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Last Updated on 4. März 2022 by Anna-Maria Breil

Blogbanner: Gartenarbeit ist gesund

Gartenarbeit ist gesund, entspannt und hilft sogar gegen Depression. Deshalb freue ich mich, dass ich Michaela Kopp, Agrar- und Gartenexpertin aus dem schwäbischen Umland von Augsburg gewinnen konnte, für Euch zu erzählen was Gartenarbeit für unsere Psyche und unsere Fitness bedeutet.

Du erfährst in diesem Artikel nicht nur wie gesund Gartenarbeit auf Dich wirkt. Michaela bringt auch ein paar Tipps für Deinen frischen Gartensalat mit.

Kein Wunder also, dass oft gesagt wird: Gartenarbeit ist mein Yoga. Lass Dich inspirieren, selbst wieder mehr aktiv im Garten zu werden und die Gartenarbeit viel bewusster wahrzunehmen.

Wusstest Du, dass Dir Gartenarbeiten dabei helfen, Stress abzubauen?

Durch Gartenarbeit Stress abbauen. Das hört sich gut an! Tatsächlich entspannt sich der Körper, wenn Du in der Erde buddelst, pflanzt, säst oder noch mal zurück in den Keller gehst, um neue Erdtöpfchen und Schalen hervorzuholen.

Es wurde sogar schon erforscht, dass der Blutdruck bei Tätigkeiten im Garten niedriger ist als bei Arbeiten am PC. 

Es ist auch kein Wunder, denn draußen tätig zu werden verbessert die Sauerstoffzufuhr und somit die Atmung. Auch der Puls beruhigt sich. So ist es bewiesen, dass Gärtnern dem Herz-Kreislauf -System guttut, so für einen ruhigen Puls sorgt und den Blutdruck senkt.

Kennst Du auch das Gefühl, wenn Du als Beifahrer beim Autofahren aus dem Fenster schaust und nur Grau und Stadt siehst, dass es Dich einengt und bedrückt? Mir geht es so. Aber sobald ich wieder grüne Wiese und Weite sehe, dann entspannt sich etwas in mir.

Es gab früher Zeiten, in denen ich unter Leistungsdruck für Prüfungen lernen sollte. Ich habe mich dazu sehr oft auf die Wiese gesetzt. Heute ist mir klar warum: Denn das weite Grün, die frische Luft und vielleicht auch die Gerüche, spielen eine Rolle und wirken Direkt auf den Körper beruhigend.

Probiere es doch gerne mal aus!

Gartenarbeit entspannt

Gartenarbeit ist Verwurzelung pur: Wie Du bodenständig wirst

Als Agrarbloggerin kommt mir immer wieder mal das Wort „bodenständig“ in den Sinn.

Landwirte sind bodenständig, heißt es. Aber ist es ein Wunder, denn dieser hat mit der Erde mit dem Boden zu tun. Und so ist es auch bei der Gartenarbeit nicht verwunderlich, dass Du bei der bloßen Berührung mit der Erde, sei sie kalt, warm, feucht, nass, trocken, grob oder feinporig mit dem Boden – unserem Erdboden, auf dem alles wächst und gedeiht, in Berührung kommst.

Eigentlich ist es die Mutter Erde, die uns am Leben hält. Wer sich das mal alles vor Augen hält, der spürt wohl eine innige Verbindung mit der Natur und mit der Erde. So erlebst Du also eine Erdung. Und diese Erdung hat wieder zu tun mit Dir, aber auch mit den Menschen um Dich herum.

Beim Gärtnern sprichst Du alle Sinne an

Ja, klar. Denn Du atmest eine brise frischer Luft, riechst vielleicht den Geruch der ätherischen Öle, die aus Deinen angebauten Kräutern strömen, schmeckst, wenn Du in reifes Obst (oder Gemüse) beißt, die Süße, das Saure, Bittere etc., hörst das Vogel-Gezwitscher, das Säuseln des Windes und spürst mit dienen Händen die Erde, in der Du gerade gräbst.

Die Sinne ansprechen, einmal anders wahrnehmen als sonst im Alltag. Das kann auch Kindern helfen und förderlich sein. Draußen in der Natur tätig zu werden, das fördert auch die Fantasie. So kann es hilfreich sein, mit Kindern im Garten neue Eindrücke zu schaffen, neues zu lernen, Ursprüngliches zu Lernen und so die Welt zu entdecken.

Gartenarbeit ist mein Yoga

Achtsamkeit im Garten – eine kleine Übung

Ich möchte Dich einladen, achtsam zu sein. Zwar bin ich kein Achtsamkeits-Coach, sondern gebe auf meinem Blog Gartentipps, doch ist mir sehr bewusst, dass durch wiederholtes Üben draußen (z.B. in Deinem Garten) Du Dir mentale Gesundheit, die sich dann auch auf Deinen Körper positiv auswirkt, hervorholen kannst.

