt des Shootings das Wetter stimmt und man selbst als Fotomodell fit und frisch ist. 

Auf die gemachten Fotos bin ich ziemlich stolz. Persönlich finde ich sie sehr gelungen und sie werden mich bestimmt eine ganze Weile begleiten. Sie finden sich auf meiner Homepage und tauchen bei Social Media natürlich immer wieder auf.

Ich warte geduldig bei den Vorbereitungen zum Shooting, während mein Mann (der Fotograf) noch einleuchtet.

Ich warte geduldig bei den Vorbereitungen zum Shooting während mein Mann (der Fotograf) noch einleuchtet.

Webseite, Newsletter, Social Media, Videoclipproduktion. Meine digitale Evolution in 2020.

Bleistift & Excel

Es ist aufregend zurück zu schauen und zu sehen, wie sich mein digitales Leben in den letzten 12 Monaten verändert hat. Noch vor 9 Monaten führte ich meine Pilateskurse mit Papierstrichlisten, schrieb Rechnungen einzeln in Excel und poste auf Facebook ab und an mal ein Urlaubsfoto auf meinem privaten Account. Im Rahmen meines Hauptjobs wurden Termine telefonisch oder per E-Mail vereinbart und bei der Planung war Google Maps meine wichtigste App, um Reisezeiten und Routen zu planen.

 

Skype, Teams & Zoom

Schon im Frühjahr wurde Skype und Zoom zu meiner wichtigsten Anwendung. Tagsüber fanden jegliche Meetings per Skype, später dann über Teams statt und meine Trainings sowohl das Pilatestraining als auch mein Balletttraining fand über Zoom statt. 

 

Onlinebuchungen mit Fitogram

Wieder wenige Wochen später ist die neue Homepage online und ein Onlinebuchungsprogramm eingebunden, über welches sich meine Teilnehmer online anmelden können und automatisiert Kurskarten verkauft und verwaltet werden. Zugangslinks und Buchungsinformationen werden automatisch verschickt und Rechnungen werden automatisch erstellt. Ein riesiger Schritt in Sachen Prozessdigitalisierung. Adieu Drucker und Strichliste.

Business Branding & Newsletter

Im Oktober entwickle ich mein Businessbranding und veröffentliche im November meinen ersten Newsletter. Seit Mitte Oktober poste ich regelmäßig auf Instagram und Facebook, um meine digitale Sichtbarkeit zu erhöhen. Und jetzt gerade hier schreibe ich zum ersten Mal einen Jahresrückblick in meinem Blog. 

Videodreh im Greenscreen. Für manche Clips habe ich verdammt viele Anläufe benötigt.

Videodreh im Greenscreen. Für manche Clips habe ich verdammt viele Anläufe benötigt.

Social Media Marketing & Videodreh

Zum mehr sichtbar sein, gehört allerdings, nicht nur mal ein Bild auf Social Media zu teilen. Ich habe mich zum Jahresende zusätzlich noch auf neues Terrain bewegt. Es entstehen zum Jahresende hin viele kleine Videoclips, welche ab Weihnachten 2020 in das neue Jahr hinein auf meinen Social Media Accounts zu sehen sein werden. Auf die Resonanz darauf bin ich sehr gespannt.

Auch hier hatte ich unglaubliche Unterstützung von meinem Mann. Er produziert mir eine musikalische Untermalung, als meinen Jingle. Und er organisiert die Technik für den Dreh und schneidet mir letztlich alle Clips so wie ich es gerne hätte. So ein Teaming ist von unschätzbarem Wert und ich bin ihm unendlich dankbar dafür. Danke Norbert! 

Relaunch meiner Webseite:

 

Im Frühjahr 2020 gab es mit meiner eignen Neuausrichtung auch einen kompletten Relaunch meiner Webseite. Auf dieser ging es zwar auch in der Vergangenheit um mich als Trainer. Aber eher fokussiert auf Fitnesstudios und umfasste die ganze Bandbreite von Bauch Beine Po, Iron Fit und Step Aerobic.

Beim genauen hinschauen sieht man aber zumindest schon den Grundstein für meine Neuausrichtung. Ich habe bereits 2018 angefangen in Mülheim eigene Pilateskurse zu geben. Noch auf die traditionelle Weise über Flyer verteilen und Listen schreiben. Aber das Schicksal wusste scheinbar mehr. Denn die dort gewonnen Teilnehmer sind mir zu einem Großteil noch heute treu und das weiß ich extrem zu schätzen. 

