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Blogbanner: Bandscheibenvorfall vorbeugen

Über 60% aller Erwachsenen haben Rückenprobleme. Diese Probleme müssen nicht zwingend gleich Bandscheibenvorfälle sein. Aber auch diesen erleiden jedes Jahr etwa 180.000. Knapp die Hälfte werden sogar an der Wirbelsäule operiert. (Tagesspiegel). Meist geht ein Bandscheibenvorfall mit heftigen und langwierigen Schmerzen einher. Im schlimmsten Fall ist man monatelang außer Gefecht gesetzt und kann langfristig Störungen in den Armen oder Beinen davontragen.

Doch so ein Bandscheibenvorfall kündigt sich oft über längere Zeit an. Wenn Du diese Signale wahrnimmst oder dem Risiko von Rückenproblemen ausgesetzt bist, kannst Du rechtzeitig einem Bandscheibenvorfall vorbeugen und einwirken. Dann bleibt Dir einiges Leid erspart und Du kannst den Alltag genießen.

In diesem Artikel erfährst Du was ein Bandscheibenvorfall ist und wie er entsteht. Ich erkläre Dir, welche Signale Du wahrnehmen solltest und woran Du erkennst, ob Du dem Risiko für einen Bandscheibenvorfall ausgesetzt bist. Zu guter Letzt bekommst Du Hilfe und Tipps wie Du selbst einem Bandscheibenvorfall vorbeugen kannst.

Die Wirbelsäule eines Erwachsenen besteht in der Regel aus 33 Wirbeln, von oben nach unten: 7 Halswirbel. 12 Brustwirbel. 5 Lendenwirbel. In der Fachsprache werden die Wirbel mit Buchstaben und Nummern durchnummeriert, damit jeder Experte weiß von welchem Wirbel gesprochen wird.

Damit wir uns in alle Richtungen bewegen können sind zwischen jedem Wirbel sogenannte Bandscheiben. Das sind eine Art flexibles Gelkissen. Diese Gelkissen werden zusammengedrückt oder lockergelassen, je nachdem ob an dieser Stelle zwischen den beiden Wirbeln gerade ein Druck ausgeübt wird oder nicht.

Bei einem Bandscheibenvorfall rutscht die Bandscheibe von ihrer Position weg. In manchen Fällen geht auch der Ring der Bandscheibe kaputt und der innere ebenfalls weiche Kern drückt nach außen. Dann spricht man von einer Bandscheibenvorwölbung bzw. einem Bandscheibenvorfall.

Drückt die Bandscheibe beispielsweise nach hinten, trifft sie auf Nerven oder das Rückenmark. Dieses verläuft am Rücken entlang unserer aufgetürmten Wirbel. Man kann sich das wie einen recht engen Kabelkanal vorstellen. Werden die Nerven nun gequetscht, verursacht das mächtige Schmerzen welche in die Arme oder Beine ausstrahlen können.

Setze auf konservative Heilung

So ein Bandscheibenvorfall lässt sich nicht rückgängig machen. Ist die Bandscheibenmasse erstmal ausgetreten gibt es nur zwei Optionen: Die ausgetretene Masse wird operativ entfernt. Das ist nicht ungefährlich weil das oft entlang der Nerven erfolgen muss. Im besseren Fall übt sich der Patient in Geduld und lässt die ausgetretene Masse „austrocknen“ wie eine Weintraube.

Solltest Du einen Bandscheibenvorfall haben, empfehle ich Dir wenn irgendwie geht auf eine konservative Heilung zu setzen und sobald möglich mit Pilates, Wassergymnastik und Physiotherapie zu begleiten. Die Medizin hat zahlreiche Mittel, um die Schmerzen erträglich zu machen und gereizte Nerven abschwellen zu lassen (PRT Spritze).

Bandscheibenvorfälle kann man überall entlang der Wirbelsäule bekommen. Besonders häufig sind sie jedoch in der Lendenwirbelsäule und in der Halswirbelsäule.

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Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?

Doch um zu verstehen, was Du einem Bandscheibenvorfall vorbeugen kannst, ist zu verstehen, wie ein Bandscheibenvorfall entsteht.

Beugen wir uns beispielsweise nach vorn, wird die Bandscheibe zwischen den Wirbeln an der Vorderseite gequetscht und hat nach hinten Platz.

Liegen wir auf dem Bauch und biegen den Oberkörper nach oben ist das genau umgekehrt. Dann wird die Bandscheibe auf der Rückseite gequetscht und hat nach vorne Platz.

Prinzipiell ist das Drücken und Loslassen des Drucks auf den Bandscheiben nichts Schlimmes, denn dafür sind sie da. Ganz im Gegenteil sie brauchen das ständige Drücken und Loslassen, um sich immer wieder mit Wasser vollzusaugen wie ein Schwamm. Über das Wasser ernähren sich die Bandscheiben und bleiben flexibel und prall.

Denn wenn genau das nicht oft genug passiert und die Bandscheiben entweder an manchen Stellen dauergedrückt werden oder sich nicht oft genug aufsaugen können, verlieren sie ihre Kraft. Dann rutschen sie weg oder gehen kaputt.

Das ist meist ein Prozess und passiert nicht plötzlich. Das Rausrutschen der Bandscheibe selbst, passiert dann irgendwann recht spontan und unerwartet. Um mit dem letzten Tropfen das Fass zum Überlaufen zu bringen, braucht es noch nicht mal ein schweres Heben. Dafür reicht das morgendliche Aufstehen aus dem Bett.