Setzt Dich in Deinen Garten, auf eine Bank, auf eine Decke in der Wiese oder auf einen Baumstupf. Setzte Dir dabei keine Grenzen. Nimm Deinen Körper wahr und spüre nach, wo Du sitzt, wie Du sitzt. Spüre den leichten Wind oder höre das Vogelgezwitscher, betrachte Deinen Garten (ohne diesen zu bewerten). Nimm all Deine Sinne bewusst wahr und spüre Deinen Körper. Höre dann in Dich hinein. Vielleicht nimmst Du ein Gefühl wahr, das gerade in Dir hochkommt? Werde Dir dann bewusst, ob Du das Gefühl angenehm, unangenehm oder als neutral empfindest. Vielleicht spürst Du die Stelle in Deinem Körper, wo das Gefühl entsteht, wo es herkommt? Werte nicht, lass es da sein. Nimm es an.

Nimm Dich an, nimm Dein Leben an.  Versuche dann den Entschluss zu fassen, dass was Du als Nächstes tun möchtest, achtsam zu tun. Ich traue mir sagen, dass diese Entschleunigungs-Übung im Garten eine besondere Wirkung auf Dich hat.

Aber vielleicht schaffst Du es, diese Anregung auch auf Deine Gartenarbeiten zu übertragen. Und selbst wenn Du nicht immer bewusst wahrnimmst, was Du tust, hat die Gartenarbeit dennoch eine Wirkung. Sich in Gedanken zu verlieren, sich der Tätigkeit vollkommen zu widmen. Dies alles wirkt beruhigend auf Geist, Seele und Körper.

Achtsamkeit im Garten

Glückshormone trainieren durch Gartenarbeit

Dennoch ist das nicht alles, was bei der Gartenarbeit mit uns als Mensch passiert. Du kennst es wahrscheinlich. Nämlich, wenn Du hart arbeitest, umgräbst, Sträucher schneidest, bei der Arbeit schwitzt, oft in Verbindung mit viel Kraft, vielleicht getrieben von der Motivation, diese eine Arbeit heute noch zu verrichten.

Ob Du fertig wirst oder nicht, plötzlich siehst Du, anhand Deines umgegrabenen Beetes, Deine geschnittenen Sträucher, oder an einem Korb voll mit Kräutern, Gemüse oder Obst, dass Du etwas geschafft hast. Das Du es erreicht hast, was immer Du Dir vorgenommen hast. Und es ist durch Deine Hand entstanden.

Das macht Dich unsagbar glücklich. Und ja es ist bewiesen. Es werden bei und auch nach der Gartenarbeit Glücksgefühle wie Serotonin oder Dopamin in Deinem Körper frei.

Das passiert auch beim Sporteln. Nur kann eben Gartenarbeit nochmal einen anderen Wert darstellen. Nämlich auch, dass Du zu Deiner mentalen, körperlichen Gesundheit auch noch beiträgst, indem Du Dir Lebensmittel anbaust.

Was kann es also schöneres, bewundernswerteres und gesünderes geben als Gartenarbeit?

Übrigens bedeutet Arbeit an der frischen Luft und an der Sonne auch, dass Dein Körper Vitamin D produziert. Denn Sonnenlicht fördert die Produktion des Vitamins. Dieses Vitamin wird bei Depression empfohlen einzunehmen, wenn es dunkle Tage mit wenig Sonnenlicht gibt.

Gartenarbeit für eine gesunde Psyche

Körperliche Fitness durch Gartenarbeit

Und nicht zuletzt hält Gartenarbeit natürlich fit. Denn Du trainierst dadurch sämtliche Muskeln und bleibst in Bewegung. Wusstest Du, dass dieser Muskelaufbau gleichzeitig ein Training für alle Muskelgruppen darstellt und dies nebenbei wieder den Knochenaufbau fördert?

Eine gestärkte Muskulatur kann aber auch Rückenschmerzen vermeiden. Allerdings ist es ratsam, bei der Gartenarbeit auch Pausen einzulegen, rückenschonend zu arbeiten und eventuell Gymnastikübungen, die Rückenschmerzen entgegenwirken durchzuführen. Lies dazu gern den Artikel „Rückenschmerzen nach der Gartenarbeit – Was tun?

Gartenarbeit ist Fitness

Gartenarbeit isst Gesundheit – gesunde Ernährung

Nicht zuletzt hat Gartenarbeit einen Einfluss auf Deine Ernährung. Denn wer einen Garten hat, kommt definitiv auf die Idee für sich Kräuter, Obst, Gemüse anzubauen, um sich regelmäßig gesund und frisch zu ernähren. Oder?

Im Garten hast Du es selbst in der Hand, ohne Düngemittel die Pflanzen anzubauen, die Du selbst gern magst.

Diese Gemüse und Kräuter werden spielend leicht zum Erfolg in der Küche:

 

Ob Du gerne mit Deinen Kindern säen willst, oder für Dich selbst mal ausprobieren möchtest, ob Dir das Säen Spaß macht, folgendes Gemüse und Kräuter bringen sofortigen Erfolg mit sich. Warum? Weil sie schnell keimen, zügig wachsen und dann auch bald zum Ernten geeignet sind:

Salate, Radieschen und Kapuzinerkresse.

