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Last Updated on 25. November 2021 by Anna Breil

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Ich bin selbstständige Expertin für Rückengesundheit und Vitalität. In diesem Rahmen biete ich mein geliebtes Pilatestraining an. Ich habe aber auch Onlinekurse entwickelt, welche für einen Alltag ohne Verspannungen und für Bewegungspausen in Deinem Schreibtisch-Alltag sorgen. Onlinekurse sollten nun aber auch online verfügbar sein. Und so habe ich mich auf die Suche nach dem technischen zu Hause für meine Ideen, Kurse & Projekte gemacht. Ich brauche eine Kursplattform also eine IT-Lösung. Doch was für eine Lösung kommt für mich in Frage? Inhouse oder Outsourcing? selbst hosten oder fertige Lösung?

Als Account Managerin in einem weltweiten agierenden IT-Konzern berate ich seit vielen Jahren mittelständische Unternehmen zu ihren IT-Konzepten – allem voran zu der Frage „Inhouse versus Outsourcing?“.

Wie ich diese Entscheidung bzgl. meiner Kursplattform nun für mich selbst getroffen habe und warum, erfährst Du in diesem Artikel. 

Recht schnell kommt der Gedanke auf, warum ich als Soloselbstständige überhaupt eine Softwareplattform selbst hosten sollte. Schließlich sollte ich mich auf meine fachliche Expertise – mein sogenanntes Kerngeschäft – fokussieren und so viel wie möglich an Externe geben.

Hmmm, naja. Als Kleinunternehmerin müsste ich dann alles outsourcen: die Steuererklärung und Buchhaltung an ein Steuerbüro, Marketingaufgaben an eine virtuelle Assistenz. Das Abwickeln des Zahlungsverkehrs kann auch ein externer Anbieter übernehmen.

Inhouse oder Outsourcing  – Warum sollte ich mir die Frage überhaupt stellen? Wäre das für mich als Einzelunternehmerin nicht sinnvoll möglichst viel fremd zu vergeben und auf fertige Lösungen zu setzen? Wo meine zeitlichen Kapazitäten mit 24h am Tag und meine fachliche Expertise zu Steuern, Marketing oder IT eher begrenzt sind?

Meine Mission ist der Grundstein

Meiner Meinung nach ist das zu kurz gedacht. Viel mehr kommt zu der Frage was mein Kerngeschäft ist und was mein KnowHow hergibt, ist auch die Frage meiner Mission, meiner Ziele und meiner Strategie auf. Nur mit Hilfe dieser Kriterien sollte die Frage zwischen Inhouse oder Outsourcing beantwortet werden. Nur damit zeigt sich, welches Konzept zu mir passt.

Als Account Managerin bei Fujitsu berate ich Unternehmen zu ihrer IT. Ich erkläre ihnen wo die Vorzüge von eigenst gehosteten IT Systemen liegen und wann es sinnvoll ist, diese nach draußen zu geben, also einem externen Anbieter anzuvertrauen. Hier geht es oft um SAP-Systeme, welche die Produktion und das Herzstück vieler Unternehmen steuert. Aber nicht nur. Die Personalabteilung benutzt Tools für die Verwaltung der Mitarbeiter zum Beispiel auch Schulungsplattformen zur Weiterbildung von Mitarbeitern. Alles das lässt sich selbst hosten oder fremd betreiben. Oder man setzt eben komplett auf eine fremde, quasi fertige Lösung und erfindet das Rad nicht neu. Aber was macht nun Sinn?

Welche Konzepte gibt es?

Bei der Entscheidung und Suche nach meiner eigenen Kursplattform durfte ich mich nun selbst beraten. Mein erster Schritt war die Betrachtung, welche Lösungskonzepte es überhaupt gibt. Und hier lassen sich für mich als Selbstständige zwei grundsätzliche Wege unterscheiden.