Auf der neuen Homepage (auf welcher Du Dich hier befindest) findest Du nun viel mehr zum Thema Pilates, zu meinen Kursformaten und natürlich zu meinen Angeboten. Der neue Farbanstrich, komplett neue Fotos mit einem völlig neuen Design und die Einbindung des Onlinekalenders zur Buchung zeigen wie deutlich die Veränderungen dieses Jahr waren. Ich mag diese neue Seite. 

 

So sah die Startseite meiner alten Homepage aus wie sie bis Anfang 2020 noch aussah.

Noch zum Beginn des Jahres sah meine Homepage so aus. Komplett anderes Farbdesign, anderer Stil und ein völlig anderer Fokus. 

Mein erster Newsletter:

 

Wow, darauf bin ich stolz. Ein richtiger Newsletter, der alle rechtlichen Anforderungen erfüllt und einen ganz persönlichen Style hat. 

Das ist etwas komplett Neues und noch ziemlich frisch. Meinen Newsletter gibt es seit November. Jeder kann ihn abonnieren. Er soll Dich natürlich über Neuigkeiten informieren, Termine, Aktionen und Angebote. Aber er soll Dir auch Informatives liefern und Spaß machen. Das waren die Themen in meinem ersten Newsletter:

 

  • der Geschenkgutschein für Pilatestraining
  • die Ankündigung einer Überraschung bei einer Herbstaktion
  • die Highlights der Woche (das erste Mal internationale teilnehmer aus Österreich beim Onlinetraining, es haben sich Praxistester für mein gratis PILATES Programm gefunden, neue Beleuchtung in meinem Onlinestudio)
  • Tipps der Woche (eine Guten-Morgen-Bewegungsroutine entwickeln, täglich frisch kochen, tägliche ToDos in kleine Arbeitspakete packen und über den Tag neu anordnen, um sich an den neuen Corona-Alltag anzupassen)

 

Ich habe ihn am 8. November 2020 an 31 Abonnenten verschickt. Seit dem sind 5 Newsletter zu meinen Abonennten gegangen und bis zum Jahresende sollten es insgesamt 7 Ausgaben sein.

 

Mein erster Newsletter Anfang November 2020

Und so er aus, der erste Newsletter am 8.11.2020

Mein altes Logo bis zum Sommer 2020

Mein altes Logo bis zum Sommer 2020.

Mein neues aktuelles Logo seit Herbst 2020

Mein neues aktuelles Logo seit Herbst 2020.

Mein neues Logo:

 

Die Änderung in meinem Logo waren nicht ganz so dominant und dennoch umfassend. Hier zeige ich Dir die ältere und die neue Version. Auch da wird meine Mindsetänderung mehr als deutlich. Findest Du die Unterschiede? 

Eigentlich hatte ich vor, dieses Logo auch auf meinem PKW anzubringen in dieser abnehmbaren Form über Magneten. Was ich jedoch nicht bedacht habe ist, dass die aktuellen Autos gar nicht mehr magnetisch sind. Was für ein Reinfall. Aber das Gute daran ist, dass ich die Magneten anfertigen lassen hatte, bevor ich das neue Logo designt habe. Als hätte mein Schicksal gewusst, dass ich diese nicht brauchen werde. Die Magneten mit den alten Logos  verzieren nun die Heizkörper in meinem Arbeitszimmer und im Sportkeller und bekommen so einen historischen Wert.

 

 

Facebookprofil in neuem Anstrich:

Auch hier wird die Veränderung deutlich. Mein neues Titelbild auf meiner Facebookseite war eines der ersten Änderungen, die nach Außen sichtbar wurden. Es erstrahlt nun in meinem neuen Branding und ist auf meinen neuen Fokus ausgerichtet. Es gab viel positives Feedback darauf. Das motiviert gewaltig.

Seit Oktober poste ich regelmäßig und bin für meine Abonnenten viel präsenter geworden. Aber nicht nur das Titelbild ist frisch. Das ganze Profil der Seite ist überarbeitet. Überall sind aktuelle Informationen zu finden, der Trainingstermine als Veranstaltung und und und….