Welche Signale gibt Dir Dein Körper?

Es lohnt sich, wenn Du auf Deinen Körper hörst und achtsam wahrnimmst wie es ihm geht. Auch für einen Bandscheibenvorfall gibt es Signale und Vorboten. Sie müssen nicht zwingend zu einem Bandscheibenvorfall führen. Doch wenn Du auch noch einem erhöhten Risiko ausgesetzt bist (siehe nächster Absatz), dann empfehle ich Dir vorbeugend etwas für Dich zu tun.

Folgende Signale können Anzeichen für einen drohenden Bandscheibenvorfall sein:

  • Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich (etwa in der Nierengegend)
  • Ausstrahlende Schmerzen in ein Bein oder ein Arm
  • Empfindungsstörungen an den Beinen/Füßen oder Armen/Händen
  • Häufigere Verhärtung der Pomuskulatur
  • Gelegentliche Probleme mit dem Ischias
  • Unklare Schmerzen in der Leiste
  • Chronische oder immer wiederkehrende Verspannungen

Wann bist Du für einen Bandscheibenvorfall gefährdet?

Es gibt Lebensumstände die einen Bandscheibenvorfall begünstigen können. Sollte einer dieser auf Dich zutreffen, empfehle ich Dir, über vorbeugende Dinge (siehe nächster Absatz) nachzudenken:

 Du….

 

  • … sitzt mehr als 4 Stunden am Tag (Schreibtisch, Auto, Nahverkehr)
  • … stehst mehr als 4 Stunden am Tag (Messestand, Thekenpersonal)
  • … begrenzt Deine sportlichen Aktivitäten auf bestimmte Zeiten am Tag (z.B. abends 1 Stunde Laufen, freitags 90 min Fußball spielen)
  • …verteilst Deine Bewegung nicht gleichmäßig über den Tag
  • … gehst einer körperlich anstrengenden Tätigkeit nach (z.B. in der Pflege, Logistik, Baugewerbe)
  • … kommst (ohne Sporteinheit) nicht auf 6000 Schritte am Tag
  • .. schläfst schlecht oder zu wenig (dauerhaft weniger als 6 Stunden pro Nacht)
  • fehlende Beweglichkeit
  • … hast eine hohe Stressbelastung im Alltag
  • … trinkst zu wenig Wasser (1,5 – 2 Liter pro Tag zzgl. Dem Bedarf durch Sport)
  • … hast Übergewicht, was Deine Bandscheiben viel stärker arbeiten lässt
  • … treibst Sport mit unkontrollierten ruckartigen Bewegungen (Fußball, Tennis, Tischtennis)

Dem Bandscheibenvorfall vorbeugen – das kannst Du tun!

Du kannst leider auch mit der größten Sorgfalt nicht ausschließen, dass Du jemals einen Bandscheibenvorfall bekommst. Aber Du kannst einiges für Dich tun, um das Risiko deutlich zu vermindern. Vor allem dann, wenn Du für Bandscheibenvorfälle gefährdet bist und mindestens einer der oben genannten Punkte auf Dich zutrifft. Und/oder wenn Du die Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls bei Dir wahrnimmst.

Hinter vielen Vorschlägen habe ich Dir konkrete weitere Unterstützung oder genauere Erklärungen verlinkt:

Mit diesen Möglichkeiten kannst Du einem Bandscheibenvorfall vorbeugen:

 

  • Regelmäßige Bewegungspausen am Schreibtisch
  • Mobiles Sitzen für den Arbeitsplatz
  • Suche Dir eine sanfte Sportart mit moderater Bewegung, welche Du regelmäßig ausübst (Schwimmen, Radfahren, Pilates, Yoga, Langlauf, Nordic Walking)
  • Baue Deiner Tiefenmuskulatur auf
  • Reduziere eventuelles Übergewicht durch eine ausgewogene Ernährung
  • Über eine gesunde Körperhaltung im Alltag
  • Langfristiges Lösen von Verspannungen (à Checkliste mit 36 Maßnahmen bei Verspannungen)
  • Trage nur rückenschonende Schuhe
  • Regelmäßiges Spazierengehen – als Pausen in langen Sitz- oder Stehphasen
  • Entspannung für die Wirbelsäule durch regelmäßige Stufenlage
  • Übe das ergonomische Heben von schweren Gegenständen (z.B. mit geradem Rücken in die Knie gehen)
  • Faszientraining
  • Trainiere Deine Bauchmuskeln (überhaupt alle Muskeln der Körpervorderseite)
  • Sorge für starke Rückenmuskeln und Rumpfmuskeln
  • Versorge Dich mit allen wichtigen Nährstoffen
  • Optimiere Deinen Schlaf durch eine optimale Matratze/Wasserkern und durch Stressabbau

Fazit

Einen Bandscheibenvorfall kannst Du nicht zu 100% vermeiden. Doch Du kannst die Signale erkennen, Dein persönliches Risiko einschätzen und ganz viel Dinge tun. Leider finden sich viele von uns in einem erhöhten Risiko für Rückenprobleme und auch einem Bandscheibenvorfall. Umso wichtiger ist es, etwas für sich zu tun. Doch das kann auch Spaß machen. Und ein schmerzfreier Alltag ist der Lohn.

 

 

 

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Prima, das hat geklappt!