Da wäre zuerst die selbst gehostete Lösung. Das heisst, auf Basis meiner WordPress-Installation, welche bei einem Internetprovider gehostet wird, könnte ich nun weitere Software-Lösungen installieren, einrichten und selbst betreiben. Oder ich setze auf eine cloudbasierte fertige Lösung eines externen Anbieters, welche mit meiner Webseite nichts zu tun hat. Diese muss ich dann nur noch mit meinen Inhalten füllen.

In beiden Fällen stelle ich mir keine eigenen Server in mein Homeoffice. Dennoch geht es um eine Entscheidung mit Tragweite.

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Was für ein eigenes Hosting spricht (wordpressbasiert)

Der größte Vorteil für eine Inhouse-Lösung – also das Hosten meiner Kursplattform in meiner WordPressumgebung sind sicherlich die Kosten. Aber da sind noch mehr Faktoren:

 

  • Ich behalte die Hoheit über alles was auf meiner Plattform passiert
  • Ich kann meine individuellen Anforderungen umsetzen
  • weitestgehende Unabhängigkeit vom Anbieter und dessen Strategien
  • totale Flexibilität in der Ausgestaltung (Design und Funktionen)
  • geringere Kosten, wenn ich den Faktor Zeit nicht monitär bewerte

Was für einen externen Anbieter spricht (fertige Cloud-Lösung)

Für eine fertige Lösung zu meiner gesuchten Kursplattform bei einem Cloud- oder Managed Service-Anbieter sprechen:

 

  • schnell startklar sein
  • kaum KnowHow zum Einrichten, Anbinden oder Verknüpfen nötig
  • Nutzung vorhandener Schnittstellen
  • um Sicherheit, Verfügbarkeit und Zugriffsschutz kümmern sich andere
  • Die Verfügbarkeit ist im Fall einer Störung höher. Bis ich mitbekomme, dass an meiner Plattform etwas nicht funktioniert, hat ein externer Provider das Problem schon längst behoben
  • Ich muss mich nicht mit technischen Details beschäftigen

Was empfehle ich meinen Kunden als Fujitsu – Account Managerin?

Als Account Managerin habe ich gegenüber meinen Kunden einen riesen Vorteil: Fujitsu bietet Lösungen für Inhousekonzepte, für Managed Service Konzepte und für die verschiedensten Konstellationen dazwischen. Somit bin ich frei in meiner Empfehlung und kann mich voll und ganz auf den Kunden konzentrieren und erkennen, was für diesen der beste Weg ist.

Was ich überhaupt nicht mag sind Ausschreibungen, die lediglich darauf abzielen den billigsten Anbieter zu finden ohne dass der Kunde wirklich weiß was er will. Natürlich gibt es Unternehmen, welche dies als ihre Leitlinie haben – also den Billigsten zu finden. Das ist auch legitim. Doch nicht nur einmal habe ich erlebt, wie Unternehmen damit auf die Nase gefallen sind. Am Ende mussten sie viel mehr investieren, um Schäden zu beseitigen. Da fällt mir immer das Credo meiner Oma ein: „Kind, ich bin zu arm, um billig zu kaufen“.

Wähle Anbieter, die zur eigenen Strategie passen

Häufig erlebe ich, dass sich Unternehmer sowohl Inhouse als auch Managed Service Angebote alternativ erstellen lassen, um darauf basierend eine Entscheidung zu treffen. Und das von teils mehr als zehn verschiedenen Anbietern. Aus meiner Sicht ein unnötiger Schritt, welcher allen Beteiligten viel Zeit kostet. Es liegt auf der Hand, dass diese Kostenvergleiche in fast allen Fällen für eine selbst gehostete Lösung sprechen. Die absolute Investion einer selbstgehosteten Inhouse-Lösung ist meistens geringer.

Inhousekonzepte vernachlässigen jedoch die Kosten, welche für das eigene KnowHow und den administrativen Zeitaufwand aufgebracht werden müssen. Als Unternehmen brauche ich eine Strategie! Zum Beispiel: „Cloud first“ oder „lokal first“ oder „alles in der eigenen Hand“. Denn dann kann ich mir als Unternehmen einen Ausschreibungsschritt sparen.