Mein Titelbild in Facebook ist nun auch in meinem Branding und auf meinen neuen Fokus ausgerichtet. Es gab viel positives Feedback darauf.

Das neue Titelbild auf meiner Facebookseite.

Mein Einstieg bei Instagram: 

Meinen Instagram Account habe ich schon lange, aber aktiv war ich nicht wirklich. Auch das hat sich dieses Jahr geändert.  Meinen ersten Post gab es im Frühjahr während der ersten Corona – Welle. Noch ohne Strategie und einfach nur so.

Im Rahmen des Marketingkurses im Herbst habe ich viel über die Algorithmen von Instagram gelernt und wie sich eine gute Community aufbauen lässt. So habe ich Tag für Tag viel Neues ausprobiert und Stück für Stück entwickelt sich ein Stil.

Mittlerweile findest Du ein einheitliches Branding und tägliche Informationen über meinen Account und langsam und stetig steigen die Followerzahlen. Ich bin dann wohl auf Social Media angekommen. Voll zufrieden bin ich allerdings noch nicht. Die Interaktionen sind mir noch zu gering, das optische Äußere immer noch nicht klar genug und die Community natürlich noch viel zu klein. Ich übe mich in Geduld, denn Social Media Marketing braucht Zeit.

Der Anfang meines Instagram Feeds von Mai 2020.

Der Anfang meines Instagram Feeds von Mai 2020. Noch reichlich wild.

Mein Instagram-Feed Anfang Dezember. Das Farbbranding wird deutlich.

Mein Instagramfeed Anfang Dezember 2020. Das neue Branding setzt sich durch.

Rosmarin mein Weihnachtsbaum, digitale Weihnachten und Silvester ohne Knall

to be continue…..

Mein Jahr in Zahlen

  • Anzahl der Follower Instagram: 131
  • Anzahl Abonnenten Facebook: 223
  • Anzahl Newsletter Abonnenten: 37
  • Anzahl veröffentlichter Blogartikel: 9
  • Anzahl Pilateskunden: 40
  • gesamte Laufkilometer: 1744km 
  • gesamte Schwimmkilometer: 79km
  • Anzahl Tage mit dem WoMo unterwegs: 35 Tage

Der Jahresrückblick 2020 ist mein erster dieser Art und vermutlich wird es zum Ende 2021 interessant werden, wie sich alles entwicklet hat. Ich bin jetzt schon beeindruckt und freue mich auf die Zukunft.

Ausblick auf 2021

 

Wünsche, Vorhaben, Erwartungen und Vorsätze. Ich bin nicht der Typ für die Vorsätze zum Neujahr, die dann bis Karneval anhalten, um dann wieder in Vergessenheit zu geraten. Gesund ernähren möchte ich mich immer und viel bewegen auch. Ja, ich wünsche mir, wieder mit dem Wohnmobil verreisen zu dürfen und die Familie häufiger zu sehen.

Ich wünsche mir aber auch, dass wir bald wieder ein Leben ohne Pandemie führen können wohlwissend, dass es dann immernoch tödliche Krankheiten gibt, die wir nicht über eine Quarantäne verhindern können.

Sich etwas vorzunehmen, fällt in dieser Zeit wirklich schwer. Dennoch habe ich es getan und bin gespannt, ob ich in einem Jahr zurück blicke und auf das richtige Pferd gesetzt habe.

 

Was ich mir vornehme….

 

  • meine erste Challenge „gesünder Laufen“ auf Facebook und Instagram
  • Ausbildung zum Stretching Instructor
  • „1001Nacht“ auf der Bühne mit StageLine
  • zusätzliche Pilateskurse
  • Aufbau eines einheitlichen Auftritts als Trainerin für Bewegung, Ernährung und gesunden Lebensstil (Homepages zusammenfassen)
  • mindestens zwei Mal nach Kroatien fahren
  • mein Wort für 2021: Sichtbarkeit & Community

Wie sehr hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Möchtest Du stark sein wie ein Baum? Lebendig wie das Meer? Und strahlend wie die Sonne?

Dann trag' Dich hier ein und Du bekommst gratis Impulse und Tipps für Deine Rückengesundheit & Vitalität!

Prima, das hat geklappt!