Salate gibt es in verschiedensten Farben, Formen, Geschmacksrichtungen… (Kopfsalat, Feldsalat, Rucola, Endivie, Lollo Bionda, Lollo Rosso, Chicorée etc. … Meine Oma sagte schon immer, säe alle 14 Tage an, denn so gibt es durch und durch Salat zu ernten.

 

  • Erdreich und Standort: Kräutererde oder Anzuchterde, weil die kleinen Samen besser an keimen
  • Aussaat ins Freiland: ab Februar (z.B. schon Feldsalat) bis Oktober im Freiland
  • Die Ernte: 20 bis 50 Tage nach der Saat, je nach Sorte

Radieschen

Die leckere, kleine, rote, frische Kugel soll doch im Garten vor allem im Frühling nicht fehlen. Vor allem Kinder lieben sie auch, weil sie so handlich und klein sind und so saftig, frisch schmecken und super geeignet sind, für die Brotzeitbox. Wusstest Du, dass Du auch die Blätter vom Radieschen essen kannst? Es gibt Radieschen in verschiedensten Formen und Farben, halb rot, rosa, weiß, rundlich, länglich etc.

 

  • Erdreich und Standort: hier empfehle ich Kräutererde oder Anzuchterde
  • Aussaat ins Freiland: ab März
  • Die Ernte: 14 bis 20 Tage nach der Saat
Gartenarbeit ist gesund

Zitronenmelisse

Diese großartige Pflanze riecht nicht nur phantastisch, sie kannst Du auch als Tee aufgießen oder Limonade aus ihr zubereiten. Säe sie ab Februar auf der Fensterbank vor oder ab Mai direkt ins Freiland. Du hast lange was von ihr, da sie bis zu 90 cm hoch wird (wenn Du sie nicht regelmäßig schneidest und aberntest).

Die beste Zeit für die Ernte ist aber im August an der Vormittagssonne. Dann entfaltet sie die meisten ätherischen Öle. Hast Du keinen sonnigen Standort, dann genügt sie sich auch im Halbschatten. Sie ist bekannt für ihre beruhigende Wirkung. Melisse beruhigt Nerven und Magen.

 

  • Erdreich und Standort: Kräutererde an einem sonnigen Standort
  • Aussaat: ab Mai draußen
  • Keimung:  21 bis 30 Tage;
  • Ernte: Juli/ August

Ein toller Tipp für die Kleinen: Säe in Tierformen aus. Also stecke mit Holz-Stöckchen z.B. das Haus einer Schnecke im Beet ab. Dann säe danach aus. Das Ergebnis nach der Keimung bis kurz vor der Ernte ist: „eine Schnecke“ im Beet.

 

Unternehmungen mit Kindern im Garten

Wer hat schon mal ausprobiert, Sonnenblumen im Topf vorzuziehen (ab April auch draußen) und diese dann um die Wette wachsen zu lassen? Vielleicht noch mit verschiedenen Sorten? In ein paar Monaten könnt ihr den Gewinner festmachen, wenn ihr euch denn die Standorte merkt oder markiert.

Keine Lust auf Wetten? Na dann beginnt doch ein kleine Forschungsexperiment: Sonne, Schatten, verschiedene Sorten, trockene Standorte, nasse Standorte, etc.

Schreibt alles mit, was ihr testen wollt und schreibt euch zum Schluss eure Forschungsergebnisse auf.

Zu welchem Entschluss seid ihr gekommen?

Mit Kindern im Garten

Über Michaela

Michaela Kopp - Agrar- und Gartenexpertin

Ich bin Michaela, Agrar-Bloggerin, 33 Jahre alt und auf einem Bauernhof aufgewachsen. Ich habe auf einen landwirtschaftlichen Betrieb geheiratet, Pflanzenwissenschaften studiert und bin seit ich denken kann, bei der Gartenarbeit oder Feldarbeit dabei. Auch meine 4 Kinder nehme ich regelmäßig mit nach draußen.

Auf meinem Blog findest Du einen saisonalen Pflanzkalender für den Balkon und Garten (https://www.michaelas-agrarblog.de/pflazkalender-fa-2022/), den ich selbst entworfen habe.

Ich gebe Gartentipps oder nehme Dich über eine Baumpatenschaft mit auf den Waldspaziergang: https://www.michaelas-agrarblog.de/baumpatenschaft/ .

Im Sommer werde ich auch wieder einen Online-Kurs zum Thema Haltbarmachen Lernen anbieten.

Eine bunte Vielfalt zu meinen Themen findest Du auf meinem Blog: www.michaelas-agrarblog.de  oder auch auf meinem Instagram-Profil: https://www.instagram.com/agrarbloggerin_michaela/

 

Vielleicht magst Du mal vorbeischauen.

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