Ich wünsche mir als Fujitsu Account Managerin daher Gespräche und Projekte mit Kunden und Unternehmen, die Fujitsu als einen passenden Partner betrachten. Also Unternehmen welche die strategische Bewertung bereits vorgenommen haben. Dann ergibt sich auch das optimale IT-Konzept. Dann lassen sich alle Facetten des Lösungskonzeptes an die Mission und Bedürfnisse anpassen.

Selbstständige und Kleinunternehmer gehen da ähnlich vor. Sara Menzel-Berger beispielsweise begleitet als WordPress-Expertin potentielle Kunden in dem Auswahlprozess. In ihrer Vorgehensweise zeigt sie, wie wichtig es ist, zuerst die Inhouse-Outsourcing Entscheidung zu treffen und wie sich diese Auswahl treffen lässt. 

Ich wünsche mir, dass auch die Verantwortlichen Entscheider in großen Unternehmen ihre Auswahlprozesse überdenken und die strategische Inhouse-Outsourcing-Entscheidung vorab treffen. Dieses Vorgehen hat den entscheidenden Vorteil, dass sich die Ausschreibung der späteren Lösung auf nur wenige Anbieter beschränkt. Diese Wenigen sind dann aber auch wirklich in Frage kommende Kandidaten, welche wirklich zu dem eigenen Unternehmen passen – in ihrer Strategie, in ihren Zielen und in ihren Konzepten. Es bleibt nicht aus, dass Kompromisse nötig werden. Doch wenn ich als Unternehmer weiß an welchen Stellen Kompromisse machbar sind und an welchen keinesfalls, dann lassen sich Gespräche mit möglichen Anbietern sparen, die eh nicht zu mir, meiner Mission und meinen Zielen passen.

Wie habe ich mich entschieden?

Nun stehe ich selbst vor der Herausforderung als Unternehmerin einen geeigneten Anbieter für meine Kurs- und Membership-Plattform zu suchen und eine Entscheidung zu treffen. Die Suche nach dem perfekten Anbieter und Produkt für mich konnte beginnen. Wow, die Auswahl ist unglaublich groß. Und auch ich muss nun entscheiden Inhouse oder Outsourcing. Und auch wenn ich aus meiner Erfahrung heraus die Entscheidung zu 98% schon getroffen hatte, nahm ich die Möglichkeit von Sara Menzel-Berger wahr, die einzelnen Bewertungskriterien nochmal zu betrachten und nichts zu übersehen.

 Im ersten Schritt habe ich mich mit meinen eigenen Werten und Zielen auseinandergesetzt, um eine Grundsatzentscheidung zu treffen, ob ich eine externe Plattform nutzen oder eine eigene wordpressbasierte Lösung selbst aufsetzen möchte.

Meine Bewertungskriterien

Meine Werte:

  • Lebensfreude, Gesundheit
  • Aktivität, Positivität
  • Anders sein / ich sein
  • Freiheit Entscheidungen, selbst zu treffen
  • Risikoscheu, Mut,
  • Nachhaltigkeit / Umweltbewusstsein

Meine Mission:

Ich helfe Menschen – meist Frauen – welche mitten im Leben stehen und die alltägliche  Belastung durch eine Vielzahl an Verantwortungen körperlich spüren. Mit meinem sanft belebendem Pilatestraining, aber auch mit meinen Onlinekursen für mehr Bewegung am Schreibtisch und weniger Verspannung im Alltag, damit sie Leichtigkeit leben und Schmerzen lindern können.

Werte meiner Kunden, die mit der Lösung arbeiten werden:

  • Naturverbundenheit
  • Sensitivität, Sinnlichkeit, Offenheit
  • Leichtigkeit
  • Herzlichkeit
  • Verlässlichkeit
  • Empathie

Ziele meiner Kunden:

  • Gesundheit
  • Entspannung
  • Weiterentwicklung / Wachstum
  • Gemeinschaft

meine Ziele und Strategie

  • Vermitteln meiner Identität (Leichtigkeit, Vitalität)
  • Bezahlbare Kosten
  • Flexibilität: an Veränderungen gut anpassen können
  • Eine Kursplattform schaffen, auf welcher sich meine Kunden persönlich weiter entwickeln können mit persönlich betreuten Kursen und mit Selbstlernkursen

Meine funktionellen und unternehmerischen Anforderungen:

  • Bereitstellen von Arbeitsmaterial, Videos, Downloads
  • Einfachste Navigation, Nutzerfreundlichkeit
  • anpassbares Design an mein Corporate Design
  • maximale Automatisierungen, Drip Content
  • das Erstellen von Notifications
  • Anbindung an meine vorhandenen Tools für Zahlungsabwicklung und E-Mail-Marketing
  • Gamification-Elemente
  • Ausgereifte Mobile Nutzung

Für mich hat sich meine Vorabentscheidung untermauert, dass ich meine neue Kursplattform in der WordPress-Umgebung meiner Webseite selbst hosten werde. Meine Werte und Ziele passen weniger zu einer Cloud- und Managed Service Plattform. Mit dieser Art Anbietern habe ich die Gespräche also gar nicht erst aufgenommen.

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Kompromisse sind normal

Im nächsten Schritt habe ich alle Features aufgeführt, welche mir wichtig sein werden – ungeachtet der Möglichkeiten, die die einzelnen Software-Produkte bieten. Wieder schnell wurde klar, dass es keine Lösung gibt, welche alle meine Wünsche in jedem Detail abdecken kann. Und auch das ist ein normales Szenario. Ich habe mich durchgerungen und mich für die wichtigsten drei Funktionen entschieden.

 

  • Drip Content & Automationen
  • Einfachste Navigation und individuelles Design
  • Integration meines vorhandenen Zahlungssystems

 

Mit dem Fokus auf diese habe ich mir nun verschiedene Software-Lösungen angesehen. Tatsächlich kamen auf diese Weise lediglich noch zwei Produkte in die engere Wahl. Und nun war die Entscheidung nicht mehr schwer. Jetzt macht es Sinn sich den Preis anzuschauen und die restlichen Funktionen. Wie groß sind die Kompromisse, die ich technisch eingehen muss? Auch jetzt hole ich mir nochmal meine Werte und Ziele hervor und bewerte beide Produkte nach diesen Kriterien.

Wenn ich an diesem Punkt noch nicht wüsste ob ich vielleicht doch lieber eine cloudbasierte Lösung haben möchte, dann wird sich die Entscheidung noch lange hinziehen. So konnte ich mich für ein Produkt entscheiden und kann hinter dieser Entscheidung zu 100% stehen.

Fazit

In diesem Vorgehen spielt es keine Rolle ob es bei der Entscheidung um ein SAP System handelt, um die Verlagerung von Marketing- oder Buchhaltungstätigkeiten, das Einsetzen von Tools oder wie bei mir um die Entscheidung zu einer Kurs- und Membership-Plattform. Das Ergebnis wird bei jedem Unternehmer egal wie klein oder groß er ist unterschiedlich ausfallen. Genauso unterschiedlich wie die Ziele und Werte der Unternehmen und der Unternehmer sind.

Dieses Vorgehen schaffte mir viel mehr Leichtigkeit und weniger Stress. Einfach ein besseres Gefühl und zudem noch Motivation, diese Plattform dann aufzusetzen und meinen tollen Kursen und Produkten ein zu Hause zu geben.

Entspannung, Frische & Stabilität zieht sich durch mein ganzes Handeln und als Expertin für Rückengesundheit & Vitalität wünsche ich Dir das auch. Du wirst auf meiner neuen Kursplattform bald schon Ideen finden, die Deinen Alltag rückenentspannt machen werden. Und Du weißt nun, dass diese genauso entspannt entstanden ist.

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